
Kinderspieltest | Inseln aus 1001 Nacht - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel
„Inseln aus 1001 Nacht“ vereint sehr viele Dinge in sich, die aus meiner Sicht ein sehr gutes Kinderspiel ausmachen.
Beginnen möchte ich mit der ausgesprochen schönen Bilderbuch-Illustration, welche sich durch alle Materialien zieht. Die dominierenden Sandfarben der Inselplättchen stören hierbei nicht. Neben ihrem thematischen Bezug erleichtern sie die Schlusswertung durch den klaren Kontrast zu den Tieren, Dingen und Personen auf den Inseln. Auch jüngere Kinder können ohne Probleme alle relevanten Symbole finden und zählen.
Auch die Traumplättchen und Charaktertafeln sind toll illustriert und sehr einfach zu verstehen.
Das Spiel verfügt über eine sehr gut strukturierte Anleitung, welche für mich in wenigen Punkten etwas genauer hätte sein können.
Leider ließ sich das Spielmaterial bei uns nicht problemlos aus den Bögen trennen. Die abstehenden Reste an den Plättchen empfanden wir während des Spiels als etwas störend.
Der Rest des Spiels hat mich durchweg überzeugt. Die Auswahlphase ohne vorherbestimmte Reihenfolge bietet den Kindern eine erfrischend neue Spielerfahrung. Wer als letztes Kind ziehen darf, hat in der nächsten Runde einen großen Vorteil. Dieser Ausgleich funktioniert sehr gut und wird von den Kindern als sehr gerecht empfunden. Zudem könnte jedes Kind als nächstes an der Reihe sein und bleibt somit gedanklich immer im Spiel.
Mit den Traumplättchen kommen gleich zwei tolle Aspekte ins Spiel. Zum einen werden die individuellen Ziele zum Faktor innerhalb der Auswahlphase. Oftmals spielt nun auch das etwaige Interesse eines anderen Kindes eine Rolle beim Ziehen.
Zum anderen ergibt sich aus der Frage, wann ich meine Insel mit Traumplättchen ausstatte, eine interessante strategische Entscheidung für Kinder.
Durch die grundsätzliche Wertung von Palmen auf der eigenen Insel gehen die Kinder nur selten das Risiko ein, ein Plättchen komplett ohne Nutzen anzulegen.
Besonders spannend wurde es, wenn ein Kind ein bestimmtes Traumplättchen zweimal anlegen konnte. Dies verdoppelt die Punkte eines einzigen Symbols, besetzt aber den Platz eines weiteren.
Auch die Tatsache, dass nur die Inseln mit den meisten Räubern die entsprechenden Minuspunkte abziehen muss, sorgte für Spannung bis in die letzten Runden.
Hinzu kommen die Flaschengeister und ihr Einfluss durch erzwungenes Umdrehen einzelnen Inselplättchen.
Der beigelegte Wertungsblock bietet eine übersichtliche und kindgerechte Möglichkeit, die erreichten Punkte zu berechnen.
Mit „Inseln aus 1001 Nacht“ werden Kinder und Familien aus meiner Sicht viel Freude haben. Die Auswahl- und Anlegeregeln sind einfach gehalten. Sie bieten dabei eine kindgerechte und dennoch auch für mitspielende Erwachsene interessante Spieltiefe. Durch die unterschiedlichen Traumplättchen und eine sehr interessante Anpassung für zwei Personen verfügt das Spiel über einen hohen Wiederspielwert. Eine klare Empfehlung für Familien mit Kindern ab sechs Jahren.
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Bilder vom Spiel
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Tags: 2-4 Personen, Legespiel, Draften, 30 Minuten, Kinderspiel