Spiel’18 // Neuer Besucherrekord eingestellt

Geschrieben von Daniel Krause.

Spiel’18 // Neuer Besucherrekord eingestellt

Subjektiv hatten wir schon die Vermutung geäußert, dass die Spiel’18 einmal mehr einen Besucherrekord aufstellt, weil es immer etwas voller wirkte, als im letzten Jahr. Tatsächlich sind nun 190.000 Spielefans aus der ganzen Welt zu Besuch gewesen. Letztes Jahr waren es „nur“ 182.000 Besucher.

In dem offiziellen Abschluss-Bericht zur Messe wurde erneut auf das starke Wachstum hingewiesen, dass die Brettspielbranche auch 2018 fortschreiben konnte. 16 Prozent Wachstum sind es in den ersten acht Monaten dieses Jahres gewesen und das Jahresfinale, das immer die stärksten Monate darstellt, steht noch aus!

Die Meldung vom Veranstalter

Vier Tage lang war die SPIEL '18 wieder einmal der Nabel der Brettspielwelt. Bereits im Vorfeld konnte die Messe mit 1.150 Ausstellern (Vorjahr 1.100) aus 50 Ländern und einer nochmals um 11% auf 80.000 qm angewachsenen Ausstellungsfläche Rekorde vermelden. Gesellschaftsspiele haben sich in den letzten Jahren zum popkulturellen Mainstream entwickelt und begeistern gleichermaßen Kinder und Erwachsene, Gelegenheits- und Vielspieler. "Dass wir so viele begeisterte Besucher aus aller Welt anziehen und so viele wunderbare Spiele präsentieren können, zeigt, dass wir in einem goldenen Zeitalter der Gesellschaftsspiele leben", sagt Dominique Metzler, Geschäftsführerin des veranstaltenden Friedhelm Merz Verlags.

Brettspiele bringen Menschen zusammen, erzählen Geschichten, sie schaffen Erlebnisse und faszinierende Welten. Spiele leisten einen wichtigen Beitrag zu gesellschaftlichem Miteinander und Toleranz. Das zeigt auch ein starker Trend dieser Messe: Unter den gezeigten 1.400 Spieleneuheiten und Weltpremieren fanden sich auffällig viele kooperative Spiele, in denen die Spieler gemeinsam gegen das Spiel antreten und das Wir-Gefühl im Vordergrund steht. Ein neues Phänomen sind sogenannte Unique Games, in denen die Mehrzahl aller in der Schachtel befindlichen Komponenten für jedes Spiel unterschiedlich ist. So ist jedes gekaufte Exemplar absolut einzigartig und kein Spiel spielt sich wie das andere.

Erstmals besuchten Vertreter des Deutschen Kulturrates die SPIEL und zeigten sich begeistert von der Popularität der Messe und der Entwicklung, die analoge Spiele in den vergangenen Jahren genommen haben. Bei einer Podiumsdiskussion zum Stellenwert von Brettspielen als Kulturgut waren Kulturrat und Politiker aufgeschlossen, Gesellschaftsspiele in der Wahrnehmung des Kulturbetriebes stärker zu würdigen, etwa durch eine Aufnahme in den Sammlungskatalog der Deutschen Nationalbibliothek oder eine intensivere Förderung von Spielen in Schulen und sozialen Einrichtungen.

Der ungebrochene Brettspiel-Boom bringt auch der Branche erneut gute Umsatzzahlen: Die Interessengemeinschaft Spieleverlage e.V. hat in den ersten acht Monaten des Jahres einen Umsatzzuwachs von 16 Prozent bei den deutschen Verlagen verzeichnet und geht davon aus, dass in diesem Jahr 50 Millionen Spiele verkauft werden. Mit dem bevorstehenden Weihnachtsgeschäft wird für die Branche ein Jahresumsatz von mehr als 500 Millionen Euro prognostiziert. Der internationale Markt meldet ebenfalls weiterhin ein rasantes Wachstum.

Quelle: Friedhelm Merz Verlag

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