
Test | Turtle Bay - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel
„Turtle Bay“ punktet in erster Linie mit richtig tollem Spielmaterial. Die detailreichen farbigen Schildkröten-Minis verleiten alle Kinder sofort zum Loslegen, egal ob nach den Regeln oder im freien Spiel. Wirklich großartig und viel besser als jeder noch so schöne Papp-Marker. In einer perfekten Ausführung wären die Minis aus Holz, aber das ist jetzt Jammern auf extrem hohen Niveau.
Ebenfalls richtig gut finde ich die Anleitung zum Spiel. Mittlerweile sind es doch schon einige Piatnik-Spiele in meiner Sammlung. Eine sehr gut strukturierte und sehr leicht verständliche Anleitung ist dort der Standard. So macht das Regellesen Freude.
Spielmechanisch kommt „Turtle Bay“ doch deutlich taktischer daher, als es nach den ersten Partien den Anschein hat. Wann welche Schildkröte gezogen wird und wann ich welche Schildkröte absichtlich vorbeiziehen lasse, kann letztlich über Sieg und Niederlage entscheiden. In diesem Spiel möchte beispielsweise niemand die vorletzte Schildkröte auf dem Spielplan besitzen. Wird diese auf dem Bauch liegend überholt, ist das Spiel für sie beendet.
Reduziert wird diese Vorausplanung durch das Zufallselement mit dem Würfel. Lediglich durch mehr Würfel wird an bestimmten Stellen hier etwas ausbalanciert. So kann es durchaus auch mal mit ordentlich Würfelpech zu einer frustrierenden Runde kommen. Aber dies gehört in einem Kinderspiel als Lerneffekt auch in gewissem Maße für mich dazu.
Sicherlich kann man das Spiel auch einfach „herunterspielen“, damit wird das Spiel zu einem reinen Würfel-Rennspiel. Dann habe ich einfach Glück oder Pech.
Hier würde ich auch das überwiegende Spielerlebnis von 6- bis 8-jährigen Kindern einordnen. Für diese ist das Antizipieren der nächsten Züge vor allem bei mehr als zwei Kindern sehr schwierig, aber auch nicht nötig. Diese Altersgruppe kann erfahrungsgemäß mit dem Zufall als Element am besten leben. Ältere Kinder mit Freude an Rennspielen genießen die gegebenen Planungsmöglichkeiten und freuen sich, wenn der nächste Spielzug wie erwartet verläuft.
Den Mechanismus mit dem Umdrehen der Schildkröten auf den Rücken finde ich mechanisch und thematisch gelungen. Im Fortgeschrittenenspiel ist es jedoch vor allem zu viert nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Hier hilft der beigefügte Positionsmarker sehr.
Dennoch ist es dieser Planungs- und Ärgerfaktor, der einen großen Reiz des Spiels ausmacht. Gerade dieser Aspekt sorgt für mich dafür, das Spiel von anderen Rennspielen etwas abzuheben.
Abschließend kann ich das Spiel für Kinder mit einer Freude an kleinen Rennspielen empfehlen. Der Zielgruppe angemessen spielt natürlich der Glücksfaktor des Würfels eine Rolle. Somit kann das Spiel auch von jüngeren Kindern einfach gespielt werden. Allerdings sollte der Altersunterschied zwischen den spielenden Kindern nicht zu groß sein. Denn wie angesprochen kann durch Vorausplanung und cleveres Zurückhalten viel für den eigenen Sieg getan werden.
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Bilder vom Spiel
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Tags: 2-4 Personen, 15 Minuten, Kinderspiel, Wettrennen, Würfelspiel