Test | Imperium Legends

Test | Imperium Legends

Die Vergangenheit zog die Menschheit schon immer in ihren Bann. Die Faszination untergegangener Zivilisationen und die Mysterien ihrer Kulturen, die vielleicht nie an das Tageslicht gelangen werden. All das war schon der Zündstoff für viele Bereiche der Popkultur, jedoch scheint es nicht an Zugkraft zu verlieren. „Imperium Legends“ geht hier einen Schritt weiter und lässt Spielgruppen die Kontrolle über mythische oder legendäre Zivilisationen übernehmen und ihr Epos bei eigenem Leib durchleben. Aber wie lässt sich das Gefühl der Geschichte einer ganzen Zivilisation in den begrenzten Rahmen eines Kartenspiels pressen?

 

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Wir haben "Imperium Legends" selbst gekauft. Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

 

 

Darum geht es im Spiel!

In „Imperium Legends“ übernehmen Spielgruppen die Rolle von vergangenen Zivilisationen, die zu einem großen Teil den großen Mythen und Legenden der Geschichte entspringen. Während des Spiels durchlaufen die Zivilisationen eine Entwicklung vom barbarischen Dorf bis hin zum ausgebauten Weltreich, während sie sich in stetiger Konkurrenz zu ihren Nachbarreichen befinden. Der Kernmechanismus ist eine Mischung zwischen Drafting und Deckbuilding. Personen können Karten aus einer zentralen Auslage ihrem Kartenstapel hinzufügen, wobei sie dabei eine Balance zwischen Karten, die sie voranbringen und Karten, die sie behindern, erreichen müssen. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Mechaniken, die Karten aus dem eigenen Kartenstapel permanent oder temporär entfernen, damit gewisse Karteneffekte ausgelöst werden können oder andere Karten häufiger gezogen werden.

 

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Anders als bei anderen Deckbuilding-Spielen ist es das Ziel der Spielgruppe ihre eigenen Kartenstapel so oft wie möglich zu durchlaufen. Umso öfter ihnen das gelingt, desto mehr Karten ihres eigenen Entwicklungsstapels werden dem Hauptkartenstapel hinzugefügt. Diese Karten stellen wichtige Momente in der Geschichte der eigenen Zivilisation dar und bestimmen den Übergang, ab welchem eine Zivilisation zur Großmacht wird. Ist dieser spezielle Kartenstapel nämlich aufgebraucht wird eine Zivilisation zur Großmacht und erhält ab diesem Zeitpunkt den Zugriff auf neue Kartenarten, verliert zeitgleich aber Zugriff auf andere Karten, die sich bereits im eigenen Kartenstapel befinden (insgesamt gibt es zwei dieser Stapel. Einen für die Zeit vor und einen für die Zeit nach dem Aufstieg zur Großmacht).

Personen müssen aber immer genau aufpassen, was sie mit ihrem Zug anstellen. Kaufen sie unüberlegt Karten der Auslage oder sind sie zu gierig, steigt die Unruhe im eigenen Reich, was anhand von „Revolte“-Karten angezeigt wird (diese Karten erhalten Personen zum Beispiel beim schnellen Kauf von Karten der zentralen Auslage und bringen am Ende des Spiels Minuspunkte).

Zusätzlich hilft die Planung bei der effektiven Nutzung des eigenen Spielzuges. So kann der Entwicklungsstapel nur einmal pro Zug aktiviert werden (ist der Kartenstapel also zwei Mal in einem Zug aufgebraucht sind das verschwendete Ressourcen) und auch die richtige Reihenfolge der auszuspielenden Karten ist von großer Bedeutung, da jeder Spielzug einen großen Einfluss auf den Verlauf des Spiels haben kann.

 

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Das übergeordnete Ende des Spiels tritt ein, wenn eine von etlichen unterschiedlichen Siegkonditionen erreicht wurde. Die Hauptkonditionen sind, dass eine Person den eigenen Entwicklungsstapel vollständig entwickelt hat, keine Karten mehr im Hauptkartenstapel des Marktes sind, sobald die letzte Karte des speziellen Schicksalskartenstapels entwickelt wurde oder wenn es keine „Revolte“-Karten mehr zu verteilen gibt. Tritt eine dieser Konditionen ein, kann jede andere Person noch einen Spielzug ausführen, bis das Spiel endet. Nur bei der letzten Kondition, der „Revolte“, endet das Spiel sofort und eine spezielle Auszählung beginnt, bei der alle anderen Siegfaktoren ignoriert werden und nur noch die eigenen „Revolte“-Karten gezählt werden. Hier gewinnt nun die Person mit den wenigsten „Revolte“-Karten im Kartenstapel, während die anderen Reiche vom Widerstand und der Wut des eigenen Volkes niedergebrannt werden.

Ein sehr großer Faktor bei „Imperium Legends“ sind die einzelnen Völker. „Imperium Legends“ setzt in seinen Völkern auf eine sehr tiefgreifende Asymmetrie. Jedes Volk fühlt sich einzigartig an, was unter anderem daran liegt, dass es zu fast jedem Volk eigene Sonderregeln, Siegbedingungen und Änderungen der Grundregeln gibt, die zu beachten sind. Der Wiederspielwert soll damit insbesondere im Solo-Modus hochgehalten werden. Zusätzlich besitzt der Solo-Modus einen Kampagnenmodus, bei dem Personen mit einer ausgewählten Fraktion alle anderen Fraktionen der Reihe nach besiegen müssen, um zum einen wahren Großreich ausgerufen zu werden.

 

 

Tags: 1-4 Personen, Drafting, Deckbau, Zivilisation

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