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Test | Doodle Dungeon - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

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Bei DOODLE DUNGEON darf wieder einmal gezeichnet werden. Nur wird hier weder gewürfelt noch werden Karten umgedreht, um zu bestimmen was gezeichnet wird, sondern es wird gedraftet. Dementsprechend entwickelt sich jeder Dungeon von Beginn an anders und kann unterschiedlich aufgebaut werden. Jede Person kann dabei den Schwerpunkt auf ein anderes Element setzen, wodurch verschiedene Strategien verfolgt werden können. Eines haben sie dabei gemeinsam, nämlich, dass die Aufwertungen nicht vernachlässigt werden sollten. Die Kombinationsmöglichkeiten und das taktische Vorgehen werden dabei erst im Laufe der ersten Partie deutlich. Somit haben erfahrene Personen gegenüber Neulingen im Spiel einen deutlichen Vorteil.

 

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Dieser Vorteil kann durch die Interaktion zwischen den Personen mit Hilfe von roten Karten etwas reduziert werden. Mehr als zwei Karten dürfen zwar nicht gleichzeitig an einem Dungeon liegen, dennoch können diese für Ärger und Frust sorgen, insbesondere wenn Karten vermehrt gegen eine bestimmte Person ausgespielt werden. Diese Mechanik passt gut zu dem Spiel und Thema. Das Thema zieht sich dabei wie ein roter Faden durch das Spiel. Mit den Regeln angefangen und den unterhaltenen Sprechblasen über die Illustration (auch wenn diese wenig detailliert sind) und die Spielmechanik fügt sich alles nahtlos zusammen. Die Ausstattung lässt zudem keine Wünsche offen. So sind neben den für das Spiel unabdingbaren Gegenständen ebenfalls ein Anspitzer, Radiergummi und Zeichenschablonen für die Fallen, die Wände und die Monster enthalten.

Auf den ersten Blick mag das alles sehr gut klingen. Dennoch ist der Fokus des Spiels unklar. Das Spiel wird von Pegasus als „Fun“ eingestuft, was zumindest bei dem Lesen der Regeln deutlich wird. Die Regeln sind dabei einfach und verständlich geschrieben, dennoch sind diese zu lang, um direkt losspielen zu können. Dazu kommen die Fähigkeiten der Karten, bei denen gelegentlich im DungeonBauGesetz die genaue Funktionsweise nachgeschaut werden muss. Die Bauweise des Dungeons und die Wahl der Karten bieten taktischen und strategischen Tiefgang. Dieser rückt jedoch in der dritten Phase wieder in den Hintergrund, wenn es auf Würfelglück und die (Miss-)Gunst der mitspielenden Personen ankommt.

 

Die erste Phase macht mir dabei am meisten Spaß. Sich ein Konzept zu überlegen, den eigenen Dungeon zu entwickeln und zu sehen, wie die anderen Dungeons gezeichnet werden, bereitet Freude. Zudem kann in dieser Phase fast simultan gespielt werden. Während eine Person eine Karte wählt, können die vorherigen Personen bereits mit dem Einzeichnen beginnen und die nachfolgenden Personen durch die offene Auslage über die Kartenmöglichkeiten nachdenken. Überschüssige Zeit kann mit dem Verschönern der eigenen Monster, Mauern und Fallen überbrückt werden. Phase 2 ist schnell vorbei und hat kaum Einfluss auf das Spielerlebnis. Das Problem wird dann in Phase 3 deutlich. Neben dem schon erwähnten Würfelglück kann es hier zu deutlich spürbaren Wartezeiten kommen. Selbst bei schnell gespielten Zügen summiert sich die Wartezeit durch die vielen Runden bis der Dungeon abgeschlossen ist. Das Spiel wird mit 45-60 Minuten angegeben, jedoch hatten wir eine Partie zu viert, die fast zwei Stunden gedauert hat. Dies empfinde ich für diese Art des Spiels deutlich zu lang und für mich dürfte die Dauer maximal 45 Minuten, eher 30, betragen. Bei der langen Partie hatte ich auch Person am Tisch, die davon nicht abgeschreckt wurden und sich das Spiel besorgen wollen.

 

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Insgesamt ist DOODLE DUNGEON ein „Draft&Write“ Spiel mit einem gut umgesetzten Thema, welches durchaus Freude bereiten kann. Ob dies der Fall ist, hängt davon ab, für wie störend Wartezeiten und hohes Würfelglück empfunden werden. Dementsprechend lässt sich nur eine eingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen.

 

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Tags: 2-4 Personen, Drafting, 45-60 Minuten

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