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Test: Santa Maria – Das Spiel um Missionare, Gelehrte und Siedler

Geschrieben von Daniel Krause.

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Santa Maria von aporta games ist 2017 auf der „Spiel“ in Essen als Geheimtipp blitzschnell vergriffen gewesen. Pegasus Spiele hat nicht lange gefackelt und hat das Kennerspiel nun auf den deutschen Markt gebracht. Wir haben uns in das neu entdeckte Land gewagt um unsere Kolonie aufzubauen.

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Spielaufbau

Das Spiel hat einen Zentralen Spielplan und einen persönlichen Spielplan für jeden Spieler. An dem gemeinsamen Spielplan werden Bischöfe, Gelehrte weiße Würfel und Seeplättchen angelegt. Die Spielermarker werden auf die drei entsprechenden Leisten/Felder verteilt. In die persönlichen Tableaus werden zwei Holz und drei oder mehr Gold gelegt. Ein blauer Würfel aus der Auslage genommen, gewürfelt und an der linken Seite passend abgelegt. Nun werden noch die sechs Mönche bereitgelegt und das Spiel kann starten. In der Expertenvariante wird noch ein Hauptstadtplättchen und ein Gelehrtenplättchen gewählt. Die Aktion des Gelehrten ist dann eine persönliche direkt aktive Fähigkeit.

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Spielablauf

Der Spielablauf ist recht simpel in vier unterschiedliche Hauptaktionen aufgeteilt. Dazu dürfen beliebige viele Nebenaktionen ausgeführt werden, die aus Rohstoffe verkaufen und Rohstoffe kaufen besteht. Die Hauptaktionen werden in Zugreihenfolge so oft gespielt, bis die Spieler passen. Das Spiel hat drei Runden, dann endet es.

Vergrößern der Kolonie

Hier können Plättchen in der Größe zwei oder drei gekauft und auf dem persönlichen Tableau ausgelegt werden. Dafür müssen die entsprechenden Rohstoffe 2 Holz oder 2 Holz + Getreide gezahlt werden.

Aktiviere 1 Landschaft

Mit Geld können einzelne Landschaften aktiviert werden. Die erste kostet 1 Geld. Es kann pro Zug nur eine Landschaft aktiviert werden. Die nächsten kosten dann immer ein Geld mehr, als die zuvor aktivierten.

Spalte oder Reihen aktivieren

Mit den Würfeln lassen sich Zeilen und Spalten aktivieren. Dazu wird entweder ein weißer Würfel aus der Auslage oder ein blauer aus dem persönlichen Vorrat genommen. Der Zahlenwert ist bereits festgelegt, lässt sich aber pro Zahlenschritt mit jeweils einem Geld verändern. Nun wird der Würfel bei einer Zeile von oben nach unten geschoben. Auf jedem Feld mit Ertrag, dass noch nicht besetzt ist, werden die entsprechenden Boni genommen. Bei einem blauen Würfel geht das von Links, nach Rechts. Auf dem letzten aktivierten Feld bleibt der Würfel dann liegen.

So erhalten die Spieler neue Rohstoffe, können Konquistadoren entsenden um Gold zu verdienen und Siegpunkte zu ergattern. Es kann die Religion verbreitet werden, was nach und nach mehr Mönche und blaue Würfel freispielt. Es kann Seehandel betrieben werden, was den Spielern zum Spielende und zum Rundenende Boni einbringt.

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Ziehe dich zurück

Sind alle Rohstoffe und Würfel verbraucht oder keine Sinnvolle Aktion mehr möglich, ziehen sich die Spieler nacheinander zu einem beliebigen Zeitpunkt zurück. Der Spielemarker auf dem Marktplatz wird nun auf ein freies Feld der Rückzugsleiste gelegt. Der dort abgebildete Bonus wird genommen. Nun bringen die Seeplättchen Boni, die genommen werden dürfen. Es dürfen noch beliebig viele Nebenaktionen durchgeführt und dauerhafte Gelehrtenaktionen angewendet werden. Dann wartet der Spieler, bis alle gepasst haben.

Ende des Jahres

Entsprechend der Konquistadorenleiste erhalten die Spieler Siegpunkte. Das Spielfeld wird aufgeräumt und der neue Startspieler wird auf der Rückzugsleiste ermittelt. Das nächste Jahr kann beginnen, oder das Spiel endet.

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Fazit

Santa Maria ist zurecht ein Geheimtipp gewesen. Auch wenn die Optik sehr karg geraten ist, so kommt das Spiel von der ersten bis zur letzten Minute richtig in Fahrt. Alles was der Spieler macht, bringt etwas. Es entsteht ständig eine größere Kolonie, die immer komplexer wird. Durch das ausgetüftelte Platzieren von Plättchen können tolle Reihen und Spalten erbaut werden, die dem Spieler richtig viel bringen. Das Spiel schafft es das Gefühl von Aufbau zu transportieren. Durch die Jahr für Jahr wachsende Kolonie, steigen die Einnahmen und Möglichkeiten.

Zudem gibt es immer etwas zu tun und meistens mindestens noch zwei drei Dinge, die man als nächstes machen sollte. Den Hafen ausbauen, Mönche anheuern oder doch noch einen weiteren Konquistador in den Dschungel schicken? Felder oder Reihen aktivieren, oder doch noch vorher besser bauen?

Diese Vielzahl an Möglichkeiten ist richtig gut geworden. Und die Würfel tragen nahezu kein bisschen Zufall in das Spiel. Es ist ein rein strategisches Spiel, in dem mit einem verschwindend geringen Anteil an Glück gearbeitet werden muss.

Doch die Vielzahl an Möglichkeiten kann auch eine Spielzeitfalle sein. Das Spiel sollte am besten von Optimierern ferngehalten werden. Wer seinen Zug immer optimal gestalten will, könnte durch zu langes Nachdenken den Spielspaß der Mitspieler etwas beschneiden.

Im Prinzip spielt es sich doch deutlich flott, auch wenn die erste Runde mit dem erlernen der Symbole und Spielfunktionen naturgemäß etwas ausladender ausfallen wird.

Unterm strich bleibt ein richtig tolles strategisches Spiel, dass viel Spaß bereitet und oft auf dem Tisch landen wird!

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Bilder zum Spiel

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