Test | Crash Octopus

Test | Crash Octopus - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

Ich hatte gehofft, es würde gut werden, doch es wurde noch besser. Beim Anblick der Schachtel wird schon klar, dass hier nicht der neue Stern am Strategiespielhimmel wartet, sondern absoluter Quatsch. Und dann noch der Spruch „Super Schnips-Spiel“ auf dem Cover. Na, das kann ja heiter werden. Und das wurde es tatsächlich auch.

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Das Regelstudium verlief etwas holprig, weil nach jedem Kapitel ein großer Kasten mit Ausnahmen abgedruckt ist. Doch nach dieser kleinen Hürde wartet ein echt witziges und chaotisch unausbalanciertes Schnipsspiel.

Die Verteilung der Schätze erfolgt sehr zufällig. Danach kann das eigene Schiff zwar ausgewählt werden, aber es kann dennoch sein, dass die Verteilung etwas vorteilhafter für einige Personen verläuft. Es gibt keine Regel, die verhindert, dass alle auf einer Person herumhacken. Stattdessen wird im Regelheft von „Bündnissen“ gesprochen, die eingegangen werden können. Und dann noch die Sache mit dem Piratenschiff. Ist das jetzt Amitrash aus Japan?

Aber es ist genau diese gefühlte Unfairness, die dieses Spiel so lustig macht. Alle wollen permanent nur das Schlechteste für die anderen. Da wird beim Oktopusangriff gerne mal mit dem nackten Finger herumgezeigt, um die Opfer zu bestimmen. Etwas Frustrationstoleranz sollte mitgebracht werden, denn nicht selten verwandelt sich ein fast sicherer Sieg in eine totale Pleite und sorgt für breites Grinsen am Spieltisch. Zumal die letzten drei Perlen auf der Schnur alle schwarz sind. Eine Partie endet mit Oktopusangriff! Oktopusangriff! Oktopusangriff!

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Beim Lesen der Regeln dachte ich schon: Warum soll ich die Runden vorher überhaupt spielen, wenn am Ende ohnehin alles im Chaos versinkt? Die Antwort ist die Kürze des Spiels. Es ist einfach zu flott und zu witzig, als dass ich dem Spiel irgendetwas krummnehmen könnte. Und tatsächlich ist es der Showdown am Ende, der richtig Spaß macht.

Das Spiel fördert Gemeinheiten schon damit, dass eine Person am Tisch das Piratenschiff spielen kann, das Schätze nur durch Diebstahl erbeutet. Dieser kleine, pinke Krawallmacher unterstreicht noch einmal den generellen Charakter des Spiels.

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Auch das Material ist große Klasse. Die vielen kleinen Holzteile sind lustig gestaltet und die quietschbunten Farben lassen nicht einen Moment das Gefühl von Ernsthaftigkeit aufkommen. Die Fähnchen sind stabiler als sie aussehen und es macht mehr Spaß mit ihnen, als einfach mit dem Finger zu schnipsen.

„Crash Octopus“ ist einfach super für Zwischendurch. Zwar ist dieses Genre eine schwere Geschmacksfrage, aber wer so etwas mag, wird hier gut bedient. Ich werde es in lockeren Runden noch öfter auf den Tisch bringen und kann es nur empfehlen.

 

Wertung zum spiel

 

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Tags: 1-5 Personen, Schnipsspiel, 20 Minuten, Geschicklichkeit

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