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TEST // ADVENTURE GAMES – DIE AKTE GLOOM CITY

 

Eine mysteriöse Mordserie beschäftigt seit einiger Zeit die Polizeikräfte des GCPD (Gloom City Police Department). In jedem dieser Fälle gab es keine ersichtlichen Verbindungen zwischen den Opfern und vom Täter fehlte jede Spur. Bis jetzt. Vor einigen Stunden tauchte ein unerklärlicher Briefumschlag mit Bildern der Opfer vor deiner Tür auf, die definitiv nicht nach dem Eintreffen der Polizei entstanden sein konnten. Das Einzige, das euch noch aus eurer vergangenen Karriere beim GCPD geblieben ist, ist euer Polizeigespür, wodurch euch sofort die fehlende Briefmarke auf dem Umschlag auffällt. Der Bote musste also persönlich bei euch erschienen sein, um den Umschlag einzuwerfen. Aber was genau habt ihr damit zu tun? Ihr entschließt euch zum im Brief erwähnten Mental Asylum zu fahren und bemerkt schnell, dass ihr nicht alleine in dem verfallenen Gebäude seid.

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KOSMOS hat uns ADVENTURE GAMES – DIE AKTE GLOOM CITY freundlicherweise für eine Rezension zur Verfügung gestellt.

Dies hatte keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

Darum geht es im Spiel!

In DIE AKTE GLOOM CITY übernimmt die Spielgruppe die Rollen von suspendierten Polizeikräften des GCPD. Alle haben einen mysteriösen Brief erhalten, der sie in das verlassene Mental Asylum führt, in dem bereits jemand wartet, um die Spielgruppe vor Herausforderungen zu stellen. In diesem kooperativen Abenteuer-Spiel geht es darum die gestellten Hindernisse durch kooperatives Rätsellösen zu überwinden und die erzählte Geschichte dadurch weiter zu erkunden.

In DIE AKTE GLOOM CITY besteht das Spielfeld aus großen Erkundungskarten auf denen kleine Zahlen angegeben sind, die der Spielgruppe wichtige Orte auf dieser Erkundungskarte signalisieren. Um sich auf den verschiedenen Erkundungskarten zu bewegen, verfügt jeder Spielende über eine Spielfigur in Form eines Papp-Aufstellers. Zwar gibt es keine wirklichen Felder, über die sich die Figuren hinwegbewegen, jedoch zeigen die Spielfiguren, in welchem der Räume sich Spielende auf dem Spielfeld befinden. Auf diese Weise lassen sich die Erkundungskarten individuell erforschen, wobei sich gefundene Gegenstände nur miteinander tauschen lassen, solange sich die Spielfiguren in einem gemeinsamen Raum befinden.

 

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Anders als andere bekannte Spiele des Escape-Genres baut DIE AKTE GLOOM CITY nicht auf typische Rätsel, die der Spielgruppe auf separaten Karten präsentiert werden, auf. Vielmehr müssen Spielende die von ihnen gefundenen Gegenstände mit ihrer Umgebung oder miteinander kombinieren, um neue Ergebnisse zu erzielen und im Spiel fortzuschreiten. Zum Beispiel könnten Spielende, zwei Teile eines zerrissenen Briefes und etwas Klebeband miteinander kombinieren, um einen vollständigen Brief zu erhalten. Um Gegenstände mit anderen Gegenständen oder der Umgebung zu verknüpfen, werden die individuellen Zahlen der Gegenstände und/oder der Orte aneinandergereiht und die sich daraus ergebende Zahl mit dem beiliegenden Story-Buch abgeglichen. Lässt sich diese Zahl finden, erhält die Spielgruppe einen neuen Hinweis, sollte dies nicht der Fall sein, ist die Kombination der Gegenstände nicht möglich. Des Öfteren sind die Kombinationsmöglichkeiten nicht sehr offensichtlich, wodurch sich die Spielgruppe genau auf die Gegenstände und insbesondere auf die Umgebung konzentrieren muss, um keinen noch so kleinen Ansatzpunkt zu übersehen. Im Notfall lassen sich Hinweise im Regelheft finden, damit das Abenteuer nicht aufgrund eines nicht gelösten Rätsels scheitert. Auf diese Weise kann sich die Spielgruppe in DIE AKTE GLOOM CITY durch insgesamt drei Teile eines Abenteuers rätseln, die jeweils (je nach Vorgehensweise) ca. 90 Minuten dauern.

 

Was ist in der Box?

Neben einer Charakterkarte und einer Spielfigur für alle Spielenden beinhaltet DIE AKTE GLOOM CITY 18 große Ortskarten, 84 Abenteuerkarten, 53 diverse Plättchen (deren Einsatz vom Regelheft erklärt werden) und unterschiedliche Auftrags- und Regelkarten, die während des Spielverlaufs enthüllt werden.

Qualitativ ist an dem Spielmaterial kaum etwas zu bemängeln. Lediglich ein paar wenige Karten sind an den Rändern ein wenig unsauber verarbeitet worden, was jedoch nicht weiter ins Gewicht fällt, da das Spiel keine lange Lebensdauer benötigt oder viele Spieleabende durchlaufen muss (zwar wird kein Spielmaterial während des Spielens zerstört, jedoch lässt sich das Spiel im Normalfall nicht zweimal mit der gleichen Spielgruppe spielen). Das Artwork und die generelle Gestaltung im schwarz/weiß-Look sind sehr düster gehalten. Die Spielfiguren erinnern an den Zeichenstil bekannter Comics, während die Gegenstands- und Ortskarten im Gegensatz dazu eher realistisch gehalten wurden. Ein durchgängiger Comic-Look hätte hier sicherlich für eine interessante Atmosphäre gesorgt.

 

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Insbesondere durch die dunkle Farbgebung sind viele Orte auf den realistischen Ortskarten nämlich sehr schwer zu erkennen, weswegen immer wieder die Erklärung des Raumes im Story-Buch überprüft werden muss, falls euch während des Spielens entfallen sein sollte, worum es sich bei dem zu untersuchenden Ort eigentlich handelt. Ausnahmen bestätigen die Regel, aber die meisten Orte sind teilweise einfach so dunkel, dass viele der Gegenstände oder interessanten Orte mit bloßem Auge nicht erkannt werden können. Die Regeln des Spiels sind während des Spielverlaufs sehr einfach zu erläutern, wodurch sich das Spiel auch an absolute Neulinge richtet. Dennoch sollte das Regelheft vor der ersten Partie gründlich studiert werden, damit sich keine Fehler einschleichen. Das Regelheft bietet kurze prägnante Regeltexte mit einigen unterstützenden Grafiken an, wodurch der Lernprozess recht schnell von statten geht. Alternativ lässt sich auch die Erklär-App von KOSMOS nutzen, um die Regeln für alle verständlich zu machen.

Tags: Detektiv, 90 Minuten, Escape Room, Kampagne, 1-4 Spieler

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