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TEST // TANG GARDEN

TEST // TANG GARDEN - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

TANG GARDEN ist ein Spiel, dem die Entwicklung als Kickstarter anzusehen ist. Wie es bei Kickstarter-Brettspielen häufig der Fall ist, bietet das Spiel optisch schön gestaltetes Material. Das Thema des chinesischen Gartens wird gelungen umgesetzt und die Miniaturen, Pavillons und Brücken sorgen für Lebendigkeit. Die Illustrationen des Materials sind ansprechend gestaltet, nur die Landschaftsmarker sind verhältnismäßig schlicht. Die Miniaturen haben viele kleine Details, doch sehen sich einige von ihnen auf den ersten Blick sehr ähnlich. Dazu kommt, dass die Sockel teilweise eine ähnliche Farbe haben, wodurch sie erst bei genauerer Betrachtung zu unterscheiden sind. Die Farbkombinationen der Sockel mit den Miniaturen sind leider durch die Charakterkarten vorgegeben, weswegen hier kein Tausch möglich ist.

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Generell liegt der Fokus bei diesem Spiel etwas mehr auf der Optik als auf dem Spielfluss. So können die Landschaftstafeln und Dekorationen optisch überzeugen, stören dabei aber teilweise den Spielfluss. Die Landschaftstafeln verdecken sich gegenseitig, sofern der Spieler diese von der Rückseite betrachtet. Die Dekorationen und Spielfiguren müssen gelegentlich angehoben werden, um eine bessere Übersicht über den Garten zu erlangen. Neben diesen kleineren Schwächen funktionieren die Mechaniken und sorgen für einige Entscheidungsmöglichkeiten.

Interaktion zwischen den Spielern entsteht durch den gemeinsamen Zugriff auf Dekorationskarten, Gartenplättchen, Landschaftstafeln und Charakterkarten. So sind in jedem Zug taktische Entscheidungen zu treffen, nicht nur, welche Option für einen am besten ist, sondern ebenso, welche Möglichkeiten dem nachfolgenden Mitspieler(n) dann zur Verfügung stehen.

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Die Dekorationskarten bieten einen gewissen strategischen Rahmen, bei dem die Spieler sich überlegen müssen, ob sie versuchen, auf viele verschiedene Bäume, das Sammeln von Tier- oder Pflanzensets zu setzen, oder ob sie die meisten Pavillons ergattern wollen. Diese Strategieoptionen werden durch die gezogenen Karten eingeschränkt, wodurch die Nachdenkzeit und somit die Wartezeit der Mitspieler nicht zu hoch wird. Dazu kommen die Charakterkarten, die einige Münzen am Spielende mit sich bringen, weshalb das Einsammeln von Landschaftsmarkern und das Platzieren von Landschaftstafeln nicht vernachlässigt werden sollte. Die Mechaniken greifen gut ineinander. Lediglich beim Spiel zu zweit kann das Aufdecken von neuen Plättchen nach der Dekorationsaktion dazu führen, dass ein Spieler hauptsächlich die Plättchen dekoriert und der andere die Gartenplättchen legt. Dagegen werden die beiden Hauptaktionen beim Spiel zu dritt oder viert gleichmäßiger zwischen den Spielern verteilt.

Die Regeln sind nicht zu komplex und können dementsprechend schnell verstanden werden, wobei die guten Beispiele im Regelheft helfen. Dennoch werden die taktischen Entscheidungsmöglichkeiten erst im Laufe der ersten Partie deutlich.

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Zusätzlich zu der Mehrspielervariante gibt es einen Solomodus, welcher durchaus kooperativ gespielt werden kann. Dieser ist nicht übermäßig schwierig, dennoch muss genau überlegt und etwas geplant werden, wann welches Gartenplättchen gelegt werden kann und welche Dekoration damit platziert werden muss. Im Gegensatz zu vielen anderen Solomodi unterscheidet sich die Einzelspielerversion hier deutlich vom Mehrspieler und ist nicht nur eine Punktejagd mit dem gleichen Spielprinzip. Durch die Tatsache, dass mit jedem Gartenplättchen eine Dekoration platziert wird, entfaltet sich in diesem die Optik besser.

Der Preis mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von rund 60€ ist recht hoch. Für das Material ist er gerechtfertigt, nur kann die Spieltiefe dabei nicht ganz mithalten. Es handelt sich um ein Kennerspiel, welches durch die Charaktere und den unterschiedlichen Spielablauf, bedingt durch die verschiedenen Gartenplättchen, einige Abwechslung bietet. Dennoch reichen die taktischen und strategischen Entscheidungsmöglichkeiten nicht aus, um einen hohen Wiederspielreiz für Vielspieler zu bieten.

Insgesamt ist TANG GARDEN ein solides Plättchen-Legespiel, welches vor allem optisch überzeugen kann. Für Fans von Carcassonne und Isle of Sky, die diese Spiele rauf und runter spielen und ein etwas komplexeres Legespiel für 3-4 Spieler suchen, ist TANG GARDEN einen Kauf wert. Spieler, denen die Mechanik wichtiger ist als die Optik oder die einen hohen taktischen und strategischen Spielinhalt suchen, könnten von TANG GARDEN enttäuscht werden.

 

Wertung zum spiel

 

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Tags: Legespiel, Set sammeln, 45 Minuten, 1-4 Spieler

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