Test: Kepler-3042 Kickstarter Version

Geschrieben von Daniel Krause.

Im Jahr 2016 wurde “Kepler-3042” erfolgreich bei Kickstarter finanziert. Das Spiel wurde dann zum Herbst ausgeliefert. Wir haben uns zum Testen mal in die Weiten des Weltalls aufgemacht und geschaut, ob es Spaß macht fremde Welten zu erkunden und zu kolonisieren.

Darum geht es

Es ist das Jahr 3042. Endlich ist die Menschheit in der Lage in die unerforschten Weiten des Weltalls aufzubrechen. Ein bis vier Spieler übernehmen die Geschicke einer Fraktion. Es muss nach geeigneten Welten gesucht werden, um sie zu kolonisieren. Zudem muss geforscht, produziert, und Rohstoffe müssen abgebaut werden. Das alles muss in 16 Runden passieren, die dann doch relativ schnell vorbei sein können.

pler-3042 Kickstarter Version

Spielvorbereitung

Jeder Spieler bekommt ein Tableau, eine Erde-Karte (als Startplanet), drei Raumschiffe, diverse Marker, die an entsprechenden Stellen auf dem Spielplan gelegt werden und einen geheimen Auftrag. Die Spieler erhalten noch die Startrohstoffe und dürfen sich zwei Forschungsbereiche aussuchen, in denen sie die erste Ausbaustufe erreichen.

Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt und die Rundenaktionskarten werden genau wie der Rundenmarker bereit gelegt. Dann kann das Spiel starten. Die Planeten werden entsprechend der Spieleranzahl verdeckt gemischt und dann um die Sonnen verteilt.

pler-3042 Kickstarter Version

So funktioniert das Spiel

Zum Rundenanfang wird eine Aktionskarte gezogen, vorgelesen und offen ausgelegt. Die Aktion findet dann zum Rundenende statt und begünstigt meistens die zurückliegenden Spieler.

pler-3042 Kickstarter Version

Mit dem Startspieler startend wird nun gespielt. Es gibt neun Möglichkeiten von Haupt-Aktionen. Pro Runde darf ein Spieler genau eine Aktion auswählen. Die Aktion aus der Vorrunde darf nicht genommen werden. Folgende Aktionen gibt es:


Space Mission

Das ermöglicht den Bau von bis zu 3 Raumschiffen aus dem Vorrat. Die Kosten von 1 Materie und 1 Energie müssen von einem Planeten stammen. An dem entsprechenden Planeten startet das Raumschiff.

Colonize

Maximal drei Planeten dürfen auf einmal kolonisiert werden. Mindestens ein Raumschiff muss auf einem aufgedeckten Planeten befinden. Grüne Alienplaneten benötigen erst höhere Technologien, um kolonisiert zu werden. Der Planet wird mit einem der eigenen fünf Marker gekennzeichnet und ist für die Mitspieler tabu. Aus dem Planetenstapel wird der entsprechende Planet rausgesucht.

Techn. Developments:

Hier werden Technologie Stufen mit Rohstoffen freigeschaltet. Um so weiter eine Technologie erforscht ist, können Technologie Punkte erhalten werden. Ist eine Technologie komplett erforschft bringt es am Spielende Siegpunkte.

Stellar Propulsion

Die Raumschiffe dürfen bewegt werden

Terraform Planets

Planeten können je nach erreichten Terraforming-Level, dass erforscht wurde terraformt werden. Terraformte Planeten bringen am Spielende Siegpunkte, die Produktion steigt und eventuell bringen sie noch Technologiepunkte ein.

Galactic Map

Der Weltall muss erforscht werden und Planeten entdeckt. Nur aufgedeckte Planeten dürfen angeflogen werden. Unter Galactic Map dürfen vier verdeckte Planten aufgedeckt werden.

Energy Storage

Entsprechend der erforschten Stufe kann hier Energie auf einem eigenen Planeten produziert werden.

Planetary Exploitation

Entsprechend der erforschten Stufe kann auf einem oder mehreren Planeten Ressourcen abgebaut werden.

Generate Antimatter

Entsprechend der Stufe darf ein zwei oder drei Antimaterie produziert werden.

Wichtig ist noch zu wissen, dass die Rohstoffe einen eigenen Kreislauf bilden. Nur Rohstoffe die im eigenen Vorrat sind, können verwendet werden. Das wird schnell knapp, wenn mehrere Planeten terraformt werden sollen. Um das alles ausuführen benötigen Spieler mehrere Runden der Vorbereitung.

Um einmalige Sonderfunktionen zu Nutzern, ist es erlaubt beliebige Rohstoffe zu verbrennen. Diese verbrannten Rohstoffe fallen dann aber aus dem Rohstoffkreislauf raus. Wer es hier übertreibt, wird schnell Probleme bekommen. Im Laufe des Spiels können maximal drei verbrannte Rohstoffe zurückgeholt werden.

Nebenaktion

Wenn die Hauptaktion ausgeführt wurde, darf immer noch als Nebenaktion jedes Raumschiff bewegt werden.

Am Rundenende wird das Ereignis abgehandelt und der Startspielermarker wird nach links weiter gereicht.

pler-3042 Kickstarter Version

Fazit

Kepler-3042 ist ein faszinierendes Spiel geworden. Zum einen richtet es sich in Sachen Komplexität ganz klar an Vielspieler. Es sind ein bis zwei Runden nötig, bis man anfängt alle Spielmechaniken zu verstehen und planvoll zu spielen. Zum anderen ist der Einstieg recht leicht geraten und auch die ersten Partien machen schon Spaß. Da es rein friedlich zugeht, gibte kaum Frustmomente (außer man hat einen sau dummen Fehler gemacht). Anders als bei vielen anderen Spielen bedeuten 16 Runden keinesfalls eine epische Länge. Mit erklären kann man zu dritt bei geübten Spielern durchaus in unter zwei Stunden durch sein. Gerade zum Ende hin, wünscht man sich, dass es noch länger gehen möge, damit alle Pläne noch aufgehen. Die Downzeit ist bei Kepler-3042 erfreulich gering geraten. Während die anderen Spieler an der Reihe sind, kann schon der nächste Zug geplant werden.

Das ist dann auch der einzige echte Kritikpunkt am Spiel. Die Interaktivität untereinander ist minimal. Es passiert höchstens mal, dass Spieler dem anderen einen Planeten wegschnappen. Ansonsten ist jeder für sich am planen und spielen.

Das Spielmaterial ist gut und die Marker sind aus Holz. Wenn man die Möglichkeit hat - zum Beispiel bei einem Spieltreffen - sollte man das Spiel mal ausprobieren und schauen, ob es den eigenen Geschmack trifft. Es kann gut sein, dass es nicht bei einer Partie bleibt!

Vielen Dank für das Testen, Erklären und die Informationen an Claudia und Patrick.

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