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Autorenstipendium 2018: Richard Haarhoff gewinnt

Geschrieben von Daniel Krause.

Autorenstipendium 2018: Richard Haarhoff gewinntBildquelle: Spiel des Jahres

Im Rahmen des Spieleautorentreffens in Göttingen wurde das Autorenstipendium auch dieses Jahr wieder an einen Nachwuchsautor vergeben. Dieses Jahr konnte sich der zum Hamburger Spielwerk gehörende Autor Richard Haarhoff durchsetzen. Er ist ein 27-jähriger IT Consultant.

Er überzeugte mit seinem Kartenspiel SPACE DRAGON und dem Familienspiel ALICE IM WUNDERLAND. Richard Haarhoff begleitet sowohl das Spielen als auch das Erfinden solcher, seit seiner Grundschulzeit. Mit 13 Jahren hat er kleine Computerspiele programmiert. Auch sein Mathematikstudium hilft ihm bei der Spielentwicklung. Seine aktuelle Anstellung verdankt er einer gekonnten Präsentation eines Spieles im Bewerbungsgespräch.

Besonders reizvoll sind für den jungen Autor Spiele, weil sie feste Regeln bieten und in diesen Grenzen zwischenmenschliche Interaktion ermöglichen. Als Autist ist dies eine Bereicherung für sein Leben. Diese Veranlagung beschert ihm gleichzeitig ein sehr gutes Verständnis für Zahlen und mathematische Systeme, was eine nicht zu unterschätzende Fähigkeit ist, um ausgewogene Spiele zu erfinden.

Wer nun strategische Kopfnüsse als sein Werk vermutet, liegt falsch. Sein Stichspiel SPACE DRAGON bringt neue Aspekte in dieses Spielkonzept. Seine neue Idee ist die Weitergabe aller Handkarten von Runde zu Runde. Dieses meistens als „Drafting“ bezeichnete Vorgehen bei soll bei seinem Kartenspiel bestens funktionieren. Raffiniert ist soll auch ein Drehmechanismus sein, der für viel Durcheinander in dem Familienspiel ALICE IM WUNDERLAND sorgt.

Hintergrund zum Stipendium

Das Spieleautoren-Stipendium soll „Nachwuchskräften“ Einblicke in unterschiedliche Bereiche der Spieleszene ermöglichen. Hierbei soll nicht nur der Blick für die reine Autorentätigkeit geschärft werden, auch Verbraucherperspektiven und spieltheoretisches Umfeld gehören zu den Inhalten.

Begründer des Stipendiums war im Jahr 1995 Friedhelm Merz. Nach seinem Tod führte der Verein „Spiel des Jahres“ seine Idee fort und trägt das Autorenstipendium finanziell. Um Fahrtkosten und Spesen der Stipendiaten abzudecken, steht eine Summe von 3.000 Euro zur Verfügung. Vorgesehen sind vier je einwöchige Praktika, unter anderem bei einem Spieleverlag und im Spielwarenfachhandel. Abschließend erstellen die Stipendiaten einen Praktikumsbericht, der auf dieser Seite und in der Zeitschrift „Spiel & Autor“ veröffentlicht wird.

Vergeben wird das Stipendium alljährlich auf dem Göttinger Spieleautorentreffen. Eine Jury bestehend aus Vertretern der Spiele-Autoren-Zunft (SAZ), dem Verein "Spiel des Jahres" und dem Preisträger des Vorjahres wählt während der Veranstaltung in Göttingen eine Autorin oder einen Autor für den Förderpreis aus.

Quelle1
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