TEST // COLOMA

TEST // COLOMA

COLOMA ist ein gutes Beispiel für den Trend hin zu einer hochwertigen Spielpräsentation. Die hochwertigen, detaillierten Holzfiguren, die optische Präsentation und vor allem die auf zwei Ebenen drehbare, magnetische Drehscheibe haben uns bereits beim Auspacken sofort fasziniert und wir wollten sofort loslegen und in die Welt von COLOMA eintauchen.

Glücklicherweise haben die Entwickler alle Anstrengungen unternommen, den Einstieg in dieses Kennerspiel möglichst leicht zu gestalten, dank Spielhilfen und separater Übersicht der Effekte des Spielmaterials. Schnell finden wir uns versunken in die Zeit der Goldgräber wieder, damit beschäftigt, unser Vermögen zu mehren.

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Doch wie stellen wir das am besten an? Schnell stellen wir fest, dass es gar nicht so einfach ist, erfolgreich zu sein. Ständig fehlen uns irgendwelche Ressourcen. Und welche Strategie passt am besten zur aktuellen Spielsituation? COLOMA bietet hier etliche Möglichkeiten. Beispielsweise können die Spieler sich neben den offensichtlichen Optionen, wie dem Bau von Gebäuden, auch für eher ungewöhnliche Strategien entscheiden, wie z. B. sich generell nicht an den Shoot Outs zu beteiligen, sich dafür aber die Brücke zu sichern, die Punkte für jeden zur Strafe Bestatteten bringt. Oder auch die Möglichkeit, Siegpunkte für jede nicht mehr nachziehbare Gebäudekarte aus dem eigenen Stapel zu erhalten, wenn dieser bereits leer ist. Hierdurch ergibt sich eine herausfordernde Spieltiefe. Am Ende wird meist eine gute Balance zwischen ein paar wenigen Strategien erfolgreich sein, im besten Fall durch passende Brücken verstärkt, welche Siegpunkt für verschiedene Spielaspekte geben, wie z.B. Pferde im Besitz, Karten auf der Hand, bestattete Revolverhelden, etc.

COLOMA bietet bei jeder Anzahl von Spielern einen flüssigen Spielablauf ohne größere Wartezeiten, da alle Spieler meist parallel spielen können. Dies resultiert in einer angenehmen Spielzeit von etwa 50 Minuten bei zwei und etwa 80 Minuten bei sechs Spielern.

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Besonders spannend und zentrales Element des Spiels ist die geheime Wahl des Standorts. Natürlich möchte jeder möglichst von der Aufschwung-Aktion profitieren, daher gilt es, genau zu beobachten, was denn die Mitspieler wohl wählen werden und selbst möglichst wenig vorhersagbar zu agieren. Hier hat uns sehr gut der Zwei-Spieler-Modus mit den Eseln gefallen, da sehr taktisch geplant werden kann, wie wir möglichst mit unserem Esel den Aufschwung beim Gegner verhindern.

Der Solo-Modus hat uns nicht so zugesagt und hat aus unserer Sicht seine Daseinsberechtigung eher zum Regelstudium. Zu einfach können wir dem imaginären zweiten Spieler aus dem Weg gehen, wodurch die Spannung bei der Wahl des Standortes verloren geht.

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Ansonsten haben die Entwickler bei COLOMA auf ganzer Linie sehr gute Arbeit geleistet. Sicherlich wurde viel Zeit in die Qualitätssicherung investiert, was sich in einer sehr guten Spielbalance, den wunderbar ineinander greifenden Mechanismen, den intuitiven Regeln und der strategischen Tiefe bemerkbar macht. Das Ganze gepaart mit tollem Spielmaterial und überschaubarer Spielzeit, so dass einer weiteren Runde nichts im Wege steht. COLOMA hat bereits einen festen Platz in unserer Spiele-Sammlung gefunden und wir geben eine klare Empfehlung ab.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

Tags: Ressource Management, Engine Builder, Worker Placement, Eurogame

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