TEST // POTION EXPLOSION

TEST // POTION EXPLOSION

Bumm! Glasscherben fliegen durch den Raum. Wieder ist Airbus Schrumpelohr beim Brauen der Tränke alles explodiert. Er wird immer verwirrter. Seitdem er vom „Filtrat des Lavabeschwörers“ auf das „Rauschmittel der spektralen Freude“ umgestiegen ist, gehts mit ihm durch. Sehr zur Freude seiner Studenten an der Horriblen Hochschule für Handfeste Hexerei. Denn seine Examensprüfung besteht nicht nur aus der Herstellung komplizierter Gebräue, sondern auch aus deren Verkostung. Nicht selten kommt es vor, dass die Studenten nach einigen Tränken nur noch bunte Murmeln sehen.

 

infos zum spiel

Bei dem hier vorgestellten Spiel handelt es sich um ein Exemplar aus meiner persönlichen Sammlung.
Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

Worum geht es in dem Spiel?

 

POTION EXPLOSION ist ein einfaches Ressourcenmanagement- und Set Collection-Spiel, in dem die Spieler Studenten spielen, die an einer recht ungewöhnlichen Hochschule lernen, Zaubertränke aus bunten Murmeln zu brauen. Kernstück des Geschehens ist dabei ein großer Murmelspender, aus dem sich die Spieler während der Partie bedienen, um Murmeln für die gewinnbringenden Tränke zu sammeln.

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Zu Beginn werden der Murmelspender befüllt, die Zauberkunstorden und die „Kleinen Hilfen“ ausgelegt und zufällig sechs von acht Tranksorten bestimmt, mit denen gespielt wird. Jeder Spieler erhält einen Arbeitstisch mit Platz für zwei Tränke und ein Retortfläschchen, welches als Lagerplatz dient. Aus den sechs Tranksorten werden die mit einem Stern markierten Starttränke herausgesucht und von den Spielern ausgewählt. Alles was übrig bleibt, wird mit den anderen Tränken vermischt und in fünf Stapel aufgeteilt. Nun hat jeder zwei leere Trankfläschchen vor sich und ist bereit, zu brauen.

Ziel des Spiels ist es, die meisten Punkte mit fertigen Tränken und Zauberkunstorden zu erreichen. Auf der Vorderseite jeder Flasche ist abgebildet, welche Murmeln für den Trank gebraucht werden. Einmal im Zug darf sich jeder Spieler aus dem Murmelspender bedienen und sich eine Murmel seiner Wahl herauspicken. Sollten danach gleichfarbige Murmeln aufeinander rollen, explodieren diese und gehen ebenfalls an den Spieler. Sollten danach wieder gleichfarbige Murmeln aufeinandertreffen, explodieren diese auch. Genau auf diese Kettenreaktionen sind die Spieler aus.

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Alle Murmeln die ergattert wurden werden nun auf die Tränke am Arbeitstisch verteilt. Übrige Murmeln kommen in das Retortfläschchen. Sollte ein Trank fertig sein, werden die Murmeln zurück in den Spender geschüttet. Drei fertige Tränke einer Sorte sowie fünf fertige Tränke verschiedener Sorten, bringen einen Zauberkunstorden ein. Ist der letzte Zauberkunstorden im Besitz eines Spielers, endet das Spiel.

Sobald die Spieler fertige Tränke haben, fängt der richtige Spaß erst an. Denn alles was gebraut wurde, kann auch getrunken werden. Jeder Trank löst dabei irgendeinen Sondereffekt aus, der das Retortfläschchen des Gegners plündert, für mehr Murmeln aus dem Spender sorgt, oder es einfacher macht, Murmeln auf den eigenen Tränken zu platzieren. Dies, kombiniert mit den „Kleinen Hilfen“, die jeder Spieler in seinem Zug benutzen kann, um im Austausch gegen zwei Minuspunkte eine Murmel aus dem Spender zu nehmen, sorgt für starke Kombos, die schnell das Spiel beenden können. Beim Trinken sollte niemand zaghaft sein, denn die Punkte für den Trank bleiben erhalten, auch wenn er leer ist. Prost!

