TEST // CRIME STORIES

TEST // CRIME STORIES

Gute CRIME STORIES brauchen neben Täter und Opfer auch eine zum Motiv passende Todesursache und einen Tatort, der glaubwürdig erscheint. Nutzt alle Story-Elemente, erfindet für eure Mitspieler den perfekten Mord und lasst sie anhand eines griffigen Titels den Ereignissen auf die Spur kommen, bis das komplette Geschehen rekonstruiert wurde.

KOSMOS war so freundlich, uns ein Exemplar von CRIME STORIES kostenlos für ein Review zur Verfügung zu stellen. Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung.

Das perfekte Verbrechen

CRIME STORIES basiert auf dem ungarischen Spiel CRIME WRITERS von Bori Mészáros und Ádám Vágó aus dem Jahre 2017. Das Autorenduo war auch an der deutschen Umsetzung beteiligt und erhielt durch den deutschen Krimiautor Veit Etzold, bekannt durch seine Clara-Vidalis-Thriller, tatkräftige Unterstützung. Während das Grundkonzept des Spiels von den Spieleautoren adaptiert wurde, lieferte der Krimischriftsteller Beispielfälle, die vor allem beim Einstieg in das Spiels und bei weniger kreativen Storyschreibern unterstützen sollen.

Jeder Spieler hat die Aufgabe, eine Geschichte zu erzählen, in der von den 5 Story-Elementen TÄTER, OPFER, MOTIV, TATORT und TODESURSACHE jeweils 3 durch Story-Elemente-Karten vorgegeben werden. Dazu zieht jeder Spieler 3 Karten nach Wunsch, die jeweils einer der 3 Kategorien angehören. Die anderen beiden Story-Elemente dürfen frei erfunden werden. Danach schreibt jeder seine Geschichte auf und vergibt einen Titel, der einen Hinweis auf die Richtung gibt, in die sich die Story bewegt.

Ziel der Mitspieler ist es, nacheinander die 5 Story-Elemente durch Ja-/Nein-Fragen zu erraten und anschließend die Geschichte erzählen zu können, die der Storyschreiber sich ausgedacht hat. Jedes Story-Element, das erfolgreich erraten wurde, muss vom Story-Schreiber direkt als erraten benannt werden. Sind alle 5 Elemente erfolgreich ermittelt, geht es daran, die Geschichte in der Form zu erzählen, wie der Schreiber sie aufgeschrieben hat. Ist das geglückt, geht es weiter mit der nächsten Geschichte und dies solange, bis alle Fälle gelöst wurden.

Wer keine Lust hat, sich eigene Geschichten auszudenken, kann auch eine der 24 beiliegenden Story-Karten wählen, anstelle der 3 Story-Elemente-Karten. Dadurch wird eine von Veit Etzold geschriebene Kurz-Geschichte gespielt. Auf jeder Story-Karte werden alle 5 Elemente – TÄTER, OPFER, MOTIV, TATORT und TODESURSACHE – farblich hervorgehoben dargestellt. Abgesehen von der Tatsache, dass die Geschichte nicht auf dem eigenen Mist gewachsen ist, ändert sich am Spielverlauf nichts. Für die erste Partie wird empfohlen, mit den Story-Karten zu spielen.

Kartenlastige Spielelemente

Das Spielmaterial besteht aus 86 Karten mit Story-Elementen und 24 Story-Karten. Die Karten machen einen robusten Eindruck und dürften für einen dauerhaften Gebrauch mehr als ausreichend sein.

Die Anleitung ist sehr ausführlich. Für meinen Geschmack teils sogar etwas zu ausführlich. Was problemlos auf 2-4 Seiten hätte erklärt werden können, wird hier auf 8 Seiten gestreckt. Auf weiteren 6 Seiten erzählt Autor Veit Etzold, wie eine gute Krimigeschichte aufgebaut sein kann und worauf beim Schreiben der eigenen Geschichte geachtet werden sollte.

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