TEST // THE ISLE OF CATS

TEST // THE ISLE OF CATS - Fazit + Wertung von Deniz

THE ISLE OF CATS ist etwas Besonderes. Das Artdesign, das Spielmaterial und die Spielmechaniken haben mich sehr schnell für sich eingenommen, sodass meine Spielergruppe und ich einen ganzen Tag mit diesem Spiel und seinen Variationen verbracht haben. Die Geschichte des Spiels (ein großer Kriegsherr kommt, der die ganze Welt zerstören will, und wir müssen deswegen jetzt unbedingt die Katzen von dieser Insel retten) ist zwar etwas gewöhnungsbedürftig, fügt sich aber dennoch in die Welt ein, die ISLE OF CATS erschaffen hat.

Der Rand der Spielschachtel bietet kleine Geschichten über jede der 6 Katzenarten der Insel und die verschollene Inselzivilisation, die in der Geschichte erwähnt wird, an. Natürlich hätte der Autor auch einen Vulkan als Bedrohung der Insel nehmen können, aber der Drang zur Fantasythematik war wohl zu groß. Spieler mit einer Abneigung zu Fantasythemen könnte dies abschrecken und sie sollten sich vor einem Kauf genauer mit dem Artwork beschäftigen, bevor sie eine Entscheidung treffen.

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Das Spiel nimmt sich aber auch nicht zu ernst und möchte kein großes Fantasyepos sein, was besonders am Deckel der Spielschachtel zu erkennen ist. Dort wird der Spieler nämlich darauf hingewiesen, dass es essenziell wichtig ist, dort beim Spielaufbau seine eigene Katze zu platzieren, damit sie euren Taten beiwohnen kann, was natürlich mit einem großen Augenzwinkern versehen ist.

Besonders durch das Design der Katzenrassen und des gesamten Artworks wurde die Thematik des Spiels meiner Meinung nach gut eingefangen und verständlich umgesetzt. Das Spielmaterial ist außerhalb jeglicher Kritik. Alles wirkt sehr hochwertig und durchdacht. Die gewählten Formen der Katzen bieten eine sehr gute Abwechslung und gerade so viel Herausforderung, dass die Spieler sich schon anstrengen müssen, da die meisten Formen meistens nicht so ganz zusammenpassen, um einen Raum perfekt zu füllen.

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Zusätzlich zu dem bereits erwähnten Spielmaterial enthält die Grundbox auch Farbrefferenzkarten, die insbesondere farbenblinden Spielern die Unterschiede der verschiedenen Katzen erläutern, damit auch sie problemlos spielen können! Besonders bei unserer Spielgruppe war dies bisher ein häufiges Problem und es freut uns sehr, dass diese oft übersehene Spielergruppe hier Beachtung gefunden hat!

Der durch die Karten enthaltene Glücksfaktor ist trotz der schönen Umsetzung der verschiedenen Mechaniken sehr spielbestimmend. Ein Spieler kann in zwei Runden zufälligerweise 2 von den 6 begehrten Oshax-Karten erhalten haben, wobei er zusätzlich noch die perfekte Kombination an Missionskarten besitzt, während sein Gegenspieler zum dritten Mal Pech mit seinen Karten hatte und kaum etwas nützliches erhalten hat. Zwar können die Spieler dem teilweise etwas entgegenhalten, final kann das Glück aber der ausschlaggebende Punkt über Sieg und Niederlage sein.

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Abschließend bleibt nun zu sagen, dass THE ISLE OF CATS für verschiedene Spielergruppen geeignet ist. Die Mechaniken sind einfach, wobei das Spiel einen großen Tiefgang aufweist. Besonders Katzenfans werden sich durch das Artdesign schnell verlieben (oder bereits verliebt haben) und auch wegen der verschiedenen Spielvarianten schnell Spaß an dem Spiel haben. Auch Solospieler kommen durch den variationsreichen Solo-Modus voll auf ihre Kosten.

Reitet das Spiel am Ende aber doch nur auf Katzentrendwelle mit? Nun, ein wenig schon, da die Thematik wohl auch mit Koalas, Schildkröten oder allen anderen Lebewesen funktioniert hätte, jedoch ist die Thematik hier so effektiv mit der Spielmechanik verbunden, dass man es ihr nachsehen kann, auch weil das Spiel nicht nur mit seiner Katzen-Thema punkten möchte. THE ISLE OF CATS ist kein perfektes Spiel, aber meinen Stempel der Empfehlung bekommt es auf jeden Fall!

 

Wertung zum spiel

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Tags: TSD20, Ressoucenmanagement, Auslegen, Set sammeln, 60-90 Minuten, 1-4 Spieler

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