Way oft the Panda – Panda vs. Ninja im Test

Geschrieben von Daniel Krause.

Way oft the Panda – Panda vs. Ninja im Test

„Way oft he Panda“ ist nun auch in Deutschland erschienen. Das Spiel stammt von dem Autoren-Trio Andrea Mainini, Walter Obert und Alberto Vendramini. Für den Vertrieb ist Asmodee Deutschland verantwortlich, als Verlag ist es eine Kooperation von CMON und Pendragon Game Studios. Wir hatten es auf den Tisch und sagen was gut und was weniger gut ist.

„Way of the Panda“ ist für 2-4 Spieler ab 14 Jahren. Eine Partie soll rund 60-90 Minuten dauern und unterhält in dieser Zeit mit klassischem Workerplacement. Das Spielmaterial ist als sehr gut zu bezeichnen und die Miniaturen, wie üblich, von CMON sehr gut produziert.

Way oft the Panda – Panda vs. Ninja im Test

Darum geht es im Spiel

Die Aufgabe für die vier Panda-Klane ist eindeutig: Sie müssen sich vereinen, um ihr Heimatland zu befreien. Alte Feindschaften müssen beigelegt werden. Der Klan der Blassen Faust, der Klan des Gelben Flusses, der Klan der Nachtlilie und der Klan des Sandfuchses müssen sich vereinen, um das östliche Xian zu befreien. Doch nicht nur die Stärke der Krieger wird benötigt. Der Beistand der Gouverneure und die Gebete der Mönche werden ebenfalls gebraucht! Die sonst so friedliebenden Pandas werden kämpfen und ihre alte Tradition wird sie ermutigen, das Land zu befreien.

Wenn der Kampf endet, wird der Klan, der den Ninjas am mutigsten entgegengetreten ist, an der Seite des Kaisers über ganz Xian regieren.

Spielaufbau

Das Spielfeld und der Aktionsplan wird nebeneinander ausgelegt. Nun werden die Startgebäudekarten gemischt und auf dem Plan an die Startorte ausgelegt, umgedreht und um die entsprechenden Gebäude (Markt, Torbögen und Pagoden) ersetzt. Die überzähligen Gebäude werden am Spielfeldrand bereitgelegt. Dort landen auch die Stärke und Missionsplättchen. Die sechs Stadtkarten werden offen in eine Reihe gelegt.

Die Spieler nehmen sich ein Spielertableau, Spielermarker, Wegplättchen und die Miniaturen der entsprechenden Farbe. Die Spielermarker werden auf der Punkte-, Aktions- und Reihenfolgeleiste abgelegt. Nun werden in Spielerreihenfolge (die zufällig bestimmt wird), Wachen jedes Spielers auf Wege platziert. Dabei darf immer nur eine Wache, einen Ninja auf einem Weg abdecken. Die Wege sind mit unterschiedlich vielen menschlichen Ninjas versehen. Anschließend wird in umgekehrter Reihenfolge jeweils die Mönche, Gouverneure und Krieger platziert. Das sind die Helden des jeweiligen Clans.

Nun werden noch zwei Bonusaufträge ausgelegt, von der eine jederzeit und die andere Am Spielende gewertet wird. Das Spiel kann starten.

Way oft the Panda – Panda vs. Ninja im Test

Spielablauf

Der Spielablauf ist wie folgt pro Spielzug: Der Spieler wählt eine Aktion auf dem Aktionsplan aus. Um eine Aktion zu aktivieren, werden oder mehr Wächter darauf platziert, je nach dem, was das Feld verlangt. Ist es bereits besetzt, muss ein zusätzlicher Wächter daraufgestellt werden. Wichtig beim Einsetzten ist die Regel, dass nur Aktionsfelder, die sich rechts oder unterhalb des zuletzt eigenen platzierten Wächters befinden, verwendet werden dürfen.

Nun werden die Aktionspunkte von dem eigenen Vorrat abgezogen, indem der eigene Marker Schritte zurück macht. Danach darf dann eine Aktion des Feldes durchgeführt werden. Manche Felder, die viele Aktionspunkte kosten bieten zwei Aktionen auf einmal.

Diese Aktionen gibt es

  • Bewegung: Einer der Helden wird bewegt. Es dürfen nur Wege passiert werden, für die genug Stärke vorhanden ist. Es gibt Abschnitte mit 1-4 Ninjas. Alle Helden haben am Anfang eine Stärke von eins. Wird ein Held von einem Ort zu einen Nachbarort bewegt, so erledigt er immer gemäß seiner Stärke Ninjas und ersetzt diese mit eigenen Wächtern. Ist die Straße komplett befriedet, darf der Clan mit den meisten Wächtern sein Wegplättchen auslegen (alternativ ein neutrales, falls kein passendes mehr im Vorrat ist).
  • Gebäude errichten: um eine Gebäude errichten zu dürfen, müssen sich genug Wachen auf den angrenzenden Straßen befinden. Sobald an einem Ort drei Gebäude errichtet worden sind, wandelt sich das Dorf in eine Stadt. Der Spieler, der das auslöst, dar sich eine Stadtkarte (links oder rechts von außen) aus der Auslage aussuchen und den Bonus nehmen. Werden noch einmal drei Gebäude in einer Stadt errichtet, ist es eine Hauptstadt. Zum Gebäude errichten muss der passende Held an einem Ort stehen und die benötigten Aktionspunkte müssen vorhanden sein.

