TEST // FUGITIVE

TEST // FUGITIVE - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

FUGITIVE ist ein kleines, spannendes Deduktionsspiel für zwischendurch. Manchmal zu sehr für zwischendurch, denn wenn die Polizeichefin bei ihrem ersten Rateversuch einfach Glück hat, kann das Spiel sehr flott vorbei sein. Wer beim ersten Auslegen einer verdeckten Karte keine Sprintkarten anlegt, pokert sehr hoch und wird vielleicht direkt geschnappt. Das kann leider sehr schnell passieren.

Hat der Flüchtende aber diese anfängliche Hürde genommen, wird es oft eine knifflige Aufgabe für die Polizeichefin, ihn noch einzuholen. Jede zusätzliche Sprintkarte erhöht die möglichen Optionen für die Polizeichefin und sorgt vielleicht für Verwirrung und einen Vorsprung, den der Flüchtende als Verschnaufpause nutzen kann, um vielleicht für ein paar Runden keine neuen Karten zu spielen und dafür die Hand wieder aufzufüllen. Das ist ein interessantes Abwägen von Risiken.

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In Sicherheit kann der Flüchtende sich nie wiegen, denn wer weiß, was die Gegenseite ausgetüftelt hat. Auf einmal werden drei korrekte Zahlen in einer Runde genannt und der Flüchtende hört schon die Gefängnistür knallen. Vielleicht hat er aber auch Glück und zieht eine passende Ereigniskarte, die ihn im Nebel oder in einer Menschenmenge verschwinden lässt. Oder wirklich die Karte „letzte Hoffnung“.

Die Spannung in diesem Spiel ist anhaltend, denn die meiste Zeit steht die Polizeichefin kurz davor, den Flüchtenden zu schnappen. Gerade zum Ende, wenn die 30er-Marke schon überschritten ist und der Jet zum Greifen nah, macht FUGITIVE am meisten Spaß. Die Spannung wird noch untermalt von den fabelhaften und stimmigen Illustrationen auf den Karten. Das Modul mit den Ereigniskarten ist nicht zwingend notwendig, um Spielspaß zu erhalten. Gerade die ausgewogene Variante macht das Spiel, wenn auch nur minimal, behäbiger und der Effekt der Ereigniskarten ist manchmal einfach zu schwach.

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Wer als Flüchtender die neutrale Karte „Verkleidung“ zieht, darf sich eine Handkarte von der Polizeichefin ansehen, was ihm so gut wie keinen Vorteil bietet. Die Variante, in der die Ereignisse mit den anderen Karten gemischt werden, finde ich persönlich reizvoller, weil sie noch auf einen Glücksmoment hoffen lässt. Da sich beide Rollen unterschiedlich spielen, macht es Spaß, diese auch einmal zu wechseln. Zwei Partien FUGITIVE sollten immer drin sein, damit beide Parteien gespielt wurden.

Das Material des Spiels kann ich nur loben. Die Illustrationen sind passend und gelungen und dass sie zusammengelegt die Geschichte der Flucht ergeben, ist wirklich ein cooler Einfall und macht das Spiel sehr thematisch. Der Notizblock tut seinen Dienst und verbraucht sich nicht, wie ein gewöhnlicher Papierblock. Aus der Schachtel mit dem Magnetverschluss ergibt sich das Gefühl, etwas über Standardqualität in der Hand zu halten. Wer Deduktions- und Detektivspiele mag oder einfach nach einem guten 2-Personen-Spiel sucht, der ist mit FUGITIVE gut beraten.

 

Wertung zum spiel

 

Bilder vom Spiel

Tags: Deduktion, 2 Spieler, 10 Minuten

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