TEST // DWAR7S WINTER

TEST // DWAR7S WINTER

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Während im Herbst noch fleißig Vorräte von den Zwergen angelegt wurden, sind nun sieben Wochen Winter zu überstehen. Der eisige Wind trägt den Geruch von Monstern heran, die sich über die Mauern der Zwergenlande hinweg auf den Weg zur Festung gemacht haben. Bevor die heimische Burg überrannt wird, müssen die Bestien besiegt und Katastrophen abgewendet werden. Alle können verlieren, doch nur einer wird gewinnen in DWAR7S WINTER.

 

infos zum spiel

Wir haben DWAR7S WINTER selbst gekauft.
Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

Das Spiel

 

DWAR7S WINTER ist ein semikooperatives Burgverteidigungsspiel für 1-4 Spieler ab 13 Jahren mit einer Spielzeit von ungefähr 45 Minuten. Autor und Illustrator ist, wie in allen Teilen der Spielreihe, Luís Brüeh.

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Bereits zu Spielbeginn ereignet sich eine Katastrophe und in Abhängigkeit von der Spieleranzahl werden Monster an den Rändern des Zwergenreiches aufgestellt. Jeder Spieler erhält ein Tableau mit Markern für seine Ressourcen und Platz am Lagerfeuer für seine sieben Zwergenfiguren. Auf den Tableaus wird ebenfalls festgehalten, über wie viele Aktionen und Handkarten ein Spieler in jeder Runde verfügen darf. Manche Monster können diese einschränken.

Jede Runde läuft in den immer gleichen Phasen ab. Zunächst bewegen sich die vorhandenen Monster um ein Feld auf die Festung zu und greifen an. Im Anschluss erscheinen neue Monster an der Mauer, sollten in der letzten Runde Monster getötet worden sein. Schließlich wird eine weitere Katastrophenkarte aufgedeckt und die entsprechende Region mit einem Katastrophenmarker versehen.

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Die Spieler stellen ihre Kartenhand zusammen, müssen aber ihr aktuelles Handkartenlimit beachten. Jede ausgewählte Karte kann während der Aktionsphase gespielt werden. Im Laufe der Partie werden weitere Karten zur Auswahl hinzukommen. Die Karten ermöglichen das Bewegen von Zwergen und das Sammeln von Ressourcen. Je mehr Zwerge in einem entsprechenden Gebiet stehen, desto mehr Rohstoffe können gesammelt werden. Monster und Katastrophen blockieren das Sammeln in ihren Gebieten.

In der nächsten Phase dürfen die Spieler ihre Aktionen nutzen. Dabei dürfen Zwerge in Gebiete eingesetzt oder in angrenzende bewegt werden. Es ist nicht gestattet, mehr als einen Zwerg im gleichen Zug in dasselbe Gebiet einzusetzen, Bewegen ist allerdings erlaubt. Als Aktion darf einmal pro Runde auch eine Heldenkarte aus der Auslage gekauft werden.

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Die wichtigste Aktion ist wohl das Musizieren. Dazu legt der aktive Spieler seinen Notenmarker auf ein Instrument und darf dann alle Karten aus seiner Hand spielen, die dieses Instrument aufweisen. Anschließend dürfen alle anderen Spieler ebenfalls diese Karten aus ihrer Hand spielen. Jedes Instrument kann nur einmal pro Runde gewählt werden.

Das Besiegen von Monstern oder Katastrophen gilt als freie Aktion. Ein Spieler muss die nötige Anzahl Zwerge in dem entsprechenden Gebiet versammelt haben und die geforderten Ressourcen abgeben. Alle Katastrophen und Monster sind Siegpunkte wert.

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Nach sieben Runden endet die Partie, sofern nicht vorher zu viele Katastrophen ausliegen oder ein Monster zu Rundenbeginn in der Festung gestanden hat. In diesen beiden Fällen ist das Spiel für alle verloren. Andernfalls zählen die Spieler ihre Siegpunkte von gekauften Heldenkarten, besiegten Monstern und Katastrophen sowie Punkte für volle Ressourcenleisten und ein Lagerfeuer mit allen sieben Zwergen drum herum. Die meisten Siegpunkte bestimmen den Gewinner.

 

Das Material

 

Die Pappteile, namentlich die Marker und Spielertableaus, und auch die quadratischen Karten sind qualitativ gut. Die Gestaltung des Materials ist liebe- und humorvoll. Luís Brüeh hat sich hier wieder der bekannten Zwergenstereotypen bedient. Hingucker sind aber die 28 niedlichen Zwergenfiguren, die den Abbildungen auf den Karten entsprechen. Im Grundspiel sind 16 Monsterminiaturen (zwei jeder Art) enthalten. Erweiterungen enthalten weitere Monster und spezielle Zwergenfiguren mit Sonderfähigkeiten.

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Die Anleitung liegt dem Spiel in gedruckter Form leider nur auf Englisch bei. Sie enthält leider auch wieder ein paar kleinere Fehler mit falschen Abbildungen. Diese beeinträchtigen aber in keiner Weise die Spielbarkeit. Beispiele und Bebilderungen erläutern die Spielregeln gut. Das Spielmaterial ist, wie in allen Teilen der Spielreihe, sprachneutral. Eine Anleitung in deutscher und diversen anderen Sprachen kann auf der Internetseite des Verlages kostenlos heruntergeladen werden.

Tags: Tower Defense, Ressoucenmanagement, Kennerspiel, 60 Minuten, Semi-Kooperativ, 1-4 Spieler, Handmanagement, Fantasy

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