 

Material

 

In der Schachtel befinden sich: 1 Murmelspender, 80 Murmeln, 64 Trankfläschchen, 4 Arbeitstische, 21 „Kleine Hilfe“-Marker, 1 Startspielermarker und die Anleitung. Der Murmelspender ist in der 2.EDITION aus Kunststoff. Er muss also nicht mehr zusammengebaut werden und hat hinten eine kleine Schublade, in der die Murmeln praktisch verstaut werden können. Der neue Murmelspender ist super.

Die Tränke sind in Form geschnitten und sehen dadurch natürlich toll aus. Mischen lassen sie sich allerdings eher schlecht.

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Das gesamte Material kann gut in dem Kunststoffinlay verstaut werden und nichts wackelt herum. Die Anleitung enthält viele grafische Beispiele und beschreibt alles ausführlich. Zwischen den Regeltexten meldet sich Airbus Schrumpelohr mit kleinen Tipps zu Wort.


Gleich nachdem der erste Trank fertig gestellt wurde, sollte jeder am Tisch das Spiel verstanden haben. Denn das Spielprinzip ist denkbar einfach. Was POTION EXPLOSION allerdings interessant, knifflig und witzig macht, ist die Einnahme der Tränke. „Elixier der Blinden Liebe“, „Trunk der Magnetischen Anziehungskraft“ und „Schluck des Bodensatzes“ haben dabei sogar Fähigkeiten, die thematisch passen und sich perfekt in den Humor des Spiels einfügen.

Der Murmelspender ist natürlich ein ordentlicher Hingucker, aber dabei auch super funktional. Die Murmeln in der Hand zu halten, während überlegt wird, welcher Trank jetzt der effektivere wäre, ist ein schönes Gefühl. Wir alle wissen, was Haptik in einem Spiel ausmacht und die in POTION EXPLOSION finde ich besonders gut. Ohne diese besonderen Materialien wäre es nur halb so witzig.

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Die acht verschiedenen Tranksorten hat jeder nach ein paar Partien drauf, da sie aber immer anders kombiniert werden, bleibt es abwechslungsreich. Zwar hebt sich die Komplexität nie über die eines Familienspiels, aber durch die vielen Kombinationsmöglichkeiten bleibt es auch für Vielspieler interessant. Besonders die immer zur Verfügung stehenden „Kleinen Hilfen“ geben oft den kleinen Schubs, den es braucht, um gleich beide Tränke fertig zu brauen und in der nächsten Runde mit mehr Möglichkeiten dazustehen. Dass die „Kleinen Hilfen“ Minuspunkte einbringen, fügt dem Spiel eine interessante strategische Entscheidung hinzu.

In jeder Runde sollte ein Spieler mindestens eine Explosion auslösen. Das ist eigentlich immer schaffbar und sorgt für stetigen Fortschritt. Es fühlt sich nie so an, als würde ein Spieler leer ausgehen, auch wenn andere mehr Murmeln abstauben. Dadurch bleibt das Spielgefühl immer positiv.

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Das einzig störende an dem Spiel ist der Aufbau. Zwar wurde der Murmelspender optimiert, aber diese unpraktischen Trankfläschchen zu mischen, finde ich nervig. Ansonsten funktionieren sie aber super. Die dicke Pappe sorgt dafür, dass die Murmeln dort bleiben, wo sie sollen. Falls doch einmal eine unters Regal verschwinden sollte, gibt es ein paar Ersatzmurmeln in der Schachtel.

vWer einfache Familienspiele sucht oder einen Absacker/Opener braucht, der ist mit POTION EXPLOSION richtig beraten. Gerade Spieler, die auf AZUL, QWIRKLE, NOVA LUNA und ähnliche abstrakte Spiele stehen, sollten sich POTION EXPLOSION einmal ansehen.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

Tags: Ressourcenmanagement, 30-45 Minuten, Set sammeln, 2-4 Spieler

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