TEST // Bastille

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Bastille 12Eins vorweg! Selten das ein Verlag ein Spiel auf den Markt bringt welches erst ab 3 Spielern möglich ist. In den meisten Fällen würde eine pseudo 2 Personenvariante angeboten. Dies ist hier nicht der Fall und ist auch gut so. Denn das Spiel lässt sich mit 4 Spielern am besten Spielen. Gerade der Zwist mit den Kontrahenten, früher die Ortsaktion ausführen zu müssen, machen das Spiel reizvoll. Außerdem ist hier die Wertigkeit der Einflussmarker einfach super. Nichts ist schöner als das doofe Gesicht meines Gegners, wenn ich den höchsten Einflussmarker auf ein Ort spiele, welches mein Gegner unbedingt als erster benötig. Wäre ja langweilig, wenn jeder das bekommt was er benötigt. # Schadenfreude

Es gibt einige Pro und Contra die hier erwähnt werden können. Starkes Pro ist die einfache Handhabung. Auch wenn es aus dem Text nicht hervorgeht, so ist das Spiel schnell erklärt und auch genauso schnell gespielt. Es stehen dem Spieler 7 Orte zur Verfügung, die Aktionsmöglichkeiten sind deutlich mit verständlichen Symbolen gekennzeichnet und bleiben für jeden überschaubar. Außerdem sind die unterschiedlichen Spielelemente so wie Mechanismen sehr interessant und werten das Spiel stark auf.

Bastille 11Worker Placement ist natürlich der am meisten genutzte Mechanismus in der Brettspielwelt, doch wurde er hier deutlich spannender gestaltet und das Spiel gewinnt an Raffinesse. Die Tatsache, dass der Spieler mit dem höchsten Einflussmarker den Ort zuerst abhandelt und das die Einflussmarker im Spielverlauf sogar aufgewertet werden können, wandeln das Spiel letztendlich vom öden Worker Placement zum Worker Placement mit Grübelfaktor. Es ist schließlich abzuwägen welcher Ort wichtiger ist und mit welchem Einflusswert wir ihn besuchen. Kann es ausschlaggebend sein eine bestimmte Aktion als erster auszuführen oder reicht es doch diesen Ort mit einem 1er Einflussplättchen zu besuchen. Letztendlich sind auch die Aktionen der Mitstreiter begrenzt und die höherwertigen Einflussplättchen müssen gut überlegt eingesetzt werden. Keine der Mechanismen wurden neu erfunden und ja, es gab schon alles in anderen Spielen, aber trotzdem ist es ein netter Spielmechanismus der das Spiel spannender gestaltet.

So kommen wir nun auch zum Contra. Denn das Thema ist schön gestaltet und die Geschichte passt, doch wirkt der Schauplatz aufgesetzt und all das könne man wohl auch im Weltall spielen. Wer sich mit der französischen Revolution beschäftigt so weiß man, dass sich hier das Volk gegen die Monarchie und die Adligen aufgelehnt hat und für die Gleichstellung kämpfte. Wieso verbünden wir uns als einfaches Volk mit Adeligen?

Das Spiel findet definitiv ein Platz in meinem Regal und ich werde sicherlich eine 4er Runde finden, die mit mir das Spiel gelegentlich spielen will. Ich sortiere es in die Reihe der gehobenen Familienspiele und werde es nicht als Abendfüller auf den Tisch legen aber als netter Starter ist es in 60 min schnell gespielt. Die kleinen Minierweiterungen müssen ja schließlich auch noch ausgetestet werden.

So bleiben meine letzten Worte Liberté, Égalité, Fraternité  (Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit)

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Tags: Sets erstellen, Worker Placement, Auktion/Bieten, 3-4 Spieler

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