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TEST // STOLEN PAINTINGS

TEST // STOLEN PAINTINGS

Gemälde von berühmten Künstlern sind und waren schon immer wichtige Geldanlagen. Aber wo viel Geld ist, ist auch das Verbrechen nicht weit. Bei STOLEN PAINTINGS müssen sich die Spieler auf ihr Gedächtnis verlassen, um gestohlene Gemälde ausfindig zu machen. Aber wird es ihnen gelingen, alle Kulturschätze in Sicherheit zu bringen oder wird die Mona Lisa demnächst auf dem Schwarzmarkt gehandelt?

 

infos zum spiel

EASGLE GAMES hat uns STOLEN PAINTINGS freundlicherweise für eine Rezension zur Verfügung gestellt.
Dies hat keinen Einfluss auf unsere Bewertung!

 

Darum geht es im Spiel

 

Bei STOLEN PAINTINGS übernehmen die Spieler die Rollen von Detektiven, die versuchen, alle Gemälde ausfindig zu machen, die von einem Mitspieler gestohlen worden sind.

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Eine Spielrunde unterteilt sich dabei in zwei Phasen. In der ersten Phase werden insgesamt 24 Gemälde ausgelegt. Ist dies geschehen, haben die Spieler 30 Sekunden Zeit, sich so viele Gemälde der Auslage zu merken wie möglich. Anschließend müssen alle Spieler, bis auf den Dieb, dessen Rolle zu Beginn der Runde im Uhrzeigersinn vergeben wird, ihre Augen schließen. Der Dieb muss sich nun entscheiden, welche Gemälde er aus der Auslage nimmt, wobei er dabei 1-3 Gemälde stehlen darf. Hat er sich entschieden, räumt er die offene Auslage auf und deckt vom Kartenstapel neue Karten auf, sodass in der Mitte nun insgesamt 8 Karten ausliegen, wobei unter diesen 8 Karten auch die gestohlenen Karten ausliegen müssen. Die Karten werden noch mit kleinen Zahlen von 1-8 versehen.

In der zweiten Phase des Spiels öffnen alle anderen Spieler nun die Augen und notieren sich auf einem Wertungsblock die Nummern der Gemälde, bei denen sie sich sicher sind, dass der Dieb diese aus der vorherigen Auslage gestohlen hat. Für jedes richtig erkannte Gemälde erhalten die Spieler Punkte, für jedes falsche Gemälde einen Minuspunkt und liegen sie exakt richtig, erhalten sie 3 Bonuspunkte. Der Dieb der Runde erhält wiederum einen Punkt für jedes Gemälde, das von den jeweiligen Spielern nicht gefunden worden ist. Wenn Spieler 1 zum Beispiel nur 2 von 3 Gemälde gefunden hat, erhält der Dieb dafür einen Punkt.

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Nachdem jeder Spieler einmal die Rolle des Diebes innehatte, endet das Spiel - je nach Spieleranzahl kann das aber auch variieren - und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt das Spiel.

 

Spielvariationen

 

STOLEN PAINTINGS bietet in seinem Regelheft eine Vielzahl von Variationen an, um das Spiel verschiedenen Spielergruppen zugänglich zu machen. So können die Spieler einen „Wett-Mechanismus“ einbringen, bei dem die Spieler auf Gemälde wetten können, bei denen sie sich sicher sind, dass diese gestohlen sind. