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TEST // RONE - KRIEGER EINER NEUEN ÄRA

TEST // RONE - KRIEGER EINER NEUEN ÄRA - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

Beim Lesen der Anleitung zu RONE – KRIEGER EINER NEUEN ÄRA entstand bei mir große Vorfreude auf die erste Partie. Ich war gespannt, wie die in der Theorie interessanten, Wasser- (Mana-) und Wiederverwertungsmechaniken in der Praxis bestehen. Durch den kontinuierlichen Zufluss und die Möglichkeit, das Wasser zu speichern, wird verhindert, dass ein Spieler zu viel oder zu wenig Wasser im Verhältnis zu seinem Gegner bekommt. Dieses verhindert den Glücksfaktor bei der Grundwährung und schafft gleiche Verhältnisse. Der Glücksfaktor beim Nachziehen von Karten besteht zwar weiterhin, kann jedoch durch den Deckbau vor Spielbeginn minimiert werden. An diesem Punkt setzt die Wiederverwertung ein. Spieler, die am Anfang weniger Karten spielen und viel Schaden nehmen, können schneller Karten aus ihrem Friedhof spielen und haben später ungenutztes Wasser zur Verfügung. Hierdurch erhält das Spiel taktische Elemente. Diesem taktischen Element steht die Auswahl beim Ausspielen der Handkarten gegenüber. Meist wird die Entscheidung durch die Stärke der Karte, die Kartenstufe und den Wasservorrat bestimmt. Genauso verhält es sich mit dem Kampfsegment. Dadurch, dass immer nur eine Einheit nach der anderen angreift, die meisten Informationen bekannt sind und der Angreifer das Ziel bestimmt, ist der Kampf (sofern keine Taktikkarte eingesetzt wird) vorhersehbar und wenig spannend. Selbst im schlimmsten Fall geht nur eine Einheit verloren.

Das postapokalyptische Thema ist nicht innovativ, jedoch adäquat zu den Mechaniken gewählt. So ist das Wiederverwerten von Einheiten und Taktiken im Hinblick auf die Hintergrundgeschichte passend, wobei das Wiederverwerten von menschlichen Einheiten nicht zu genau analysiert werden sollte. Dass die Anführer über eine Wasserquelle verfügen und dadurch Söldner anheuern können, ist durchaus vorstellbar. Die Illustrationen sowie Flavour-Texte sind hierzu stimmig.

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Die Regeln sind gut zu verstehen, jedoch werden diese durch viele Feinheiten erst im Laufe der erste(n) Partie(n) verinnerlicht, wodurch es gerade am Anfang noch zu Spielfehlern und Unterbrechungen durch das Nachschlagen in den Regeln kommen kann. Abwechslung gibt es durch die verschiedenen Einheiten, Taktiken, Technologien sowie durch die sechs verschiedenen Anführer, die alle ungefähr gleichstark sind. Das Spiel kann zwar zu viert gespielt werden, der Spielfokus liegt jedoch deutlich auf der Variante für zwei Personen.

Zusammengefasst bietet RONE – KRIEGER EINER NEUEN ÄRA durchaus interessante Mechaniken, braucht aber einige Zeit, um komplett verstanden zu werden. Der Einstieg mag für Gelegenheitsspieler oder Neulinge in diesem Genre zu komplex sein. Fans dieser Art von Spiel, insbesondere wenn ihnen das Kampfsegment in dieser Weise zusagt, sollten sich das Spiel genauer anschauen.

 

Wertung zum spiel

 

Bilder vom Spiel

Tags: Kartspiel, 2 oder 4 Spieler, Duell, 35-45 Minuten, Postapokalypse, Strategie

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