Test: DIG - Das Spiel von Julien Charbonnier

Geschrieben von Daniel Krause.

Test: DIG - Das Spiel von Julien Charbonnier

Wer in den 80 und 90 Jahren mit Spielkonsolen oder dem C64 aufgewachsen ist, der kennt Pixelgrafiken noch bestens. Auch heute gibt es eine unüberschaubare Menge an Videospielen die auf den alten Look setzen. Nun ist mit “DIG” auch ein weiteres analoges Spiel diesen charmanten Weg gegangen.

In “DIG” geht es um einen jährlichen Grabungswettstreit. Für uns Spieler ist keine Herausforderung zu groß und selbstverständlich nehmen wir daran teil. Die Spielrund kann 2-4 Spieler umfassen. Doch aufgepasst, wer gierig in der Erde nach Schätzen sucht, der wird auch Dinge zu Tage fördern, die besser unter der Erde geblieben wären..

Test: DIG - Das Spiel von Julien Charbonnier

So funktioniert das Spiel

In einer Runde hat der Spieler die Möglichkeit eine von drei Aktionen zu wählen

1. Im Berg Graben

Der Spieler sagt an, ob er in einem Stollen graben will, oder ob er eine Karte auf die Hand nehmen will, in dem er neben den Stollen graben will. Gräbt er an den Stollen weiter, legt er eine Karte an jedem Stollen an. Jeder Spieler kann maximal 4 Stollen haben.

Gräbt der Spieler einen Gegenstand aus, kann er diesen sofort nutzen, oder neben die Stollen legen und später verwenden.

Test: DIG - Das Spiel von Julien Charbonnier

Rohstoffe bleiben im Stollen liegen. Gegner hingegen führen Ihre Aktion aus und verschwinden dann wieder. Sie sind reichlich schlecht gelaunt, wenn sie ausgegraben und gestört werden. Es gibt Spinnen, Geister, Schlangen, Skelette, Diebe, Werwölfe und es kann einem auch mal ein Ork begegnen. Jeder hat eine andere Fähigkeit, die vom kleinen Diebstahl bis zum "Arbeiter fressen" geht. Test: DIG - Das Spiel von Julien Charbonnier

2. In der Taverne einen Arbeiter oder Begleiter anwerben

Jeder fleißige Bergarbeiter hat es sich mal verdient die Taverne zu besuchen um zu entspannen. Gleichzeitig ist dieser Ort ein Arbeitsmarkt. Hier finden die Gruben-Betreiber neues Personal. Zum einen kann hier ein, oder auch mehrere Arbeiter angeworben werden. Dafür müssen pro Arbeiter 5 Kristalle gezahlt werden. Die Rohstoffe müssen von der Hand kommen. Wer überzahlt, bekommt nichts zurück. Die legt man sich zur Seite. Maximal kann man vier anwerben.

Test: DIG - Das Spiel von Julien Charbonnier

Wenn man das nächste Mal gräbt, kann man einen Arbeiter auf die Karte stellen und einen neuen Stollen beginnen. Als Anfangskarte darf nur eine Rohstoffkarte dienen. Wenn ein Arbeiter platziert wurde, muss sofort eine zweite Karte gezogen werden und an den Stollen angelegt werden. Sobald ein Stollen auf diesem Weg 5 Karten “tief” ist, wird auf die fünfte Karte ein Juwel gelegt.

Test: DIG - Das Spiel von Julien Charbonnier

Zum anderen kann in der Taverne ein Begleiter angeworben werden. Diese benötigen unterschiedliche Rohstoffmengen, sie sind anspruchsvoller als die Arbeiter. Dafür bieten sie eine dauerhafte Funktion und können vor den Gegnern schützen.

3. Einen Stollen schließen

Dies ist die einzige Möglichkeit seine ausgegrabenen Juwelen einzusammeln. Wer einen Stollen schließt nimmt sich die liegenden Juwelen vor sich und die Karten des Stollen auf die Hand.

Es gibt Aktionskarten, die die Schließung eines Stollen erzwingen. Entweder er stürzt ein, dann verliert der Spieler alle Karten und Schätze, die Arbeiter kommen in den allgemeinen Vorrat zurück. Oder die Arbeiter buddeln einen Ausgang frei. Dann ist alles wie beim freiwilligen Schließen. Als letzte Möglichkeit, kann eine Schatzkammer gefunden werden. Der Spieler erhält einen weiteren Diamanten.

Das Spiel endet, wenn ein Spieler 10 Juwelen gesammelt hat.

Test: DIG - Das Spiel von Julien Charbonnier

Fazit

Am Anfang war es nicht ganz einfach in das Spiel reinzukommen. Die Regeln sind leider nicht ganz optimal verfasst, was vermutlich dem knappen Platz geschuldet ist, da die Anleitung viersprachig verfasst ist. Die Tipps am Ende der Anleitung helfen jedoch sehr gut.

Das Design des Spiels ist gelungen. Der lustige nostalgische Pixelcharm lässt die Zeit wieder aufkommen, als Computer und Konsolen noch weniger Rechenleistung hatten als heutige Taschenrechner. Die Charaktere sind durchweg witzig erstellt. Beonders gut gefallen mir die Ninja Katze oder Tyler alias Bearded Meeple.

Mit “DIG” hat der Mangrove Games ein spaßiges Spiel veröffentlicht. Es ist klar glücklastig, aber in einer lustigen Runde macht es einfach nur Spaß sich gegenseitig zu ärgern oder seinen Mitspieler zu bemitleiden, weil sein größter Stollen gerade eingebrochen ist.

Außerdem hat das Spiel eine sehr kompakte Verpackung, so dass es als Reisebegleiter bestens geeignet ist.

Wer nach einem etwas komplexeren Kartenspiel mit Pixeloptik und sucht, kann bedenkenlos zugreifen. Wenn man die Gelegenheit hat, sollte man es sich auf jeden Fall mal anschauen. Das Spiel kann im Shop von BoardgameCircus gekauft werden. Für 25 € hat das Spiel einen fairen Preis, zumal es von einem kleinen Verlag kommt.

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Bilder zum Spiel