Branche | Preisschock bei Brettspielen?

Branche | Preisschock bei Brettspielen?

Dass Brettspiele tendenziell teurer werden, ist schon lange festzustellen. Während die steigenden Preise in der Vergangenheit vor allem besserem Spielmaterial geschuldet waren, erhöhten zuletzt die enorm gestiegenen Rohstoff- und Transportkosten die Preise. 2023 könnte es nun noch schlimmer kommen, denn die Regierung plant derzeit eine Luxus-Steuer, die auch Brettspiele betreffen könnte.

 Dieser Beitrag war ein Aprilscherz - also kannst Du Dich wieder entspannen :)

 

Die geplante Steuer

Grundlegend hat sich innerhalb der Regierungsparteien bereits der Wille etabliert, 2023 wieder einen ausgeglichenen Haushalt, die berühmte „schwarze 0“, zu etablieren. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Politik zwei starke Werkzeuge: Es können Ausgaben gesenkt und es können Einnahmen durch Steuern generiert werden. Durch die anhaltenden Herausforderungen, der die Gesellschaft aktuell ausgeliefert ist, reicht es nicht, die Budgets der einzelnen Ministerien zusammenzustreichen, vielmehr müssen neue Einnahmen geschaffen werden. Nur die Spitzenverdiener stärker zu besteuern, ist zu wenig.

Unseren Informationen nach wird darüber nachgedacht, bestimmte Produkte zukünftig stärker zu besteuern. Konkrete Pläne scheinen schon vorzuliegen. So sollen Luxusgüter ab 2023 mit 25-30 % besteuert werden, anstatt wie bisher mit 19%. Es soll zukünftig drei Stufen geben: 7%, 19% und die besagten 25-30%. Was unter den neuen Satz fallen soll, ist bereits angedacht.

Zum einen sind es Luxuslimousinen, Flugreisen, elektronische Unterhaltungswaren wie Spielkonsolen, PCs oder TV-Geräte. Ebenfalls im Fokus sollen sich Brettspiele befinden, die sich an Erwachsene richten. Die Preissteigerungen in der Branche unterstreichen das Ansinnen, Brettspiele als Luxus-Gut zu betrachten.  

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Spielt Umweltpolitik eine Rolle?

Wie es den Anschein hat, werden mit der neuen Steuer gleich zwei Ziele verfolgt. Neben den erhöhten Einnahmen, werden Dinge unattraktiver, die potentiell schädlich für die Umwelt sind. Dazu zählen vor allem Flugreisen, schnelle Autos und Geräte, die viel Strom verbrauchen.  Gerade in Zeiten, in denen Energie immer knapper wird. Hier ist ein Muster zu erkennen, das vom politischen Willen geprägt ist. Unsere Informationsquelle konnte dies bestätigen.

 

Meine Meinung dazu

Leider sind Brettspiele von der Herstellung bis zum Verkauf im Laden, Waren mit einem nicht unerheblichen Fußabdruck. Doch nun den Kauf eines Spiels um 6-11% zu erhöhen, wird nicht als gute Steuerpolitik durchgehen. Zum einen, weil deswegen wahrscheinlich kaum weniger Spiele gekauft werden, zum anderen, weil eine Gleichsetzung von Brettspielen mit einer Reise auf einem Kreuzfahrtschiff oder Luxus-Fahrzeuge nicht plausibel ist. Zudem ist der Sektor Kleidung außen vor, weil Kleidung als „Produkt des täglichen Bedarfs“ zählt. Das dürfte vor allem Modemarken freuen, die Produkte verkaufen, bei denen ein Teil schnell mehr als ein Monatsgehalt einer Person der Mittelschicht kosten kann.fussabdruck.jpg

Fraglos sind Brettspiele ein Kulturgut, was nur steuerrechtlich bis heute nicht anerkannt wird. Nach wie vor werden analoge Spiele mit 19% besteuert. Zum Vergleich: auf Bücher werden nur 7% erhoben. Wie ein Buch, haben vor allem die Spiele, die jetzt noch teurer werden sollen, einen langen Schaffungsprozess, in den meistens auch ein Verlag involviert ist. Einen Vergleich zu ziehen, ist also legitim.

 

Jetzt handeln!

Wir konnten Auszüge des Entwurfs einsehen, die unsere Quelle (zum Glück brettspielbegeistert) uns zur Verfügung gestellt hat. Wir haben nun den Vorteil der Zeit auf unserer Seite und können uns aktiv dafür einsetzen, dass Brettspiele entweder von der Liste der neuen Steuer gestrichen werden, vielleicht aber sogar endlich als das anerkannt werden, was sie sind: ein Kulturgut. Wir haben eine Petition gestartet und wollen so viele Stimmen wie möglich erhalten. Teile jetzt deinen Freunden mit, dass sie mitmachen sollen und stimme selbst ab. Hier ist unsere Petition: SCHNELL ABSTIMMEN!

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