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Test // Final Act

TEST // Final Act

Auf der SPIEL‘18 haben wir ein Exemplar von Final Act gekauft und seitdem hatten wir das Spiel mehrfach auf dem Tisch. Heute wollen wir einen kleinen Eindruck geben wie es funktioniert. Auffallend ist vor allem das Spielmaterial, das fast ausschließlich aus Holz besteht.

 Darum geht es im Spiel

Das Spiel richtet sich ausschließlich an zwei SpielerInnen. Beide Seiten befehligen jeweils sieben Panzer und versuchen die Gegenseite zu besiegen. Dabei sind die Regeln recht simpel gehalten und das ganze Geschehen passiert auf einem viereckigen Spielfeld. Zusätzlich erschweren diverse Hindernisse das jeweilige vorgehen.

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So funktioniert das Spiel

Jede Runde besteht aus zwei Phasen. Diese sind unterteilt in das Programmieren der Panzer und in das Schießen auf den Gegner.

Das Programmieren der Panzer findet über ein Steuermodul statt, das sehr übersichtlich ist und das Drehen und Fahren eines jeden einzelnen Panzers ermöglicht. Die Spieler planen gleichzeitig, wie sich die Panzer in der aktuellen Runde bewegen sollen. Der Bewegungsradius eines Panzers ist genau ein Feld nach vorne, auch diagonal oder ein Feld nach hinten, ebenfalls diagonal möglich. Zusätzlich lassen sich die Panzer drehen, um ihr Schussfeld zu verändern.

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Wenn die Planung der Bewegung abgeschlossen ist, startet die Kampfphase. Jetzt wird mittels Schussmarker markiert wo jeder Panzer hin schießt. Die Entfernung wie weit ein Panzer schießen kann ist simpel geregelt: Am Spielfeldrand befinden sich bunte Farbmarkierungen, die Panzer können gerade von einer Farbmarkierung z.b. Blau bis zu einer anderen Farbmarkierung schießen. Seitlich verkürzt sich das Schussfeld.

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In dieser Phase geht es darum einzuschätzen, wohin sich die Panzer des Gegners voraussichtlichen bewegen werden. Diese Punkte werden dann mit Marker gekennzeichnet. Ist das geschehen, führen die Spieler nun die zuvor programmierten Bewegungen der Panzer aus. Sobald ein Panzer auf ein Feld fährt, auf dem ein Schhuss-Marker des Gegenspielers liegt, nimmt der Panzer einen Schaden. Jeder Panzer kann zwei Treffer aushalten. Beim zweiten Treffer ist der Panzer zerstört.

Die Spielanleitung

Die Spielanleitung ist kompakt und übersichtlich gehalten, alle relevanten Regeln werden recht schnell und verständlich in der englischen Sprache erklärt. Das Spiel selber ist sprachneutral, so dass es durchaus möglich ist, das Spiel zu spielen, wenn man keine ausreichende Englischkenntnisse hat, solange einer der SpielerInnen der englischen Sprache mächtig ist, um die Anleitung zu lesen.

Das Spielmaterial

Das Spielmaterial ist tatsächlich der Glanzpunkt des Spiels. Das Holzmaterial ist hübsch gestaltet und hat eine sehr gute Haptik. Das hier auf Kunststoff bewusst verzichtet wird, ist wirklich eine gute Sache. Was beim Material in Sachen Qualität abfällt, ist das Cover, denn das ist wirklich alles andere als sehenswert. Besonders herausragend ist das Spielertableau, welches schon vormontiert in der Schachtel liegt. Die Drehregler sind gut angebracht und lassen sich bestens drehen.

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meinung zum spiel DK

Final Act ist ein leicht zu lernendes sehr simples strategisches Panzerspiel. Die Art der Steuerung erinnert sehr an „Star Wars: X-Wing“ und ähnliche Spiele, bei denen die Bewegung programmiert wird.

Es geht hier vor allen Dingen darum zu ergründen, wie sich der Gegenspieler verhalten wird. Das ist das Kernkonzepte des Spiels. Mit einem taktischen Plan in der Tasche hat man sicherlich gute Chancen, muss aber auch regelmäßig in den Duellen variabel bleiben, um auf die Aktion des Gegners zu reagieren. Es lohnt sich z.B. mit zwei Panzern einen einzelnen anzugreifen und damit die Trefferwahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Wünschenswert wäre mindestens ein zweiter oder dritter Fahrzeugtyp gewesen, der andere Möglichkeiten des Angriffs bietet. So würde noch etwas mehr Strategie in das Spiel kommen.

So bleibt nur die Landschaft als taktisches Mittel zu nutzen, auf die wir bisher noch gar nicht eingegangen sind. Es ist möglich, sich hinter Bergen zu verstecken und Schutz zu suchen. Außerdem gibt es Felder wie den Teich oder das Minenfeld, die die Bewegungsfreiheit einschränken.

Durch das Einschätzen der möglichen Bewegungen des Gegners, ist natürlich ein Glückselement im Spiel. Manchmal liegt man in einer Partie andauernd richtig und manchmal kann es passieren, dass man einfach gar nichts trifft.

Wer mit diesem Umstand leben kann, der findet mit „Final Act“ ganz sicher ein wirklich gutes schön produzierte Spiel, das auch zu Interaktion und Gesprächen während der Partien auffordert.

final act wertung

Bilder vom Spielmaterial

Tags: 60 Minuten, Kämpfen, Kriegsspiel, 2 Spieler

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