Test | Evil Dead 2 - The Board Game

Wer die Filme kennt, dem dürfte das Thema von "Evil Dead 2 - The Board Game" bekannt sein: Eine Gruppe von jungen Leuten fährt für einen entspannenden Kurzurlaub zu einer einsamen Hütte mitten im Wald. Was könnte da schon schief gehen?

Im Grunde eigentlich alles. Just in dieser Hütte liegen die Seiten des legendären Nekronomikons des verrückten Zauberers Abdul al Hazret verstreut. Niemand Geringeres als das Böse selbst trachtet ebenfalls nach diesen Seiten. So kollidieren Urlaubspläne und Weltuntergang mit einem unschönen Ausgang für die jungen Erholungswilligen. Da das Böse sie korrumpieren kann, können sie nicht einmal mehr ihren Freunden vertrauen.

 

 

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Wir haben "Evil Dead 2 - The Board Game" selbst gekauft. Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

 

 

Die Dunkelheit klopft an

 "Evil Dead 2 - The Board Game" zählt zu den sogenannten Amitrash-Spielen. Hierbei sind das Thema und die Geschichte wichtiger als ausgefeilte Regeln und clevere Mechaniken. Das gesamte Spiel verläuft über mehrere Runden, bis entweder die Urlaubsgruppe oder das Böse die nötigen Seiten des Nekronomikons zusammengetragen hat.

 

Die Spielerinnen und Spieler übernehmen jeweils eine Person aus der Urlaubsclique und erhalten die passende Charakterkarte mit Eigenschaftswerten. Sie beginnen in den Zimmern der Hütte. Für einen besseren Überblick liegt für alle ein eigenes Tableau als Spielhilfe mit einer Übersicht der verschiedenen Gegenstände bei.

 

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In jeder Runde wird zunächst eine Ereigniskarte gezogen und abgehandelt. Sie lässt neue untote Handlanger erscheinen und wandelt die Regeln ab. Manche Ereignisse erstrecken ihre Wirkung über die gesamte Runde, andere sind einmalig und sofort abzuhandeln. Im Anschluss führen alle ihren Zug aus, dann dürfen die Untoten, die hier „Deadites“ genannt werden, ihre Bewegungen und Angriffe machen.

 

Für die Menschen und eventuell Korrumpierte steht eine ganze Reihe an möglichen Aktionen zur Auswahl. Abhängig von der Anzahl spielender Personen dürfen alle zwei oder drei Aktionen pro Zug ausführen. Ganz typisch können sie sich auf und über angrenzende Felder bewegen, nach Gegenständen suchen, kämpfen oder Barrikaden entfernen. Selbstverständlich dürfen auch gesammelte Gegenstände eingesetzt und getauscht werden. Und da es immerhin um das berühmte Nekronomikon geht, stehen auch verschiedene Zauber zur Verfügung. Dazu ist es allerdings zwingend erforderlich, mindestens eine Seite des diabolischen Buches zu besitzen.

 

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In Kämpfen sollten mehr Erfolge als Misserfolge gewürfelt werden, denn sonst stehlen die „Deadites“ Gegenstände und verursachen Schaden. In Überzahl kommt automatischer Schaden hinzu. Schnell können so die begehrten Buchseiten verloren gehen. Um das zu vermeiden, ist es möglich und nötig sich taktisch klug zu bewegen und zu positionieren. In kürzester Zeit klopfen mehr und mehr Handlanger des Bösen an die Tür. Erleidet ein Charakter Schaden, muss eine Tugendprobe bestanden werden. Beim Misslingen wird eine Verderbniskarte gezogen. Im Stapel befinden sich, je nach Personenanzahl, ein bis drei „Deadite“-Karten. Die erste Verderbniskarte zu Spielbeginn darf erst beim Erhalt einer zweiten Karte oder einer Nekronomikonseite angesehen werden. Ist auch nur eine davon eine „Deadite“-Karte, gehört die betreffende Person ab sofort zum Bösen. Die korrumpierte Person darf sich weiter als Mensch ausgeben oder offen zum Bösen stehen. Das Spielziel lautet für sie nun, die nötigen Buchseiten zu sammeln und das Portal zu öffnen, welches die Dämonen in diese Welt entlässt.

 

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Tausend schlimme Dinge

 "Evil Dead 2 - The Board Game" enthält ein Spielbrett mit einer Draufsicht des Areals und Spielhilfen aus fester Pappe. Die zahlreichen Marker für Wunden, Gegenstände und Buchseiten sind aus dem gleichen Material. Alle sind gut verleimt und gestanzt. Die Spielkarten sind etwas dünn, werden jedoch nie in der Hand gehalten und dürften deshalb auch in dieser Qualität länger halten. Maßgeblich sind die zahlreichen Miniaturen. Für die sechs spielbaren Menschen liegt jeweils noch eine korrumpierte Version bei. 28 untote Handlanger und sechs Boss-Monster bevölkern den düsteren Teil der Schachtel. Die drei Würfel sind geprägt, nicht nur bedruckt.

 

Wie das gesamte Spielmaterial, so ist auch die Anleitung nur auf Englisch enthalten. Sie erklärt alle Abläufe gut und verständlich. Neben knappen Beispielen werden auch die Fähigkeiten der Boss-Monster, Gegenstände und Zauber erläutert. Das Spielbrett wird schematisch erklärt, wichtige Begriffe nochmals aufgeführt und schließlich befindet sich eine Kurzübersicht der Regeln auf der Rückseite der Anleitung.

 

Tags: Amitrash, 3-6 Personen, 60 Minuten, Film/TV, Horror

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