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TEST // MICROMACRO: CRIME CITY

TEST // MICROMACRO: CRIME CITY - Fazit Jan + Bilder

 

meine meinung überschrift jan

„Aha, ich hab´s verstanden“, dürfte wohl jede/jeder gedacht haben, nachdem die erste Karte dieses Spiels abgehandelt wurde, denn das Spielkonzept leuchtet einem sofort ein. Und nicht nur das, auch der Witz dieses Spiels ist von Minute 1 an präsent.


micro macro10
Immer wieder schweift der Blick über den örtlichen Giftladen, die Kirche und den Priester mit der interessanten Freizeitgestaltung oder unzählige andere Details, die einem immer wieder eine Micro-Freude bereiten. Jeder Quadratzentimeter ist voller Verbrechen. Es ist eine Art lustiges Chaos, durch das sich die Detektive ihren Weg bahnen müssen, um die kleinen Geschichten zu lösen, an dessen Ende als Belohnung immer eine witzige Pointe wartet.

Leider ist die Freude meist von kurzer Dauer, denn die leichten Fälle sind im Handumdrehen gelöst. Das humorige Ende täuscht einen immer ein wenig darüber, dass es oft zu schnell ging und es auch oft zu einfach war. Eine meiner Mitspielerinnen wollte erst einmal einen Einführungsfall spielen, bevor wir uns an einen großen Fall wagen wollten. Das Ganze war in fünf Minuten vorbei. Also haben wir einen Fall aus der Mitte gegriffen. Immer noch zu leicht. Dann haben wir die beiden Fälle mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt und fühlten uns immer noch unterfordert. Aber was dann? Nachdem die „schwierigen“ Fälle gelöst waren, lag da nur noch eine Box mit noch leichteren Fällen vor uns.

Die „Ermittlung“ gestaltet sich bei schwereren Fällen meist nicht schwieriger, sondern einfach länger. Auch wenn manchmal mehreren Karten auf einmal nachgegangen werden muss, können diese einfach nacheinander gelöst werden. Mit der Komplexität eines EXIT-Falls oder eines echten Krimispiels á la DETECTIVE ist dieses Spiel nicht vergleichbar. Aber das war wohl auch nicht die Absicht. Zwar gibt es am Ende der Anleitung eine „Profi-Variante“, die besagt, dass der gesamte Fall einfach ohne die Zwischenschritte durchgespielt werden kann, aber das klingt mir zu wenig durchdacht. Als würde mir jemand vorschlagen, einfach das Licht im Zimmer auszuschalten, um den Schwierigkeitsgrad zu erhöhen.

 

micromacro test 06

 

Das größte Problem dieses Spiels ist aber nicht der Komplexitätsgrad, sondern die Spieler_Innen. Meiner Meinung nach ist die perfekte Spieler_Innenanzahl 1,5. Eine Person, die das Spiel spielt und  aktiv die Stadtkarte absucht, und eine andere, die derweil passiv daneben sitzt und darauf wartet die Auflösung einer Fallkarte zu verlesen. Ansonsten sind sich zu viele Köpfe gegenseitig im Weg oder werfen einen großen Schatten über die Karte. Zwar wird in der Anleitung darauf hingewiesen, dass für genügend Beleuchtung gesorgt werden soll, aber ich möchte nicht jedes Mal ein paar Extralampen aufstellen, wenn ich so ein kurzweiliges Spiel spiele. Eine andere Möglichkeit wäre die Karte an die Wand zu hängen, was ich allerdings nicht probiert habe.

Dennoch ist das Spiel so reizvoll, dass ich noch mehr Fälle lösen würde. Eine neue Box, mit einer neuen Karte würde ich mir auch anschauen. Dafür war es dann doch immer lustig genug.

Empfehlen kann ich es allen, die schon begeisterte Fans von Event-Spielen, wie EXIT und Konsorten, oder kleineren Detektivspielen sind. Es ist eine nette Unterhaltung für Zwischendurch, die gar nicht an einem Abend durchgespielt werden muss. Vielmehr ist es gut, einen MICRO-MACRO-Fall im Repertoire zu haben. Die Gelegenheit kommt bestimmt.


micromacro 2 meinung wertung 

 

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Bilder vom Spiel

Tags: 15-45 Minuten, Detektiv, 1-4 Spieler, Kooperativ

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