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Angespielt: Lords of Hellas – Kurzurlaub im alten Griechenland

Geschrieben von Daniel Krause.

Angespielt: Lords of Hellas – Kurzurlaub im alten Griechenland

Die Neuheit „Lords of Hellas“ ist gerade erst auf dem Markt und schon auf unserem Spieltisch. Wir haben uns in den Kurzurlaub nach Griechenland gewagt und haben dabei einige sehr alte Gestalten getroffen. Was uns da genau geschehen ist, können Sie hier lesen…

Darum geht es

Mit dem Untergang des Mykenischen Reiches brach die uralte Macht und die Kultur des antiken Griechenlands zusammen und Hellas versank in Chaos und Verderben. Diese Epoche würde in keiner Chronik festgehalten werden. Inmitten der Zerstörung beanspruchten eine Handvoll Auserwählte die Herrschaft für sich und stellten Recht und Ordnung wieder her. Die Geschichte würde sich ihrer als Helden erinnern, doch die Verlockung der Macht schürte ihren Ehrgeiz. Zwischen den Auserwählten entbrannte ein Krieg und der Sieger würde als alleiniger Herrscher übrigbleiben.

Angespielt: Lords of Hellas – Kurzurlaub im alten Griechenland

Der Krieg hat mysteriöse Wesen angelockt … Wesen, deren Technologie weit fort geschritten war. Sie boten den Helden ihre Unterstützung an und statteten sie mit hochentwickelten Waffen von grausamer Macht aus. Schon bald verehrten die Griechen sie als Götter. Schaffst du es, in diesem feindlichen und von Monstern überrannten Land zu überleben? Bist du bereit, zu kämpfen und zum Herrscher von Hellas zu werden?

Spielvorbereitung

Als erstes wird der Spielplan ausgelegt und die Monumente platziert. Die Karten werden gemischt und Stapel gebildet. Die Artefaktkarten werden, genau wie die Segenskarten vorbereitet. Es wird nun noch ein Tempel ausgelegt und die darauf Tempel und das Orakle von Delphi platziert. Nun nur noch die übrigen Materialien wie Marker, Plättchen, Würfel und Bögen neben dem Spielfeld bereitlegen. Als letzte werden die Startereignisse vorbereitet und das Spiel kann beginnen

So funktioniert das Spiel

Das Spiel unterscheidet zwischen einfacher und besonderer Aktion. Die einfachen Aktionen sind Artefakte aktivieren (Sonderfunktionen nutzen), Priester aussenden (Jeder Priester entwickelt den eigenen Helden weiter), Helden oder Hopliten bewegen. Die Spieler dürfen diese Aktion jeweils einmal pro Zug ausführen. Helden dürfen auch Abenteuer bestreiten.

Die besonderen Aktionen sind Rekrutieren (Truppen ausheben), Marschbefehl (Truppen bewegen), Tempel errichten, Vorbereiten (2x Aktionen wie: Kampfkarten ziehen, Heilen, oder Hopliten platzieren), Machtübernahme (Wenn ein Spieler ein Machtplättchen hat, kann er neue Regionen ohne weiteres für sich beanspruchen), Jagd (Monster verletzen und/oder töten) oder Monument errichten (das erhöht die Boni für Priester). Davon darf nur jeweils eine ausgeführt werden.

Angespielt: Lords of Hellas – Kurzurlaub im alten Griechenland

Wen ein Spieler die Aktion „Monument errichten“ auswählt beendet de aktuelle Runde. Er darf die auf dem Spielfeld befindlichen Monster, mit Hilfe eines beeinflussen.

Spielende

Das Spiel kann auf vier Wege beendet werden. Ein Spieler muss zwei Regionen kontrollieren, ein Spieler kontrolliert 5 Gebiete mit Tempeln, Ein Spieler hat 3 Monster bezwungen oder ein Monument wurde fertig gestellt und nach drei Runden ist der Besitzer dieses Gebietes Sieger des Spiels.

Fazit

Zwei Partien sind gespielt und der Funke brennt hell. Es ist eine tolle Spielwelt, die Awaken Realms auf den Tisch zaubert. Der Autor Adam Kwapinski hat hier – so der erste Eindruck – tolle Arbeit geleistet. Einmal wurde es zu zweit und einmal zu viert gespielt. Die ersten Runden dauern etwas länger, weil man sich erst einmal an die neuen Regeln gewöhnen muss. Das ist jedoch der normale Weg und gehört zu jedem Spiel dazu.

Schnell wird klar, welche Optionen die Spieler haben und welche Wege zum Sieg führen können, wenn ein Mitspieler nicht die gute Planung sabotiert. So ist es passiert, dass ein Spieler nur auf Kampf setzte und dann verlor, weil ein Mitspieler „still und heimlich“ fünf Tempel kontrollierte. Das sind Lerneffekte, die in den nächsten Partien nicht mehr so einfach funktionieren wird.

Angespielt: Lords of Hellas – Kurzurlaub im alten Griechenland

Das macht den Reiz des Spiels aus. Es gibt viele Wege dieses Spiel zu gewinnen. Das gibt „Lords of Hellas“ viele Ebenen und motiviert es wieder zu spielen. Taktisch, haben die Spieler viele Optionen, werden jedoch auch stark für Fehler bestraft.

Das Spiel ist optisch und vom Material her ein Volltreffer. Die Dynamik, die die Miniaturen ausstrahlen ist bemerkenswert und diese detailtreue hilft die Spieler in das Spiel zu ziehen. Berichte über fehlerhafte Spiele können wir nicht bestätigen. Die Figuren sind einwandfrei und nur eine der Monumente wurde fälschlicherweise zum Beginn für fehlerhaft gehalten.

Wer es mag taktisch Gebiete einzuverleiben und vielleicht noch einen Faible für hochwertiges Spielmaterial hat, der muss sich „Lords of Hellas“ anschauen. Das Spiel macht einen richtig guten ersten Eindruck und offenbarte in den ersten Partien noch keine Schwächen. Ein tolles Spiel, dass mich ein wenig an Runewars erinnert, nur deutlich schneller gespielt ist, ohne an Qualität zu verlieren.

Bilder zum Spiel

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