TEST // Zombicide: Friends and Foes

TEST // Zombicide: Friends and Foes

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Bei „Zombicide: Friends and Foes“ ist der Name Programm. Neben neuen Überlebenden bietet die Erweiterung zu „Zombicide: Green Horde“ und „Zombicide: Black Plague“ vor allem treue Gefährten und eine gefährlichere Variante der Ork-Zombies.

Asmodee Deutschland hat uns ein Exemplar „Zombicide: Friends and Foes“ kostenlos zur Verfügung gestellt. Dies hatte keinen Einfluss auf unsere Bewertung des Spiels.

Von neuen Gefährten hin zu den Verdorbenen

Mit „Zombicide: Friends and Foes“ liefert CMON, resp. Asmodee Deutschland den Anhängern der Brettspielreihe eine weitere Erweiterungsbox, um das Grundspiel leicht variieren zu können. In diesem Fall kann die Erweiterung nicht nur mit dem zuletzt erschienen „Zombicide: Green Horde“ gespielt werden, sondern zusätzlich auch mit dem zuvor erschienenen „Zombicide: Black Plague“. Bei den Missionen, die der Erweiterung beiliegen, bedeutet dies aber auch, dass die eine Hälfte der Missionen Kartenteile aus „Zombicide: Green Horde“, die anderen Kartenteile aus „Zombicide: Black Plague“ benötigt werden. Prinzipiell bedeutet dies, dass lediglich Besitzer von beiden Grundboxen den vollen Spielspaß genießen können. Wer das Grundspiel noch nicht kennt, sollte sich zunächst die Rezension zu „Zombicide: Green Horde“ durchlesen, um die Grundmechaniken des Spiels zu verstehen.

Zu den ersten Neuheiten zählen wie gewohnt neue Helden. In diesem Fall sind das der Magier Doran, der auf der Ablage einen „Energie Explosion“-Zauber ablegen und über seine Fähigkeiten u.a. bei Magieangriffen +1 auf das Würfelergebnis addieren kann. Später hat er noch die Möglichkeit 2 zusätzliche Würfel für Magieangriffe zu verwenden. Solveig ist eine Wikinger-Kriegerin, die über die Ablage ein „Gewetztes Schwert“ ausrüsten kann und über die Fähigkeiten zunächst „Geborene Anführerin“ ist und später u.a. bis zu 2 zusätzliche Kampfaktionen erhalten kann.

Mit Kabral haben die Spieler nun auch die Möglichkeit, einen Ork zu spielen, wenn auch nur einen Halb-Ork. Auf seiner Ablage befindet sich Platz für einen „Schweren Dolch“ und als Fähigkeit steht von Beginn an „Schubsen“ zur Verfügung. Im weiteren Verlauf können wertvolle Nahkampffähigkeiten hinzugewonnen werden, weswegen Kabral sich gut zum Kämpfen in der Menge eignet. Der vierte neue Charakter im Bunde ist Kampf-Diebin Katelyn. Der Hornbogen, der auf ihrer Ablage Platz finden kann, ist sicherlich nicht das herausstechende Merkmal bei ihr. Dies ist sicherlich die Grundfähigkeit „Waffenbruder: +1 Würfel: Kampf“, wodurch alle Überlebenden auf ihrem Feld einen zusätzlichen Angriffswürfel nutzen dürfen. Befindet sich ein Überlebender auf ihrem Feld, gilt dies auch für sie selbst. Im weiteren Verlauf können vor allem zusätzliche Aktionspunkte freigeschaltet werden.

Neben den neuen Helden werden mit der Erweiterung Begleiter eingeführt. Insgesamt sind es 6 Begleiter, wobei bei den dazugehörenden Minitaturen jeweils 2 gleich aussehen und sich lediglich in der Farbe unterscheiden. Es gibt 2 Hunde, 2 Greifvögel und 2 Wölfe, die bereits bei Spielbeginn auf die Helden verteilt werden. Als Fähigkeiten können die Gefährten unter anderem über die Aktionspunkte der Helden eigene Angriffe starten, zusätzliche Würfel bei Angriffen bringen oder Sichtkontakt über Hecken oder um die Ecke herstellen. Generell sind die Begleiter recht mächtige Zusatzoptionen, vor allem in Zusammenarbeit mit der Tribok, da über die Greifvögel leicht Sichtkontakt hergestellt werden kann. Auch ein Sprung über die Hecke ist so nicht mehr ganz so wagemutig, da auf diese Weise kein Zombie unerwartet hinter dem Gebüsch auftaucht.

Auf der Bedrohungsseite werden durch die Erweiterung verdorbene Versionen der Ork-Schlurfer und des Monstrums hinzugefügt. Die gute Nachricht ist, dass diese bei Extra-Aktivierung der Schlurfer keine zusätzliche Aktion erhalten. Die schlechte Nachricht ist, dass die Horde-Regeln für sie ganz normal zählen. Das Gemeine an den verdorbenen Schlurfern ist, dass sie, sollten sie im Nahkampf getötet werden, dem angreifenden Überlebenden 2 Schaden zufügen, der durch Rüstung abgewehrt werden kann. Letzteres ist beim verdorbenen Monstrum nicht der Fall. Ein Nahkampfangreifer, der das verdorbene Monstrum in der gleichen Zone tötet, erleidet 3 Schaden, der nicht abgewendet werden kann. In der Regel bedeutet dies den sofortigen Tod des (vormals) Überlebenden.

Gewohnt gut produziert

Das Material kommt gewohnt gut produziert aus der Box. Die Miniaturen sind detailreich gefertigt, der Karton der Kartenteile ist relativ dick und die Karten machen einen robusten Eindruck.

In der Anleitung sind alle neuen Mechaniken und Besonderheiten gewohnt gut und detailliert beschrieben. Zusätzlich werden auch die Grundfunktionen erklärt, soweit diese für den Kontext der Neuerungen notwendig sind. Am Ende der Anleitung finden sich 10 Missionen, die leicht verständlich Aufbau und Besonderheiten erläutern.

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Tags: Solospiel, Kooperativ, Würfelspiel, Fantasy, Variable Helden-Fähigkeiten, Miniaturen, 1-6 Spieler, Zombies, Zombicide

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