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Test: Rising Sun- Warum das Spiel mehr als ein Hype ist

Geschrieben von Daniel Krause.

Test: Rising Sun- Warum das Spiel mehr als ein Hype ist

„Rising Sun“ hatte auf Kickstarter 2017 aberwitzige 4,2 Millionen Dollar eingesammelt. Das Spiel wurde gleich über 31.000 Mal verkauft. Bei solchen Verkaufszahlen bei einem Spiel, dass es nicht gibt, kann man erst einmal skeptisch sein. Wir haben nun die deutsche Retail Version des Spiels gespielt und sind begeistert. Erfahren Sie hier warum.

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Spielaufbau

Die Spieler erhalten jeweils einen Klan mit speziellen Fähigkeiten. Sie erhalten dann die Figuren ihrer Farbe, eine Aktionsübersicht, Figurenbasen, Klanmarker, Festungsmarker, Bündnismarker und einen Sichtschirm. Auf diesem steht auch das Einkommen und die Platzierung, in der Ehrenleiste. Diese bestimmt dann auch die Spielerreihenfolge und damit wer wo sitzt. Das Spielfeld wird ausgelegt. Die Spieler setzten einen Daimyo und einen Bushi auf das Startfeld sowie eine Festung. Die Monsterfiguren werden neben dem Spielfeld bereitgestellt. Die Klanmarker an entsprechenden Positionen abgelegt. Die Schreinfelder werden belegt und die aktuellen Jahreszeitenkarten ausgelegt.

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Teezeranmonie

In der Teezeramonie dürfen sich die Spieler beliebig absprechen um Bündnisse zu bilden. Diese werden mir dem entsprechenden Marker besiegelt und halten für eine Jahreszeit. Das Spiel dauert drei Jahreszeiten.

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Politikphase

In dieser Phase startet der Starspieler und nimmt die obersten vier Plättchen vom Aktionsstapel. Diese beinhalten die Aktionen Rekrutierung (neue Einheiten), Marschieren (alle Einheiten bewegen), Aufrüstung (eine Jahreszeitenkarte auswählen und bezahlen), Ernte (Geld erhalten) oder Verrat (zwei Figuren mit eigenen austauschen. Das Plättchen wird auf die entsprechende Leiste gelegt und reihum mit dem nächsten Spieler gestartet. Nach drei und dann zwei Aktionen folgt jeweils die Abhandlung der Schreine. Diese geben nach Mehrheiten sortiert Boni, die dann jeweils sofort abgehandelt werden. Test: Rising Sun- Warum das Spiel mehr als ein Hype ist, Kaufen, Brettspiel

Am Ende der Phasen beginnt der Krieg. Dieser wird der Spielerzahl entsprechenden Anzahl von Nummern abgehandelt. Nun kann jeder Spieler über zusätzliche Oni und Geld den Ausgang eines Kampfes beeinträchtigen. Wer im Kampf auf einem Feld am Münzen platziert, hat die Mehrheit und darf bestimmen. So können Ronins eingesetzt werden, Geiseln genommen werden oder Punkte für gefallene Soldaten gesammelt werden. Jeder getötete Gegner bringt dann für den Sieger einen Siegpunkt.

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Am Spielende erhalten alle Spieler noch Punkte für Provinzplättchen oder Jahrezeitkarten zusätzliche Punkte.

Fazit

Was ist „Rising Sun“ für eine coole Socke von Spiel. Es kommt bieder daher, denn die Optik ist als „okay“ einzuordnen. Die Miniaturen sind natürlich genau wie das Verpackungskonzept ausgezeichnet. Das Spielmaterial ist entsprechend des Preises hochwertig. Das ausladende Spielfeld liegt zum Beispiel schnell platt auf dem Tisch, was leider nicht mehr bei allen Spielen der Fall ist.

Das Geld ist aus Plastik produziert. Im Test sehen Sie günstige Ersatzmünzen, die nicht zum Spielumfang gehören. Im Vergleich zur Kickstarter Version ist das Spielmaterial natürlich schlechter, im Sinne, von nicht so hochwertig - dafür ist das Spiel günstiger. Ich hatte das Spiel schon einmal als KS Version gespielt mit Spielmatte und allen Extras. Es gibt zwei zusätzliche Klans, mehr sonstige Miniaturen und vor allem sind die Festungen und Oni sind aus Kunststoff modellierte Marker. In Sachen Spielspaß und Vielfältigkeit ist die Retail Version natürlich auf Augenhöhe.

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Eric M. Lang hat schon viele Spiele mit ähnlichem Konzept und Miniaturen veröffentlicht. Im Kern geht es in seinen Spielen immer wieder darum, Mehrheiten zu Erreichen und Gebiete zu erkämpfen. Deswegen fragte ich mich vor dem ersten Spielen, ob es ein weiteres dieser Spiele braucht und war ehrlich überrascht, wie gut es sich spielte, wie schnell die Zeit verflog und wieviel Spaß beim Spielen aufkam. Dies bestätigte sich auch in den anderen Partien. Das Spiel spielt sich jedes Mal etwas anders. Das liegt zum einen an den Kamiplättchen, die zufällig ausgewählt werden. Diese Schreine ermöglichen dem Spielern mit der jeweiligen Mehrheit zusätzliche Aktionen, die das Spiel noch einmal entscheidend beeinflussen kann. Die Jahreszeitenkarten sind ebenfalls in drei Versionen wählbar und variieren das Spiel. Das gilt zudem für die zufälligen Gebiete, die in der jeweiligen Jahreszeit umkämpft werden.

Neben diesen vielen Variationen sorgen die fünf sehr unterschiedlichen Klans für viele taktische Herangehensweise. In einer Partie zum Beispiel hat ein Spieler gewonnen, der sich immer wieder besiegen ließ und das Spielfeld mit Einheiten flutete.

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Besonders spannend ist das Kampfsystem. Hinter dem Sichtschirm verdeckt legen die Spieler fest, worin sie versuchen am meisten zu bieten. So kann auch ein unterlegender Spieler für jeden getöteten Soldaten ein Siegpunkt erhalten, das Gleichgewicht kann auseinander driften, weil noch schnell eine Geisel genommen wird, oder ein Spieler einen Soldaten mit Seppuku opfert. Ronins steigen für den in den Kampf, der vorher welche angeheuert hatte und am meisten Geld auf das Feld bietet. Der Gewinner des jeweiligen Feldes verteilt das Geld an die unterlegenen Spieler. Die unterlegenen Spieler hingegen behalten ihr Geld. So kann beim nächsten Gefecht durch das anders verteilte Geld ein Kampf schon ganz anders aussehen…

Einen Schwachpunkt gibt es dann leider doch noch. Da es immer 7 Aktionen pro Jahreszeit gibt, ist der Startspieler bei jeder Spieleranzahl außer zu dritt einmal mehr am Zug und darf damit einmal mehr den zusätzlichen Bonus anwenden. Das ist ein unfairer Vorteil. Doch den können die Spieler aktiv ausgleichen. Schließlich ist es immer erlaubt miteinander zu handeln und Geld oder Ronins anbieten um etwas zu erhalten oder auch abzuwenden.

Das ist gleichzeitig die größte Stärke des Spiels, denn die Spieler sind unentwegt in Interaktion. Das macht unheimlich viel Spaß. Es gibt fast keine Downtime (außer ein Spieler denkt sehr lange nach, welche Aktion er möchte).

Wer auf ein sehr gut ausgestattetes Spiel mit massig Interaktion und tollem Spielgefühl Lust hat, muss sich „Rising Sun“ anschauen!

Bilder zum Spiel

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