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TEST // Bastille

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Viva la France! So oder so ähnlich schrie es das französische Volk mit voller Hingabe bei dem Sturm auf die „Bastille“. Im gleichnamigen Spiel vertreten wir eine französische Fraktion die die Revolution mit allen Mitteln vorantreibt, Einfluss ausbreitet und Frankreichs Regierungsform ändern will. Stürze auch dich in die Vergangenheit Frankreichs und sei ein Teil der Geschichte.

Wir bedanken uns bei Queen Games für das Probeexemplar welche von uns ausgiebig und ehrlich auf pro und contra getestet wurde.

Französische Geschichte auf dem Spielbrett

Bastille 05Wir befinden uns im Jahr 1789 und die Französische Revolution steht kurz bevor. Auch wir wollen mit unserer Fraktion einen wichtigen Teil in der Geschichte einnehmen. So gilt es, an verschiedenen Schauplätzen in Paris unseren Einfluss geltend zu machen, neue Verbündete gewinnen und Waffen aus der „Bastille“ zu stehlen.

Der Spielaufbau ist schnell durchgeführt. Zentrales Element ist der große Spielplan in der Tischmitte. Dieser wird mit dem notwendigen Spielmaterial bestückt (Personenkarten, Bonusplättchen und Waffenplättchen).

Die Spieler erhalten 8 Münzen als Startkapital, 20 Gefolgsleute und 4 Schilde (Einflussmarker) mit der Wertigkeit 1,1,1,2 und als letztes noch eine persönliche Auftragskarte. Auf die Wertigkeit der einzelnen Schilde werden wir im weiteren Verlauf eingehen. Hier sei gesagt, dass dies ein wichtiges Element im gesamten Spiel sei.

Das Machtspielchen kann beginnen

Bastille 07Der schnelle Spielaufbau ist beendet und das Spiel kann beginnen. Nun heißt es in 8 schnell gespielten Runden den meisten Einfluss in Paris wirken zu lassen.

Wie bei einem klassischem Worker Placement Spiel üblich, sind die möglichen Aktionen begrenzt. Bei einem 3 Personen Spiel besitzt jeder Spieler 4 Einflussmarker und somit auch 4 Aktionsmöglichkeiten. Nicht nur die Anzahl der Aktionen sind begrenzt, sondern auch die zur Verfügung stehenden Felder der einzelnen Orte. So kann der Ort Versailles nur mit zwei Einflussmarkern besetzt werden wo hingegen Place Louis 4 mögliche Aktionen zulässt.

Es werden beginnend mit dem Startspieler und der Reihe nach die Einflussmarker auf die einzelnen Felder der zu nutzenden Orte gelegt. Haben alle Spieler ihre vier Marker verteilt, werden anschließend die einzelnen Orte abgehandelt. Hier spielt die Wertigkeit der Einflussmarker eine wichtige Rolle. Denn zuerst darf der Spieler die Aktion durchführen, der den höchsten Einfluss wirken lässt. Das bedeutet der Spieler der das Schild mit dem höchsten Wert einsetzt, darf zuerst die Aktion ausführen.

Ein wichtiger Ort bzw. Aktion ist das Aufwerten der einzelnen Einflussmarker. Dies kostet jedoch eine Aktion aber ermöglicht im weiteren Spielverlauf bessere Optionen und ggf. mehr Boni zu erhalten. So ist es möglich die Wertigkeit der Schilde auf maximal Stufe 4 zu erhöhen.

Als weiteres historisches Element ist der Sturm auf die Bastille möglich. Neben den zusätzlichen Siegpunkten die der Spieler zur Zwischen-/Schlusswertung erhält, erhält er auch die dringend benötigten Waffen für seine Verbündeten. Als erster darf sich der Spieler der das Wettrennen auf der Bastille-Leiste gewonnen hat die Waffen aussuchen. Natürlich ist die Wahl gut zu bedenken, denn die Bauern wollen Mistgabeln, die Soldaten benötigen Gewehre und die Adeligen kämpfen nur mit dem Degen. Doch gibt es auch an anderen Orten in Paris eine Fackel als kleinen Joker. Mit einer Fackel in der Hand ist jeder zufrieden.

