TEST // MUSEUM

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Als Kurator in einem großen MUSEUM der 1920er-Jahre seid ihr stets auf der Jagd nach den passenden Ausstellungsstücken. Aus Amerika und dem Pazifik, aus Asien, aus Europa sowie aus Afrika und dem Nahen Osten sucht ihr euch eure Sammlung zusammen und versucht, eine interessante Ausstellung, sortiert nach Völkern und wissenschaftlichen Exponaten, zu präsentieren. Doch überlegt euch gut, was ihr ausstellt. Denn ihr seid nicht die einzigen, die auf der Jagd nach Schätzen sind. Auch die anderen großen Museen versuchen, ihre Ausstellung stetig zu verbessern, um selbst die prächtigste Sammlung präsentieren zu können.

HOLY GRAIL GAMES war so freundlich, uns ein Exemplar von MUSEUM für eine Review zur Verfügung zu stellen. Dies hatte natürlich keinerlei Einfluss auf unsere Bewertung.

Das goldene Zeitalter der Museen

Die Aufgabe der SpielerInnen ist es, eine Sammlung nach dem Geschmack der Besucher zusammenzustellen und dabei dem Wunsch des geheimen Mäzens im Hintergrund zu entsprechen. Was der Mäzen gerne in der Sammlung sehen möchte, weiß nur der jeweilige Spieler. Abgesehen von den Anforderungen des Mäzens ist jeder Spieler frei darin, sich sein Museum so einzurichten, wie er oder sie es für am besten empfindet. Wer am Ende die meisten Prestigepunkte gesammelt hat, gewinnt MUSEUM.

Beim Sammeln gibt es die Möglichkeit, sich Gegenstandskarten einer bestimmten Zivilisation zu sichern. Zu erkennen sind diese an der Kartenfarbe. Zusammenhängende Zivilisationsartefakte bringen am Ende Punkte. Die andere Art, an Punkte zu kommen, ist über das Sammeln von Wissensgebieten. Die Wissensgebiete sind über verschiedene Zivilisationen verstreut und am Ende werden nur die gewertet, die von unterschiedlichen Zivilisationen stammen. Dabei ist es nicht von Schaden, mehrere Wissensgebiete einer Zivilisation in der Sammlung zu haben. Sie werden nur nicht mehrfach gewertet. Die Auslage wird nach jeder Runde neu aufgefrischt, weswegen es zu Beginn nicht möglich ist, einen genauen Fahrplan für die eigene Strategie zu erstellen.

Zu Beginn jedes Zuges kommt die Erforschungsphase, in der jeder Spieler sich eine Gegenstandskarte kostenlos aus der Auslage nehmen darf. Danach darf jeder andere Spieler ebenfalls eine Karte ziehen, was dem Spieler, der am Zug ist, jeweils einen Prestigemarker einbringt. Danach schließt sich die Aktionsphase an, in der in erster Linie das eigene Museum ausgestattet wird. Es können Gegenstandskarten aus der Hand, der persönlichen Reserve (=Ablage) oder der Reserve eines Mitspielers gespielt werden. Voraussetzung zum Ausspielen ist, dass die oben links angezeigten Punkte durch andere Karten bezahlt werden können. Die Karten, die zum Bezahlen einer Gegenstandskarten aus der Hand oder der eigenen Reserve genutzt werden, kommen in die persönliche Reserve. Wird die Karte aus der Reserve eines Mitspielers gespielt, bekommt dieser auch die abgelegten Karten, zusammen mit einem Prestigemarker aus dem eigenen Vorrat des Spielers.

Die ausgespielten Karten werden in das Museum gelegt und bringen Prestigepunkte in Höhe des Wertes der Karte. Die Punkte werden auf der Prestigepunktleiste festgehalten. Wer auf diese Weise als erstes 50 Punkte erspielt hat, beendet das Spiel. Die Mitspieler können noch jeweils eine Runde spielen, bevor es zur Endwertung kommt. Wie die Gegenstandskarten ausgelegt werden, ist zunächst nicht groß von Bedeutung, da vor der finalen Wertung alle Karten neu ausgerichtet werden können. Wer ein Meisterwerk (Wert 5) ausstellt, bekommt einen Extra-Prestigemarker. Wer sich entscheidet, keine Gegenstandskarte auszulegen, kann stattdessen eine Inventur vornehmen, was nichts anderes heißt, als dass alle Karten aus der persönlichen Reserve auf die Hand genommen werden können. Am Ende des Zuges wird die Kartenhand auf ein Maximum von 7 Karten untersucht und ggf. werden Karten in die eigene Reserve abgelegt.

Ein wenig Varianz kommt durch Schlagzeilen- und Gefälligkeitskarten ins Spiel. Durch Schlagzeilenkarten gibt es in Spielrunden verbesserte oder verschlechterte Bedingungen. So dürfen beispielsweise zwei anstatt nur einer Gegenstandskarten genommen werden oder aber das Kontingent an Karten in der Auslage wird begrenzt. Die Gefälligkeitskarten bieten einzelnen Spielern Vorteile, die sie in bestimmten Situationen ausspielen können. Jeder erhält zu Beginn eine Gefälligkeitskarte und für jeweils 10 Punkte auf der Prestigepunkteleiste gibt es eine weitere. Die Gefälligkeitskarten zählen nicht gegen das Handlimit und können dadurch bis zum passenden Moment aufgespart werden. Zu guter Letzt gibt es noch Experten, die besondere Boni bringen und für das Museum über das Ausgeben von Prestigemarkern angeheuert werden können. Für Nachteile sorgt das Ziehen einer „Öffentliche Meinung“-Karte, die am Ende des Spiels für Minuspunkte sorgen kann.

Während der Auswertung können alle Spieler noch einmal die Karten in ihrem Museum so ausrichten, dass sie möglichst viele Punkte bringen. Als zusammenhängend gewertet werden jeweils Karten, die rechtwinklig zusammen angeordnet sind. Punkte bringen zusammenhängend ausgelegte Zivilisationen und Wissensgebiete aus verschiedenen Kulturen. Weitere Punkte können über das Erfüllen der Wünsche des Mäzens oder durch Füllen des Museums nach einem der drei auf dem Museumstableau angezeigten Muster erspielt werden. Wer nach dem Auszählen die meisten Punkte hat, gewinnt.

Schön, wie ein großes Gemälde

Die zahlreichen Karten im Spiel sind aus strapazierfähigem Material, liegen gut in der Hand und sind durchweg mit wunderschön gezeichneten Motiven versehen. Zu jedem Motiv gibt es historische Fakten, die erklären, worum es sich bei dem gezeigten Ausstellungsstück handelt und aus welcher Epoche es stammt. Das Spielboard ist aus dickem Karton und die einzelnen Marker sind aus fester Pappe. Die Tableaus für die Museen sind beidseitig bedruckt und aus dickem Papier gefertigt. MUSEUM verfügt über ein Sortiersystem, in dem das gesamte Material problemlos verstaut werden kann und das auch für die Erweiterungen noch genügend Platz bietet.

Die Anleitung beinhaltet zahlreiche Abbildung und ist gut strukturiert. Der Ablauf des Spiels wird gut erklärt und abgesehen von kleineren Holprigkeiten zu Beginn, verlief bereits das erste Spiel nach dem Erlernen der Regeln relativ flüssig.

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Tags: Deckbauspiel, 2-4 Spieler, Muster bilden, Set sammeln

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