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Viral – Das Brettspiel der Vieren im Test

Geschrieben von Daniel Krause.

Viral – Das Brettspiel der Vieren im Test

Viral ist 2017 bei Corax Games in Deutschland erschienen. Das Spiel ist für 2-5 Spieler ab 10 Jahren. Das Spiel ist optisch gelungen und auf das wesentliche konzentriert. Die Spieler übernehmen die Rollen von Viren und infiltrieren Organe, die abstrakt abgebildet sind. Wir haben das Spiel einmal genauer unter die Lupe genommen – passend zur aktuellen Influenza Welle.

Spielvorbereitung

Jeder Spieler erhält 6 Zonenkarten und 5 Basis-Mutationskarten, die Marker und die Virusplättchen seiner Farbe. Nun bekommt jeder noch ein Spieltableau. Das Spielfeld wird ausgelegt, der Phasenzähler, Zonen- und Kollapsmarker werden platziert und Ereigniskarten, als auch Mutationskarten werden ausgelegt. Der Startspieler erhält noch den Startspielermarker, dann fängt der letzte Spieler damit an, ein Virusplättchen zu legen und es geht in umgekehrter Reihenfolge weiter. Nun kann das Spiel starten.

Viral – Das Brettspiel der Vieren im Test

So funktioniert das Spiel

Jede Runde besteht aus 6 Phasen und 6 Runden.

Phase 1

Der Startspieler beginnt damit eine Zonenkarte und eine Mutationskarte zu wählen und dann links neben sein Tableau zu legen. Dann ist der nächste Spieler an der Reihe. Haben alle Spieler gelegt, decken alle gleichzeitig auf. Die Aktion(en), der gewählten Mutationskarte, die blau hinterlegt sind, dürfen nur in der gleichzeitig ausgespielten Zone verwendet werden. Alle anderen Aktionen dürfen an beliebiger Stelle eingesetzt werden. Nun werden zum Beispiel neue Viren platziert oder sie können geschützt werden. Liegt in einem Organ zu viele Viren (das ist abhängig von der Spieleranzahl) bekommt es einen Kollapsmarker.

Ist die Runde durch, werden die Karten verdeckt nach rechts neben das Tableau gelegt und es wird erneut wie oben verfahren. Am Ende der ersten Phase wird aufgeräumt, indem die oberhalb des Spielertableaus liegenden Karten wieder auf die Hand genommen werden. Nun wandern die rechts und links liegenden Karten der aktuellen Runde über die Ablage und bleiben dort liegen.

Viral – Das Brettspiel der Vieren im Test

Phase 2 - Forschung

Nun wird zunächst geschaut, welcher Spieler in welcher Zone die Mehrheit besitzt. Um die Mehrheit zu haben, muss jedoch mindestens in jedem dazugehörigen Organ ein Virus der gleichen Art vorhanden sein. Der Spieler bekommt die Siegpunkte gemäß dem dort liegenden Punktemarker, steigt aber auch in der in der Forschungsskala entsprechend nach oben.

Viral – Das Brettspiel der Vieren im Test

Phase 3 - Ereignis

Nun wird die oben liegende Ereigniskarte abgehandelt. Die Spieler können Punkte erhalten, oder aus einem Organ verschwinden. Es gibt auch noch zahlreiche andere Reaktionen.

Phase 4 - Immunsystem

Das Immunsystem reagiert, indem die Kollapsmarker nach ihrer Zahl in Reihenfolge abgehandelt werden. Wer in einem kollabierten Organ am meisten Punkte hat bekommt 2 Siegpunkte. Alle anderen Spieler einen Punkt. Nun werden die Viren ohne Schild entfernt und kommen in die Auslage des jeweiligen Spielers zurück. Die anderen werden umgedreht und verlieren ihren Schild.

Phase 5 - Heilbehandlung

Hat ein Spieler seinen Forschungsstatus jetzt auf maximum, dann entdecken die Ärzte leider ein Gegenmittel. Alle Viren verschwinden nun aus dem Körper, die kein Schild zeigen. Der Forschungsstatus sinkt danach wieder auf null.

Viral – Das Brettspiel der Vieren im Test

Phase 6 - Rundenende

Nun wird die Vorrangstabelle neu sortiert. Wer ganz vorne liegt wandert nach ganz hinten und so weiter. Diese Aufstellung klärt in der nächsten Partie Gleichstände. Die nächste Runde kann starten.

Fazit

Gerade in der aktuellen Influenza Zeit macht es Spaß sich mal auf die andere Seite zu schlagen. Endlich mal nicht ausgeliefert zu sein, sondern selber als lästiges Virus im Köper herumgammeln und für besonders effektives Verteilen Anerkennung einsammeln. Doch wehe, wenn die Ärzte kommen und ein Gegenmittel finden…

Das Setting ist echt witzig und sehr gut umgesetzt worden. Fair ist, dass es zwei Wege gibt um zu verhindern, dass ein Spieler zu weit wegzieht. Die Runden spielen sich nach dem ersten durchlauf schnell und locker von der Hand. Das strategische Platzieren oder Bewegen der Viren sind im Spielverlauf spannend und verändert stetig das Gleichgewicht. Dadurch, dass immer vier Karten in der aktuellen Runde nicht zur Verfügung stehen, bleibt das Spiel dynamisch.

Das gilt auch für die Punkte. Diese werden flexible jede Partie neu verteilt. So bekommen unterschiedliche Sektoren immer eine andere Bedeutung. Hier haben Spieler einige Partien Spaß.

Wer ein ausgefallenes Spiel ausprobieren will, dass sich auch toll als Familie spielen lässt, der sollte sich Viral auf jeden Fall merken. Das Spiel eignet sich auch als sehr ausgefallenes Geschenk.

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Bilder zum Spiel

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