Bastille 14

Auch der Gang in die Katakomben bietet weitere Möglichkeiten das Spiel zu gewinnen.  Gefolgsleute (kleine Farbwürfel der Fraktion) werden in den blickdichten Beutel geschickt um zur Zwischen- und Endwertung extra starke Boni zu erhalten. Welcher Gefolgsmann den Bonus erhält bleibt dem Zufall überlassen, doch sinkt die Wahrscheinlichkeit mit der Anzahl an Würfeln fremder Fraktionen. Will man unbedingt viele Boni in der Zwischenwertung erhalten so muss man zusehen, dass viele Würfel der eigenen Fraktion im Beutel landen. Aufgepasst! Wer hier viele Aktionen verschenkt, verschenkt auch den Spielsieg!

Nun wurde die ganze Zeit von Verbündeten gesprochen. Wer ist das und wieso der ganze Stress? In der Auslage stehen den Spielern vier Verbündete zur Verfügung die angeworben werden können. Diese müssen natürlich in Form von Geld angelockt werden und das nicht gerade wenig. Die Charaktere bringen unterschiedliche Symbole mit sich, die wieder zur Zwischen- und Endwertung weitere Siegpunkte einbringen. Auch hier gilt, Augen auf! Wie bereits erwähnt ist ein Verbündeter ohne Waffen nicht viel wert und bringt am Spielende sogar Minuspunkte. Doch richtig Kombiniert und mit den richtigen Auftragskarten sind diese letztendlich Spiel entscheidend.

Zum Schluss seien noch die Aufträge erwähnt. Neben den bereits erwähnten zahlreichen Möglichkeiten vereinzelt Siegpunkte zu generieren, bestehen noch die Auftragskarten als wichtigste Quelle für Siegpunkte. So kommt der Set-Collecting Mechanismus ins Spiel. Abhängig der Aufträge müssen bestimmte Kombinationen von Verbündeten oder die meiste Anzahl von bestimmten Charakteren gesammelt werden. Da ist natürlich der Spieler, der eine hohe Gefolgschaft anhäuft und viele Aufträge einsammelt, klar im Vorteil.

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Sieger ist!

Zur Zwischenwertung und Schlusswertung werden Kriterien berücksichtigt die den Spielern Punkte einbringen. Alle zu wertenden Kriterien sind auf dem Spielbrett dargestellt und lassen sich Schritt für Schritt abhandeln. Eine wichtige Rolle Spielen die Symbole auf den einzelnen Charakterkarten so wie die Kombination der Auftragskarten.

Wer nach der Schlusswertung die meisten Siegpunkte erzielt, ist Sieger und konnte sich am besten auf die drohende Revolution vorbereiten. 

Die Ortsaktionen im Überblick

Abhängig vom besuchten Ort erhalten die Spieler unterschiedliche Boni. In einigen Fällen erhält der Spieler mit dem höchsten Einfluss sogar noch einen weiteren kleinen Bonus in Form von Siegpunkten oder Geld.

Bastille 22

  

Ein ganzer Karton voller Spielmarker.

„Bastille“ ist ein 3 – 4 Personen Spiel von Queen Games und ist in einem schönen französischen Stil gehalten. Das Spiel besteht aus zahlreichen Markern welches aus dickerer Pappe hergestellt ist, so wie Holzmarker und verschiedenen Spielkarten. Es hinterlässt klar einen hochwertigen Eindruck. Für die Gestaltung war Herr David Cochard verantwortlich und hat sich viel Mühe für ein abgestimmtes Design gegeben. Einzig die Darstellung der einzelnen Orte auf dem Spielplan wurden zu wenig in den Vordergrund gestellt. So achtet man nur auf die Boni und ist sich nicht bewusst, dass man gerade seinen Einfluss in der großen Bank von Paris wirken lässt.

Bastille 16

Dem Spiel wurden viele verschiedene Mechanismen hinzugefügt und lassen es interessanter wirken. Der übliche Worker Placement wurde durch die Wertigkeit der Einflussmarker ein wenig aufgepeppt und machen das Spiel spannender. Am Spielende ist das Set-Collecting im Vordergrund wohingegen der Beutel (Katakombe) in der Mitte des Spiels fokussiert wird. Gerade die Mischung der Elemente machen das Spiel noch mal ein Tick schöner.

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Tags: Sets erstellen, Worker Placement, Auktion/Bieten, 3-4 Spieler

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