TEST // DWAR7S DUEL

TEST // DWAR7S DUEL

Zwerge. Allein dieser Begriff löst sofort Assoziationen von Bergen, Edelsteinen, Königreichen und manchmal dem Vorstadtgarten aus. Wenn wir nun letztere Assoziation wieder streichen, ist das alles gar nicht so falsch. Bei DWAR7S DUEL übernehmen die Spieler die Rolle der Zwerge im Kampf um das bessere (und reichere) Zwergenkönigreich.

 

infos zum spiel

Um herauszufinden, wie genau dies in dem kleinen Workerplacement-Spiel funktioniert, wurde uns freundlicherweise eine Kopie des Spiels DWARFS DUEL vom VESUVIUS MEDIA Verlag zur Verfügung gestellt.
Natürlich hat dies keinerlei Einfluss auf diese Rezension.

 

Darum geht es im Spiel!

 

Wie bereits angesprochen, übernehmen die Spieler die Rollen von 2 rivalisierenden Zwergenkönigen, die danach trachten, ihr Königreich auszubauen und besonders ihren Reichtum zu vermehren. Da es sich um die Duel-Version des Spiels DWAR7S handelt, ist die Spieleranzahl auf 2 Spieler begrenzt. Ziel des Spiels ist es, über 3 erfüllte Ziele zu verfügen, die auf unterschiedlichen Wegen erreicht werden können.

Zu Beginn des Spiels erhalten die Spieler jeweils 7 Meeples, die ihre Zwergenmannschaft darstellen, ein Kartendeck bestehend aus 9 Karten und einer Lagerfeuerkarte, die als „Lager“ dient, und eines von 5 geheimen Zielen. Das Spielfeld wird nun durch die Spieler selbst gestaltet, indem sie Felder in Form von Handkarten ausspielen. Jedem Spieler stehen dafür 3 Aktionen während seiner Runde zur Verfügung. Diese 3 Aktionen können genutzt werden, um Karten aus der Hand auszuspielen oder einen Zwerg auf eine ausgespielte Karte zu versetzen.

Auf den ausgespielten Karten befinden sich Flächen für die Zwerge sowie Fähigkeiten, die durch die Zwerge an diesem Ort ausgelöst werden. Verschiedene Orte besitzen verschieden viele Flächen zur Aufnahme von Zwergen und benötigen verschieden viele Zwerge, um ihre Fähigkeiten auszulösen. Ein Ort mit Platz für 3 Zwerge kann zum Beispiel nur 2 Zwerge benötigen, um die Fähigkeit nutzen zu können.

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Wichtig ist dies für das Blockieren dieser Orte. Die Spieler können beim Auslegen nämlich nicht nur ihre eigenen Orte auswählen, sondern auch die Orte des Gegners und diese sogar aktivieren. Nützlich ist dies, wenn ein Ort 3 Felder hat und auch 3 Zwerge einer Farbe für die Aktivierung benötigt werden. So kann der Gegenspieler einen seiner eigenen Zwerge aktiv dazu benutzen, ihn an einem gegnerischen Ort zu positionieren, damit der Gegner diesen Ort nicht mehr benutzen kann, bis der Blockierende seinen Zwerg wieder entfernt oder er durch eine „Oger“-Karte entfernt wird.

„Oger“-Karten können durch das Anheuern von Ogern in der Taverne erhalten werden. Insgesamt sind von diesen Karten 8 Stück vorhanden, von denen 2 jeweils den gleichen Effekt haben. Durch sie können Edelsteine vom Gegner gestohlen werden oder auch Zwerge gegen ihren Willen auf einem anderen Feld platziert werden. Minen sind dazu da, Edelsteine zu fördern, von denen es 3 unterschiedliche Sorten gibt, die jeweils unterschiedlich schwer zu ergattern sind. Hat ein Spieler jedoch genug Edelsteine geschürft, kann er diese im Laden gegen eine Zielkarte eintauschen. Diese zählt zu den 3 zu erhaltenen Zielen, ist aber auch selbst Siegpunkte wert.

Damit der Gegner es nicht zu einfach hat, können auch Monster in das gegnerische Königreich entsendet werden. Dafür befinden sich in den Handkarten ein Oger und ein Drache, die jeweils als Ort in dem Königreich des Gegners positioniert werden können und diesen bei einigen Aktionen behindern.

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Beim Auslegen der Orte ist ein weiteres Detail von Bedeutung: An den Kartenrändern befinden sich Mauern. Diese Mauern sind dazu da, das eigene Königreich einzugrenzen, um in der Endwertung Siegpunkte für jedes Feld in seinem eigenen Königreich zu erhalten. Das Auslegen der Orte und die richtige Positionierung der Mauern ist dabei von großer Wichtigkeit, da ein Spieler auch die Orte eines Gegners in sein Königreich aufnehmen kann.

Auch das Überbauen von Orten ist möglich, wodurch sich die Grenzen des Königreiches verschieben können, wobei der Ort „Die Burg“ die Fähigkeit besitzt, einen überbauten Ort mit der untenliegenden Karte die Positionen tauschen zu lassen. Das richtige Taktieren und die richtige Reihenfolge der Aktionen sind dabei entscheidend.

Das Spiel endet, sobald 3 Ziele erfüllt wurden. Dazu zählen, wie bereits gesagt, die kaufbaren Ziele, die für Edelsteine im Laden erworben werden, und das zu Beginn erhaltene geheime Ziel, das sich für jeden Spieler unterscheidet und bis zum Schluss verdeckt gehalten werden sollte. Zusätzlich zu den Punkten für die erreichten Ziele erhalten beide Spieler Punkte für Orte in ihrem Königreich sowie noch vorhandene Edelsteine, die sich auf der Hand befinden. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten ist daraufhin der neue „König unter dem Berge“.

 

Was ist in der Box?

 

Der Inhalt von DWAR7S DUEL ist sehr überschaubar und schnell erklärt. In der Box enthalten sind 14 Meeples aus Holz und 65 quadratische Karten, die sich in 8 Oger-, 24 Edelstein-, 5 Geheime Ziele-, 8 Handelsziel- und 20 Königreichskarten unterteilen. Die Spielschachtel an sich ist angesichts dieses Inhaltes sehr groß geraten, da für das enthaltene Material weniger als ¼ des vorhanden Platzes ausreichend ist.

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Das Design und das Artwork sind eher kindgerecht gehalten, obwohl dieser spezielle Comic-Stil seinen eigenen Charme besitzt, der jedoch nicht alle Spieler begeistern dürfte. Alles, von der Schrift über die Symbole bis hin zu den Darstellungen des Drachen und den Ogern, wirkt weich und „süß“ (was keinesfalls negativ zu verstehen ist, nur kann es dadurch seine „Neutralität“ in den Augen vieler Spieler verlieren).

Das enthaltene Regelbuch erklärt die Regeln etwas diffus. Für neue Spieler ist es sehr schwer, das Regelbuch in chronologischer Reihenfolge zu lesen, da sich insbesondere die Informationen, welche Kartenarten es gibt und wie sich die Starthand aufbaut, im hinteren Teil befinden, während im vorderen Teil die Aktionen auf den Karten erklärt werden. Würde das Regelbuch geteilt und die beiden Hälften miteinander vertauscht werden, wäre dieses Problem gelöst. Dennoch versucht das Regelbuch, mit vielen Illustrationen zu arbeiten und es mit kleinen Grafiken und Beispielen aufzulockern, damit das Verständnis erleichtert wird.

Tags: Ressource Management, 30 Minuten, Worker Placement, Fantasy, 2 Spieler

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