Test | Boss Monster

Test | Boss Monster - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

„Boss Monster“ gewinnt sehr viel durch die ungewöhnliche Gestaltung der Karten und kann so einige Personen an den Tisch locken, die eher videospielaffin sind. Genau dieser Stil hat mich neugierig auf das Spiel gemacht und deswegen konnte ich auch meinen Freund dazu bringen, „Boss Monster“ mit mir zu spielen.

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Die Grundidee ist erfrischend anders: in „Boss Monster“ läuft man nicht durch den Dungeon und besiegt Monster, was wir alle schon zigfach gemeistert haben, sondern man baut ihn selbst. Und das auf möglichst fiese Art, um viele Helden und Heldinnen in den Tod zu locken. Die Fallen und Monster sind ideenreich und nehmen die Standard-Videospiel-Dungeons auf die Schippe. Mimic-Gewölbe, Zombiegefängnis, Ballsaal der Ungeheuer und der Zermalminator sind nur einige Beispiele.

Die Karten sind alle sehr schön und verständlich gestaltet. Kleine Pixelbilder sorgen für Stimmung und veranschaulichen die Räume, Zaubersprüche, Bosse und heldenhaften Charaktere auf amüsante Weise. Als bekennende Videospielerin schlägt da mein Herz automatisch höher. Eine kurze Beschreibung unter dem Bild erklärt, was die jeweilige Karte bewirkt oder gibt kurze Infos zu den Helden und Heldinnen. Letztere sind zwar lustig zu lesen, haben aber leider keinerlei Auswirkung auf das Spiel selbst.

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„Boss Monster“ fällt definitiv in die Kategorie: Je mehr Personen, desto spaßiger. Während das Spiel zu zweit funktioniert, aber alles weitestgehend ruhig bleibt, kommt mit drei und mehr Personen schon einige Action auf, v.a. durch die Zauberkarten, die gegeneinander gespielt werden können. Es bieten sich taktische Möglichkeiten, den eigenen Dungeon zu optimieren und massig Schaden zu verursachen – oder richtig eine auf den Deckel zu bekommen, wenn der beste Raum von den lieben Mitspielenden deaktiviert wurde.

Allerdings ist „Boss Monster“ sehr glückslastig. Es kann Runden geben, in denen die Fetzen fliegen, und Runden, die sehr ruhig verlaufen. Manchmal kann man schnell super viel Schaden verursachen und bedenkenlos alles und jeden in den Dungeon locken, manchmal geht erstmal über einige Runden gar nichts. Hier verschenkt „Boss Monster“ leider Potential. Auch bei den Bossen, Helden und Heldinnen wäre deutlich mehr drin gewesen. Es gibt zwar immer eine Level-Up-Fähigkeit der Bossmonster, welche aber nur 1x im Spiel aktiviert wird. Daher spielen sich die einzelnen Bosse fast gleich. Die Heldenkarten unterscheiden sich nur durch die Schätze, die sie suchen, ihre Lebenspunkte und den Schaden, den sie verursachen, wenn sie durch den Dungeon kommen.

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Das klingt jetzt schlimmer, als es tatsächlich ist. Ich hatte in meinen Runden immer Spaß. „Boss Monster“ ist ein kleiner, schöner Karten-Dungeoncrawler mit lustigen und sehr schön gestalteten Karten. Die Runden gehen recht schnell und als Absacker für kleine und große Nerds - wie mich - ist es genau richtig.

Und wenn’s mal unfair wird, findet man immer eine Ausrede – im Zweifelsfall die Kamera!

 

Wertung zum spiel

 

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Tags: 2-4 Personen, Take That!, 30-60 Minuten, Fantasy, Kartenspiel

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