
Test | Kyū
In einem alten japanischen Dorf, umgeben von Kirschbäumen, deren Blüten sich sanft im Wind wiegten, lebte der Samurai Hiroshi. Er war der treueste Diener des Shoguns, doch heimlich liebte er die Geisha Akiko, die seine Zuneigung erwiderte. Der Ronin Ryu hatte einst für den Shogun gekämpft, aber durch eine Intrige seine Ehre verloren. Um sie wiederherzustellen, befahl ihm der Shogun, Hiroshi zum Duell herauszufordern, um seine Macht zu festigen. Doch als Ryu und Hiroshi aufeinandertrafen, erkannten sie, dass sie nur Schachfiguren des Shoguns sind. Gemeinsam mit Akiko schmiedeten sie einen Plan. Wie dieser aussehen könnte, schauen wir uns jetzt genauer an.
Das Spiel wurde uns kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf die Bewertung hat dies keinen Einfluss!
Ein guter oder ein schlechter Plan?
"Kyū" ist ein taktisches Kartenspiel. Auf der Hand werden Karten mit den Werten eins bis neun in den Farben rot und schwarz gesammelt. Jeder Adlige verlangt andere Karten, um seine Gunst zu gewinnen. So gewinnt man zum Beispiel den Samurai mit hohen Werten, der Ronin verlangt niedrige Zahlen. Ziel des Spiels ist es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Jeder Adlige, der sich anschließt, erhöht den Punktestand und damit die Siegchancen.
Die Spielschachtel enthält 90 Karten - je zur Hälfte rote und schwarze Zahlenkarten, fünf Übersichts- und Adelskarten, eine Drachenkarte, 22 Drachenmarker und eine Spielanleitung.
Jede Person am Tisch zieht zufällig acht Handkarten. Vier Karten werden offen in die Tischmitte gelegt. Es wird reihum im Uhrzeigersinn gespielt.
Wer an der Reihe ist, darf eine Karte aus der offenen Auslage oder vom Nachziehstapel ziehen. Danach muss eine Karte wieder abgelegt werden.
Außerdem kann eine Herausforderung ausgesprochen werden. Um die Gunst des Samurai zu gewinnen, sind hohe Karten nötig. Beispielsweise starten wir eine Herausforderung und legen vier Handkarten mit einer Summe von 33 Punkten offen aus. Die Person links kann nun ebenfalls Karten tauschen und die Herausforderung annehmen oder passen. Sie nimmt die Herausforderung an und legt auch vier Karten mit einer Summe von 21 aus. Die dritte Person in dieser Runde passt und erhält dafür die Drachenkarte und einen Drachenmarker. Mit der Drachenkarte darf sie die nächste Runde beginnen. Außerdem erhöht sich das Handkartenlimit pro Drachenmarker um eine Karte. Wir sind wieder am Zug und müssen uns entscheiden, ob wir weiter an der Herausforderung teilnehmen möchten, indem wir vier weitere Karten ausspielen, oder ob wir uns zurückziehen. Wir spielen unsere übrigen Handkarten aus. Der linke Mitspielende zieht sich aus der Herausforderung zurück. Wir gewinnen den Samurai und die Person mit der Drachenkarte macht weiter.
Einen gewonnenen Adligen besitzt man aber nicht für immer. Die Mitspielenden können ihn erneut herausfordern.
Das Spiel endet sofort, wenn sich kein Adliger mehr in der Tischmitte befindet. Es folgt die Punktevergabe für die Adligen. Der Shogun ist zwei schwarze Punkte wert und macht seinen Besitzer oder seine Besitzerin bei Gleichstand zum Sieger bzw. zur Siegerin. Die Geisha ist einen schwarzen Punkt wert und verdoppelt rote Punkte. Daimyo, Samurai und Ronin sind jeweils zwei rote Punkte wert. Gelingt es jemandem, drei Adlige für sich zu gewinnen, so gewinnt er "Kyū" sofort - ohne Endwertung.
Tags: 2-5 Personen, push your luck, Familienspiel