TEST // ARMATA STRIGOI

TEST // ARMATA STRIGOI

Ihr erinnert euch noch gut an den Tag, an dem ihr zum Werwolf wurdet. Viele Jahre sind seither vergangen. Der endlose Kampf zwischen euren Blutsbrüdern und den Vampiren hat sich während dieser Zeit zugespitzt. Wenn ihr dem ganzen jetzt nicht ein Ende setzt, werdet ihr mitsamt eurer Sippe untergehen. Der Vorstoß in die Festung dieser blutdürstigen Wesen ist ein letzter verzweifelter Versuch, das scheinbar unumgängliche Schicksal der Powerwolfs abzuwenden. Doch diese Flederlinge, wie ihr sie nennt, sind nicht unvorbereitet. Werdet ihr euch gegen die Schergen der Strigoi erwehren oder werden eure Leichname als blutleere Hüllen auf dem steinernen, kalten Boden dieses Gemäuers enden?

 

infos zum spiel

Hierbei handelt es sich um eine Rezension des Spiels ARMATA STRIGOI, welches von brettspiel-news.de gekauft wurde.
Auf unsere Bewertung hat das keinen Einfluss.

 

Darum geht es in dem Spiel

 

ARMATA STRIGOI ist ein kooperatives Kampfstrategiespiel aus der Feder von Paolo Vallerga und Marco Valtriani. Es ist für zwei bis fünf Werwölfe im ewig währenden Kampf gegen die nach Blut trachtenden Vampire ausgelegt. Das Spiel ist für Kinder ab 14 Jahren geeignet und eine Partie dauert, laut dem Verlag SCRIBABS, durchschnittlich 60-90 Minuten.

Die Spieler schlüpfen in die Rolle eines Werwolfes. Die Werwölfe sind hierbei an die Bandmitglieder der Metalband Powerwolf angelehnt. Ziel ist es, den im Spiel enthaltenen Vampiren den Garaus zu machen.

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Hierzu steht jedem Powerwolf eine gewisse Anzahl an Aktionskarten zur Verfügung. Die Eindringlinge bewegen sich in dem Gebäude umher, nutzen Spezialeffekte, erhalten neue Aktions- und Gegenstandskarten und kämpfen sowohl gegen die bösartigen Schergen als auch gegen die Vampire selbst. Gewonnen ist das Spiel, sobald die Vampire besiegt worden sind, bevor das Gebäude in einem Inferno untergeht.

 

Twilight für Metalheads

 

Nachdem der modulare Spielplan ausgelegt wurde, entscheidet sich jeder Spieler für einen Zugangspunkt in das Gebäude. Hierzu werden Leitern an ein beliebiges Spielplanteil angelegt. Jeder Spieler wählt zu Beginn jeder Runde eine Aktionskarte aus seiner Hand aus und legt diese verdeckt vor sich ab. Anschließend werden alle Aktionskarten umgedreht. Die Initiativezahl zeigt an, welcher Spieler beginnt.

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Weiterhin sind auf den Aktionskarten Symbole mit Tatzen aufgedruckt. Diese Zahl gibt an, wie viele Schritte sich jeder Powerwolf bewegen kann. Zieht der Werwolf hierbei über ein rotes oder graues Feld, kommt es zu einem Kampf mit einem Schergen der Vampire. Sobald ein Kampf beginnt, verfallen die restlichen Bewegungspunkte.

Je nachdem, auf welchem Feld sich der Spieler befindet, wird das entsprechende Plättchen vom Stapel gezogen. Die Stärke sowie die Belohnungen sind auf dem Plättchen aufgedruckt. Der Spieler vergleicht die Stärke des Monsters mit der Stärke auf der eigenen Aktionskarte. Bei einem Wert, der mindestens dem der Kreatur entspricht, gewinnt der Spieler und erhält die abgebildete Belohnung. Sollte die Stärke des Monsters nicht erreicht werden, so erhält der Spieler einen Verwundungsmarker.

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Jeder Powerwolf kann bis zu 3 Verwundungsmarker erhalten, bis er stirbt. Sollte ein Powerwolf sterben, kann der Spieler alle Verwundungsmarker abwerfen und an einem Zugangspunkt erneut starten. Allerdings muss ein Blutstropfen auf die Infernokarte gelegt werden. Ein Fortschreiten auf der Infernokarte führt, je nach Spieleranzahl, zur Niederlage der Werwölfe.

