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TEST // ROCKETMEN

TEST // ROCKETMEN

Das Universum, ein bislang unergründeter Ort voller mysteriöser Geheimnisse, die nur darauf warten, entschlüsselt zu werden. Wir sind kurz davor, einen Schritt in die Welt außerhalb unseres Planeten zu setzen. Was wird uns erwarten? Wie werden andere Unternehmen auf unser Vorhaben reagieren und können wir tatsächlich außerhalb unserer Atmosphäre überleben? Zunächst stellen wir sicher, dass wir über die notwendigen Technologien verfügen. Wenn wir Raketen und Satelliten in die Erdumlaufbahn katapultieren können, dann schaffen wir das ebenso mit Raumschiffen, die als Hotel für Besucher dienen könnten. Vielleicht gelingt es uns sogar, Siedlungen auf dem Mond oder gar dem Mars zu etablieren.

 

infos zum spiel

Wir haben ROCKETMEN selbst gekauft.
Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

Darum geht es in dem Spiel

 

ROCKETMEN ist ein kompetitives Deckbuilding Spiel aus der Feder von Martin Wallace. Es ist für ein bis vier Unternehmer ausgelegt, die sich ein Rennen um die Vorherrschaft in unserem Sonnensystem liefern. ROCKETMEN besitzt, neben dem kompetitiven Gameplay, ebenfalls einen Solomodus. Das Spiel ist für Kinder ab 14 Jahren geeignet und eine Partie dauert, laut dem PHALANX Verlag, durchschnittlich 30-90 Minuten.

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In ROCKETMEN schlüpfen die Spieler in die Rolle von Unternehmen, welche das Ziel haben, mehr erfolgreiche Raummissionen als die Konkurrenz abzuschließen. Dies geschieht, indem neue Technologien gekauft, Missionen vorbereitet und Gefahren abgewehrt werden. Je nach Spieleranzahl endet das Spiel und es kommt zu einer Endwertung. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt ROCKETMEN.

 

Ground Control to Major Tom

 

ROCKETMEN wird in Runden gespielt. In jeder Runde stehen den Spielern verschiedene Aktionen zur Verfügung. Zu Beginn erhalten die Spieler ein Deck mit verschiedenen Missionskarten und 2 persönliche Ziele, welche am Ende zusätzliche Siegpunkte generieren. Das Handkartenlimit liegt bei 6 Karten und so zieht jeder dementsprechend viele. Nun wird, beim Starspieler angefangen, im Uhrzeigersinn gespielt.

Zum besseren Verständnis erkläre ich kurz die Karten. In der linken oberen Ecke befindet sich ein Ressourcensymbol und/oder ein Geldbetrag, welche zum Kaufen von Karten oder für bestimmte Raummissionen genutzt werden können. Unter sind die Kosten abgebildet, welche beim Kauf einer Karte benötigt werden. Einige Karten besitzen Fähigkeiten, welche entweder beim normalen Ausspielen, beim Kauf oder beim Start einer Mission zum Tragen kommen.

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Den Spielern stehen folgende Aktionen zur Verfügung:

Auslegen von Karten: Karten können rechts neben das Tableau ausgelegt werden, um sie abzuwerfen und eventuelle Fähigkeiten einzusetzen oder als Zahlungsmittel zu fungieren.

Kauf von Karten: Um eine Karte aus der offenen Auslage zu kaufen, muss vorher der geforderte Betrag als Zahlungsmittel ausgelegt worden sein. Anschließend wird die Karte auf die ausgelegten Karten platziert und durch eine neue Karte in der Auslage ersetzt. Gefahrenkarten können ebenso gekauft werden. Sie verstopfen das Deck, bringen allerdings Siegpunkte am Ende des Spiels.

Mission starten: Um eine Mission zu starten, wird die entsprechende Karte ganz links auf dem Tableau platziert. Die Karte gibt an, um welche Art von Mission es sich handelt, wie viele Raketenpunkte zum Start notwendig sind, wie viele zusätzliche Missionserfolg-Karten gezogen werden dürfen und ob die Mission die Erdumlaufbahn, den Mond oder den Mars als Ziel hat.

Startrampe vorbereiten: Sollte eine Mission ausgespielt sein, können Karten auf die Startrampe gelegt werden. Diese tragen zum Erfolg der Mission bei und befinden sich links neben der Missionskarte. Hier werden Karten abgelegt, die Raketenpunkte oder Ressourcensymbole besitzen, welche beim Start behilflich sind.

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Mission starten: Zuerst wird das Ziel der Mission geäußert. Anschließend werden die Raketenpunkte auf der Startrampe gezählt und mit den erforderlichen Raketenpunkten verglichen. Stimmt die Zahl überein, werden die, zur Mission passenden, Ressourcensymbole gezählt. Der Raketenmarker wird dementsprechend viele Felder vorgerückt. Nun werden, je nach Mission, unterschiedlich viele Missionserfolg-Karten gezogen. Auf den Missionserfolg-Karten sind Zahlen von 0-4 abgedruckt. Der Raketenmarker wird, je nach gezogener Karte, entsprechend viele Felder vorgerückt. Eine Mission kann jederzeit abgebrochen werden, bevor die letzte Karte gezogen wird. Wird eine Mission abgebrochen, müssen Karten von der Startrampe entfernt werden. Ist die Mission beendet und der Raketenmarker hat das Missionsziel noch nicht passiert, ist die Mission gescheitert und die gesamte Auslage wird abgeräumt. Ist eine Mission erfolgreich, so erlangen die Spieler verschiedenste Vorteile für spätere Missionen sowie Siegpunkte je nach Art der Mission.

