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TEST // LA VINA

TEST // LA VINA

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Eine Gruppe ambitionierter TraubenpflückerInnen befindet sich in einem Wettstreit. Wer es schafft, den besten Traubenertrag zum Ende der Ernte zu erzielen, erbt ein bezauberndes Weingut, das nach dem Tod des bisherigen Besitzers zurzeit leer steht. Überlegt euch gut, welche Trauben ihr ernten möchtet und welche Sorten von den Weingütern gewünscht werden. Denn nur wer am Ende das meiste Prestige sammeln kann, gewinnt LA VINA.

DEVIR GAMES war so freundlich, uns ein Exemplar von LA VINA kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dies hatte natürlich keinen Einfluss auf unsere Bewertung.

Ein edler Tropfen braucht Ruhe und Geduld

Beim Aufbau von LA VINA werden entlang eines Weges an jeder Zelle links und rechts jeweils 2 Rebsorten ausgelegt. Am Ende des Weges werden im Zielgebiet 5 Weinkellereien platziert, die angeben, welche Reben gefragt sind und wie viel Prestige sie einbringen. Zur Lieferung der Trauben werden Fässer benötigt, von denen jedem Spieler und jeder Spielerin eine begrenzte Anzahl zur Verfügung steht. Gesammelt werden die Trauben in Körben, die nur eine begrenzte Menge fassen und von denen zu Beginn jeder eine Version für 2 Reben und eine für 3 Reben besitzt. Im späteren Verlauf besteht die Möglichkeit, einen kleinen Korb gegen einen größeren auszutauschen.

Die SpielerInnen ziehen jede Runde mit ihrem Meeple entlang der Reihen mit den Reben. Im Spiel zu zweit hat jeder Spieler 2 Meeple. Wer am Zug ist, muss sich entscheiden, wie weit der Meeple bewegt wird. Vor oder nach der Bewegung kann die vorderste Rebe in der jeweiligen Zelle geerntet und in einen der beiden Körbe gelegt werden. Anschließend geht es weiter mit dem Meeple, der am weitesten vom Ziel entfernt platziert ist. Ist er dies auch noch nach seinem Zug, schließt sich ein weiterer Zug unmittelbar an. Denn es gilt, dass immer der Meeple, der am weitesten vom Ziel entfernt ist, an der Reihe ist.

Darum gilt es sich gut zu überlegen, ob der kurze Weg genutzt wird, um möglichst viel Trauben einzusammeln, oder ob der lange Weg direkt genommen werden soll, um eine für die eigene Sammlung wichtige Rebsorte zu erhalten. Wer sich den letzten Platz in einer Kellerei für die gesammelten Trauben sichern möchte, kann theoretisch auch direkt vom Start ins Zielfeld ziehen.

Abgeliefert werden können die Trauben, sobald der Meeple im Zielgebiet angekommen ist. Dabei gilt es, entweder den gesamten Inhalt eines Korbes bei einer Kellerei durch Ablegen der Karten und Auslegen eines Weinfasses abzuliefern oder auch wahlweise mit dem Korb in die nächste Runde zu gehen. Ist der letzte Meeple im Ziel angekommen und hat noch kein Spieler das letzte Fass gesetzt, geht es anschließend wieder vom Startfeld aus los. Die Startreihenfolge entspricht dabei der Reihenfolge beim Einlauf ins Ziel.

Als strategische Möglichkeit bietet LA VINA die Option, einen der Sammelkörbe aufzuwerten und dadurch mehr Platz für die Traubenernte zu erhalten. Doch die Aufrüstung hat ihren Preis und ist in Form von Prestigepunkten zu bezahlen. Zusätzlich gibt es noch die Option, Werkzeuge aufzusammeln. Ein Haken ermöglicht das Aufsammeln von Reben, die in der hinteren Reihe liegen, eine Heckenschere ermöglicht es, zwei Reben in einem Zug zu ernten und zu guter Letzt ermöglichen Gummistiefel, Trauben von benachbarten Zellen zu ernten. Jeder Spieler darf maximal 2 Werkzeuge sammeln. Eine Kombination von Werkzeugen ist möglich.

Guter Wein bedingt gutes Handwerkszeug

Die Karten und Marker des Spiels machen einen stabilen Eindruck und dürften lange für Spielfreude sorgen. Die Meeple sind aus Holz, was den allgemein guten Eindruck weiter fördert. Zur Aufbewahrung gibt es zahlreiche Beutel in der Schachtel, wodurch eine Sortierung beim Wegpacken möglich ist. Ein großer Dank geht an DEVIR GAMES dafür, dass sie die Box klein und handlich gehalten haben!

Die Anleitung ist gut gegliedert und erklärt weitgehend gut das Spiel. Während der ersten Partie gab es ein paar kleinere Ungereimtheiten, die sich jedoch weitgehend schnell durch Nachschauen in der Anleitung klären ließen.

Das Spiel ist derzeit lediglich in einer englischen Sprachfassung erschienen. Dies betrifft allerdings nur die Anleitung. Das Material selbst ist komplett sprachneutral. Somit reicht es vollkommen aus, wenn einer der SpielerInnen englisch versteht und die Regeln den anderen erklären kann.

Tags: 2-5 Spieler, Handmanagement, Set sammeln

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