Am Ende jedes Zuges bewegen sich die sogenannten Strigoi. Das Vernichten dieser führt zum Sieg über die Vampire. Bevor diese jedoch verwundbar sind, muss sich eine gewisse Anzahl an Blutstropfen auf dem Altar befinden. Diese können durch das Besiegen kleinerer Gegner erlangt werden. Die Strigoi sind besonders starke Feinde und teleportieren sich nach jedem Zug in einen anderen Raum und greifen von dort aus mittels Fernkampf an.

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Nachdem ein Strigoi eliminiert wurde, wird der überlebende umso stärker. Zusätzlich fängt die Festung an zu zerfallen, sobald dem Vampir erneut Schaden zugefügt wird. Sind alle Vampire erledigt, gewinnen die Werwölfe. Geht die Festung im Inferno unter, gewinnen die Strigois.

 

Das Spielmaterial

 

In der Box von ARMATA STRIGOI kann das gesamte Material problemlos untergebracht werden. Die Schachtel besitzt kein eigenes Inlay. Enthalten sind Spielplanteile, Miniaturen, Token und auch diverse Karten. Die Token sowie die Spielplanteile bestehen aus robuster Pappe und können modular zusammengelegt werden. Die Miniaturen sind wider Erwarten hochwertig produziert und detailliert angefertigt worden. Nicht zuletzt sind die Karten, ebenso wie das Cover, aufwändig illustriert worden.

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Die Spielanleitung beinhaltet 36 Seiten, wobei die deutsche Regelerklärung bereits nach Seite 9 endet. Sie ist multilingual und somit zusätzlich in der englischen, italienischen, französischen und spanischen Sprachausgabe vorhanden. Die Anleitung ist, mit Ausnahme von vereinzelten Rechtschreib- und Darstellungsfehlern, schlüssig geschrieben. Leider sind sehr wenig Bilder oder Beispiele vorhanden. Eine Kurzübersicht außerhalb der Regeln fehlt ebenfalls. Das Material von ARMATA STRIGOI bewegt sich im oberen Mittelfeld und ist für den Preis in angemessenem Umfang vorhanden.


ARMATA STRIGOI ist definitiv ein einzigartiges Spiel. Noch nie in meinem Leben habe ich ein Brettspiel spielen können, das in diesem Ausmaß einer bzw. mehrerer realer Personen gewidmet ist. Ein Brettspiel für eine Metalband, äußerst interessant und abschreckend zugleich.

Zunächst komme ich zum Lesen der Anleitung. Wir alle kennen das, wir wollen ein Spiel spielen, doch das Lesen der Anleitung ist einfach zu anstrengend. Besonders, wenn die Anleitung der von ARMATA STRIGOI ähnelt. Kleiner Text, kaum Bilder, wenig Beispiele. Zum Glück sind 9 Seiten schnell gelesen. Trotzdem bin ich ein Fan von multilingualen Anleitungen und kann dies nur Befürworten.

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Der Spielplan selbst ist recht überschaubar, jedoch modular, was zur Erhöhung der Abwechslung führt. Die Miniaturen sind sehr schön und detailliert geformt worden. Das Artwork ist Geschmackssache und gefällt definitiv nicht jedem. Ich finde, dass es zu dem Spiel passt und es durchaus aufwertet.

Das Spiel ist thematisch und besitzt ein sehr unverbrauchtes Thema. Leider konnte ich mich nur sehr schwer in die Rolle eines „Werwolfmetalbendmitglieds“ hineinversetzen. Die Mechanik ist leider auch nicht mehr als durchschnittlich. Ein bisschen herumlaufen, ein bisschen kämpfen und ein paar Spezialeffekte. Zudem war es bei meinen Probepartien auffällig leicht, zu gewinnen.

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ARMATA STRIGOI macht wenig falsch, nur leider auch nicht sehr viel gut. Für mich ist das Spiel ein absolutes Nischenprodukt, was es nicht zwangsläufig zu einem schlechten Spiel macht. Metalfans und Freunde von Kampfstrategien mit besonderem Setting sollten hier einen genaueren Blick darauf werfen. Alle anderen wird das Spiel weder enttäuschen noch begeistern.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

Tags: Kampfstrategie, Dungeon-Crawler, Miniaturen, 60-90 Minuten, 2-5 Spieler, TSD20

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