TEST // LIBERATION – EINE GALAKTISCHE AUSEINANDERSETZUNG

TEST // LIBERATION – EINE GALAKTISCHE AUSEINANDERSETZUNG

In LIBERATION wird die Galaxie von der mächtigen Dynastie beherrscht. Die Dynastie herrscht mit eiserner Faust, greift Städte an und beutet diese aus. Nur die Liberation leistet Widerstand. Kann es der Widerstandsgruppe gelingen die Dynastie zu stürzen oder wird die Operationsbasis aufgedeckt und der Aufstand von der Dynastie niedergeschlagen?

 

infos zum spiel

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LIBERATION ist ein asymmetrisches Spiel für zwei Personen, bei denen eine Person die Rolle der Dynastie übernimmt und die andere die Rolle der Liberation. Zu Beginn der Partie werden vier Planetkarten zufällig zu einem 2x2 großen Spielplan zusammengelegt und beide Spielende erhalten drei Stadtkarten. Die Dynastie wählt eine Stadtkarte von der Hand als ihren Startpunkt aus und legt diese offen auf den Tisch. Danach wählt die Liberation eine Stadtkarte von der Hand als geheime Operationsbasis und legt diese verdeckt aus. Ziel der Liberation ist es, die zu spielenden drei Zeitalter zu überstehen, ohne dass die geheime Operationsbasis angegriffen wurde. Die Dynastie hingegen muss zum Siegen innerhalb dieser drei Zeitalter die geheime Operationsbasis angreifen. Ein Zeitalter endet, sobald der Nachziehstapel leer ist und einer der Spielenden nachziehen will. Dann wird der Ablagestapel gemischt, als neuer Nachziehstapel bereitgelegt und das nächste Zeitalter beginnt.

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Die Dynastie beginnt und hat in ihrem Zug verschiedene Möglichkeiten, um das Ziel zu erreichen beziehungsweise ihm näher zu kommen:

Schritt 1 (optional): Entweder eine Stadtkarte ziehen oder eine Stadtkarte auffrischen.

Schritt 2 (eine der drei Optionen):

A) Eine Stadtkarte von der Hand vorzeigen, die Kosten für den dort vermerkten Befehl zahlen und diesen ausführen. Anschließend die Karte verdeckt auf den Ablagestapel legen.
B) Eine Stadt ausbeuten. Hierzu wird die Stadt quer gedreht (erschöpft), um dann eine der drei folgenden Optionen zu wählen:

B1) Eine angrenzende Stadt erobern. Um eine Stadt zu erobern, wird die entsprechende Handkarte aus der Hand in den eigenen Spielbereich offen ausgelegt.
B2) Eine angrenzende Stadt angreifen. Ist die angegriffene Stadt die geheime Operationsbasis, so ist das Spiel gewonnen. Hat die Liberation die angegriffene Stadt auf der Hand, so kann die Dynastie diese entweder vor sich auslegen oder abwerfen. Falls beides nicht zutrifft, schlägt der Angriff fehl und nichts passiert.
B3) Die Kosten des Befehls der ausgebeuteten Stadt müssen bezahlt werden und dieser Befehl wird ausgeführt.

C) Eine Stadtkarte auffrischen. Hierzu wird die quer gedrehte Karte wieder hochkant gedreht und ist nicht mehr ausgebeutet (erschöpft).

Schritt 3: Bei mehr als drei Handkarten müssen die überzähligen abgeworfen werden.

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Wenn die Dynastie ihren Zug abgeschlossen hat, hat die Liberation folgende Möglichkeiten:

Schritt 1 (optional): Eine Stadtkarte ziehen.

Schritt 2 (eine der drei Optionen):

A) Die geheime Operationsbasis verlegen. Die aktuelle Operationsbasis wird auf die Hand genommen und eine beliebige Stadtkarte aus der Hand verdeckt auf den Tisch als neue Operationsbasis gelegt. Dieses kann auch die alte Operationsbasis sein.

