Prototyp | Caral - Fazit + Bilder vom Spiel

unsere meinung alex wandee

 

Vorab die wichtigste Info, dass die Regeln und das abgebildete Material einem Prototypen entstammen und sich noch ändern können.

CARAL wirkt auf den ersten Blick wie ein klassisches Familienspiel. Die Spielfiguren bewegen sich auf einem Pfad und können dabei verschiedene Aktionen ausführen. Die Optik ist nicht reißerisch, oder übermäßig bunt, sie passt gut zum Thema, welches insgesamt gut umgesetzt wurde. Langsam wachsen die Pyramiden beeindruckend in die Höhe, es können mehr Personen in den Steinbruch geschickt werden, wodurch mehr Steine abgebaut werden. Über die Alpakas, die wie Huskys einen Schlitten ziehen, mussten wir schmunzeln.

CARAL verströmt damit einen Hauch Nostalgie und zuerst eine friedliche Atmosphäre. Doch diese täuscht, wenn alle beginnen, den Mitspielenden immer wieder Steine in den Weg zu legen. CARAL könnte als interaktiver Mix aus Worker-Placement und einem Rennen beschrieben werden.

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Das Grundspiel ist in Bezug auf Komplexität angenehm überschaubar und die Regeln sind schnell gelernt oder erklärt. Wer es komplexer möchte, nutzt die Module, die dem Spiel eine noch größere Spieltiefe verleihen.

Im Spiel fällt schnell auf, dass die Startperson eine wesentliche Rolle einnimmt, denn diese darf den Architekten steuern und entscheidet damit, ob dieser mehr oder weniger Felder vorrückt. Dies kann wirklich fies sein und einen Plan der Konkurrenz schnell mal eben über dem Haufen werfen, wenn wichtige Aktionsfelder plötzlich inaktiv sind. Mit fortschreitendem Spiel bewegt sich der Architekt im Verhältnis zudem immer schneller, denn dieser ignoriert, im Gegensatz zu den Mitspielenden, bei seinen Schritten die Pyramiden. Dies ist ein durchaus interessanter Mechanismus von CARAL.

In unseren Runden war die Startposition daher meist auch stark umkämpft. Persönlich fanden wir im Grundspiel die Vorteile für die Startperson etwas zu stark, doch zum Glück verändert das Modul „Jahresplättchen“ die Grundmechanik, wer als nächstes beginnt.

Sehr wichtig ist es, die Aktionen der „Konkurrenten“ genau im Auge zu behalten. Zieht jemand überraschend ins Ziel und löst damit das Rundenende aus, kann dies andere schnell auf dem falschen Fuß erwischen, da beispielsweise noch keine Karten für die Opfergabe gesammelt wurden, oder noch Steine für die nächste Runde benötigt werden.

Auch ist es relevant, wer die jährliche Zeremonie auslöst. Ist es die Person links von uns, dürfen wir zuletzt auswählen, welchen Ressourcentyp wir opfern wollen. Das ist relevant, da die von den Mitspielenden bereits gewählten Ressourcenarten nicht nochmal gewählt werden dürfen. Schnell kann es sein, dass gar nicht geopfert werden kann und daher ein Minuspunkt kassiert wird.

 

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All diese Mechanismen sorgen für ein sehr interaktives Spiel. Ob die Konkurrenz dabei agiert, wie erhofft und ob die geplanten Vorhaben in einer Runde umgesetzt werden können, ist ungewiss. Es werden Daumen gedrückt, Mitspielende verflucht und wenn etwas funktioniert, wie geplant, ist die Freude groß. Es bleibt stets spannend und während jeder Runde müssen immer wieder wichtige Entscheidungen getroffen werden. Selten bleibt genug Zeit, alle geplanten Aktionen auszuführen. Interessant ist auch der Zwiespalt, ob die gesammelten Ressourcenkarten als Spezialaktion oder als Opfergabe bei der jährlichen Zeremonie eingesetzt werden. Beides ist sehr stark und es gilt, gut abzuwägen.

CARAL hinterlässt bei uns viele positive Eindrücke und hat uns bereits in diesem frühen Stadium sehr gut gefallen. Der Charme klassischer Spiele kombiniert mit stark interaktiven Elementen und einem fordernden Renn-Mechanismus harmoniert wunderbar. Daher können wir Euch ans Herz legen, den ab dem 19. Oktober begonnenden Kickstarter im Auge zu behalten. Und hey, es gibt süße Alpakas, wer kann da noch widerstehen?

 

 

 

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Tags: Workerplacement, Wettrennen, Familienspiel

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