    Way oft the Panda – Panda vs. Ninja im Test

    Für jedes Gebäude gibt es Siegpunkte, abhängig von der bereits vorhandenen Anzahl an Gebäude am Ort und den Wachen der Mitspieler, die die angrenzenden Wege bewachen.

  • Stärke erhöhen: Es darf sich aus der begrenzen Auslage eines der Stärkeplättchen genommen werden. Diese Erhöhen den individuellen Multiplikator am Spielende um Siegpunkte zu erreichen und ermöglichen es, mit dem jeweiligen Helden, gefährlichere Wege zu beschreiten.
  • Heldenmissionen erfüllen: Heldenmissionen sind Plättchen, die auf dem eigenen Spielplan ausgelegt werden. Sie werden am Spielende mit der Stärke des jeweiligen Helden multipliziert und erhöhen die Ausbeute deutlich.
  • Verschwinden / Auftauchen: Die Helden dürfen zurück auf das Spieltableau genommen werden oder von dort an einen beliebigen Ort auf dem Spielplan gesetzt werden.
  • Truhe verkaufen: Das bringt 6 Siegpunkte auf einmal.
  • Zusätzliche Aktionspunkte: hier kann der Vorrat an Aktionspunkten erhöht werden
  • Zusätzlicher Ninja: Mit dieser Funktion kann ein zusätzlicher Ninja übersprungen werden. Entweder wird er ignoriert oder zusätzlich erledigt.

Ist kein Aktionspunkt oder Wächter mehr vorhanden, kann keine Aktion ausgeführt werden, der Zug endet. Alternativ darf auch gepasst werden, so dass Aktionspunkte mit in die nächste Runde wandern. Es passiert oft, dass nicht mehr genug Punkte vorhanden sind.

Way oft the Panda – Panda vs. Ninja im Test

Haben alle Spieler die Runde abgeschlossen, werden nacheinander die Wächter vom Aktionsplan zurück in den eigenen Vorrat gelegt. Für jeden so zurück genommenen Wächter, dürfen sich die jeweiligen Spieler einen Aktionspunkt für die nächste Runde nehmen.

Spielende

Das Spiel endet, wenn alle Gebäude oder fünf Stadtfundamente errichtet sind oder eine zweite Hauptstadt gegründet wurde.

Fazit

„Way of the Panda“ ist ein gutes, wenn auch kein sehr gutes Spiel. Doch fangen wir erst einmal mit den guten Dingen an. Das Spielmaterial ist hervorragend gelungen. Jeder Clan hat eigene Modelle der Helden und auch die Gebäude und Städte sind optisch und funktional perfekt passend hergestellt. Die Regeln sind sehr übersichtlich und erklären das Spiel verständlich, ohne das Fragen offenbleiben. Das Spiel ist ruckzuck erklärt und die einzelnen Regeln schnell verinnerlicht. Trotzdem bietet es verschiedene Wege und Taktiken an, um am Ende zu gewinnen. Es fordert zur Interaktion auf, ohne dass es konfrontativ ist. Die Züge müssen gut überlegt sein, weil einem sonst die anderen Clans das Fell über die Ohren ziehen. Ideal ist es in voller Besetzung zu spielen, dann kommen sich die Spieler zwangsläufig in die Quere und wetteifern um Punkte.

Der Spielaspekt der Aktionspunkte über auf dem Aktionsplan platzierte Wächter am Ende des Zuges zu erhalten ist sehr interessant und fordert vom Spieler ein gutes Management, denn die Anzahl der Wächter ist sehr begrenzt. Hier muss gut geplant werden und oft genug noch einmal umgeplant werden, wenn einem ein Mitspieler in den Weg kommt.

Kommen wir zum Grund, warum das Spiel zwar gut ist, aber nicht sehr gut. Irgendwie wirkt „Way oft he Panda“ trotz des guten Materials wie ein abstraktes Spiel und das hindert die Spieler so richtig in die Panda-Welt einzutauchen. Das gilt auch für die neutralen Wegplättchen. Es ist schade, dass sie im Spiel enthalten sind, denn das schmälert die Freude darüber einige Ninjas besiegt zu haben und damit die Identifikation damit. Hier wurde etwas Potential verschenkt, wenn das auch Tadel auf hohem Niveau ist.

Vielspieler die Workerplacement mögen sollten es auf jeden Fall mal ausprobiert haben! Wer dann auch noch Pandas mag, der hat schon wieder einen Pflichtkauf.

Bilder zum Spiel

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