Wird ein bestimmter Wert auf der Siegpunktleiste erreicht, endet das Spiel und es kommt zu einer letzten Wertung. Siegpunkte werden für Karten, auf denen Siegpunkte abgebildet sind, Mond- und Mars-Marker, die für die erste erfolgreiche Mission auf den Planeten vergeben werden, erfüllte persönliche Ziele und Variantenkarten, falls vorhanden, erzielt. Der Spieler mit den meisten Siegpunkten gewinnt das Spiel.

 

Das Material

 

Das Material umfasst ein Haupt-Spielbrett, 4 Spielertableaus, etliche Marker und einige Karten. Der Spielplan, die Tableaus sowie die Marker sind aus dicker Pappe gefertigt. Das Spielbrett ist übersichtlich und gut gestaltet. Die Karten sind von akzeptabler Qualität. Wie für ein Deckbuilding Spiel üblich, werden diese jedoch häufig gemischt und können sich dadurch schnell abnutzen. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Material nicht üppig ausfällt und somit lediglich von durchschnittlicher Qualität ist.

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Die Anleitung ist gut gestaltet. Sie beinhaltet viele Abbildungen und Beispiele, um den geschriebenen Text besser verdeutlichen zu können. Spielerhilfen sind leider nicht vorhanden, doch es befindet sich eine Zusammenfassung auf der Rückseite des Regelheftes. Zusätzlich sind die Fähigkeiten der Karten separat erklärt, was mir gut gefallen hat.


Letzte Woche konnte ich ja bereits BEYOND THE SUN rezensieren. Ein wirklich gutes Kennerspiel mit ähnlicher Weltraumthematik. Deshalb habe ich mir folgende Frage gestellt: Kann Martin Wallaces ROCKETMEN hier mithalten?

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Mein großer Kritikpunkt bei BEYOND THE SUN war, dass das Thema, besonders bei den Eventkarten, nicht wirklich gut durchkommt. Das Weltraumthema wird bei ROCKETMEN definitiv besser umgesetzt. Die Karten sind sehr gut illustriert und weisen viele Anspielungen auf reale Begebenheiten auf. Elon Musk lässt grüßen.

Die Mechaniken generell gefallen mir sehr gut und ich verstehe den Gedanken hinter dem Spiel. Leider sind diese nicht gut umgesetzt worden. Der Deckbuilding Mechanismus läuft zwar recht flüssig und geht gut von der Hand, allerdings hatte ich extreme Schwierigkeiten zu Beginn aus dem Quark zu kommen. Hier müssen einfach häufig Karten abgeworfen werden, damit neue gezogen werden können. Das kann zu Frustrationsmomenten führen, wenn ganze Züge verfallen.

Vermischt wird dies mit einem Push-your-Luck Mechanismus. Leider kann es hier zu erheblichen Rückschlägen kommen, denn sollte eine Mission nicht erfolgreich sein, so geht alles verloren, was die Spieler sich bis dato aufgebaut haben. Ich würde sogar so weit gehen, dass ein Versagen spielentscheidend sein kann, da die Spieler wenig Chancen haben, aufzuholen. Ich habe mich direkt an CHAMPIONS OF MIDGARD zurückerinnert, als die Erweiterungen noch nicht vorhanden waren. Wurden die Krieger dort in eine aussichtslose Schlacht geschickt, sind sie alle verloren gegangen. Dem Spiel hätte es hier definitiv gutgetan, eine weniger harte Konsequenz einzubauen, sollte die Mission scheitern.

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Zu allem Überdruss kann die Downtime recht hoch werden. Besonders ärgerlich ist es, wenn die eigenen Züge sehr schnell gehen, weil wieder einfach nicht genug Geld vorhanden ist und unnötige Karten abgeworfen werden müssen. So vergeht Runde um Runde und die Aktionen bleiben stetig gleich, was zu einem sehr repetitiven Spielgefühl führt. Die Monotonie wird schließlich noch durch Ausbleiben von kompetitiven Spielelemente verstärkt. Jeder spielt einfach vor sich hin und es kommt kaum zur Interaktion zwischen den Spielern.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass das Spiel ein schönes Thema hat und für Fans ohne Komplexitätsanspruch recht interessant sein könnte. Der Gedanke, 2 etablierte Mechaniken miteinander zu verknüpfen, ist gut, allerdings hapert es an der Umsetzung. Auch wenn der Vergleich zu BEYOND THE SUN extrem hinkt, da es zwei grundlegend verschiedene Spiele sind, würde ich Freunden des Genres immer BEYOND THE SUN ans Herz legen.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

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Tags: push your luck, 30-90 Minuten, Weltall, 1-4 Spieler, Deckbauspiel

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