B) Eine Stadt, die an eine Stadt auf der Hand oder die Operationsbasis angrenzt, sabotieren. Hat die Dynastie diese Karte auf der Hand, so muss diese abgeworfen werden. Andernfalls schlägt die Sabotage fehl.

C) Eine Stadtkarte von der Hand vorzeigen, die Kosten für den Einsatz zahlen und diesen ausführen. Anschließend die Karte verdeckt auf den Ablagestapel legen.

Schritt 3: Bei mehr als drei Handkarten müssen die überzähligen abgeworfen werden.

 

Spielmaterial

 

Die Karten mit Leinenprägung sind von guter Qualität und die Grafiken unterstützen den Spielfluss. So unterscheidet sich die Farbe der Stadtnamen von Planet zu Planet. Die Dynastiebefehle sind unten auf der Karte in Lila gedruckt, wohingegen die Liberationseinsätze in der Mitte der Karte in Gelb gedruckt sind. Zudem lassen sich die Karten in dem Pappeinsatz in der Spielschachtel sicher unterbringen. Eine Erweiterung bestehend aus vier Stadtkarten und einer Planetenkarte ist enthalten.

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Die Regeln für den Dynastiespieler sind nicht optimal beschrieben beziehungsweise dargestellt. Die unterschiedlichen Optionen bei Schritt zwei können leicht durcheinander gebracht werden, welches insbesondere der Nummerierung und dem Seitenumbruch geschuldet ist.


Das Setting in LIBERATION erinnert stark an Star Wars, nur dass hier nicht das Imperium gegen die Rebellen, sondern die Dynastie gegen die Liberation kämpft. Dieses Thema und Setting passt gut zu den Spielmechaniken. Ein Spielspaß ist bei mir und meinen Mitspielenden aber nicht aufgekommen. Dies liegt an den Spielregeln, dem deutlichen Vorteil der Liberation, dem Glücksfaktor und der wesentlich schwieriger zu spielenden Dynastie. Die oben beschriebenen Probleme bei der Anleitung sorgten immer wieder zu Unterbrechungen durch Nachschauen und Fehlern in den ersten Partien. Es gibt zwar eine Spielhilfe, diese ist dabei jedoch ungenau. Beispielsweise wird bei Schritt 2 nicht erwähnt, dass nur eine von drei Möglichkeiten gewählt werden darf.

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Des Weiteren sind die Fähigkeiten der Liberation stärker als die der Dynastie und können diese teilweise bis komplett aus dem Spiel nehmen. Zudem ist die Dynastie schwerer zu spielen: es muss hier genau mitgezählt werden, welche Stadt schon abgelegt wurde und jede fehlende Information macht das Spiel schwieriger. Die Liberation ist weniger von fehlenden Informationen beeinträchtigt und macht teilweise sogar Spaß zu spielen. Wäre das Spiel von Taktik und Strategie bestimmt, wäre das vielleicht hinnehmbar, doch es gibt einen hohen Glücksfaktor. Dieser verschiebt das Ungleichgewicht weiter in Richtung Liberation. Es kann in Partien vorkommen, dass die Dynastie weiß ,wo sich die Liberation versteckt, aber auf Grund der Karten keine Möglichkeit für einen Angriff bekommt. Hilfe kann auch nicht die enthaltene Erweiterung bieten. Selbst mit dieser Erweiterung fühlt sich jedes Spiel sehr ähnlich und wenig abwechslungsreich an, auch wenn sich der Planetenaufbau von Spiel zu Spiel unterscheidet.

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Insgesamt macht das Spiel auf mich einen unausgereiften Eindruck mit einem starken Ungleichgewicht zwischen den Fraktionen. Dazu kommt der Glücksfaktor, so dass Frust fast vorprogrammiert ist. Dementsprechend rate ich von einem Kauf ab.

 

Wertung zum spiel

 

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Tags: Duell, Kennerspiel, 15 Minuten, Handmanagement, 2 Spieler, Kartenspiel

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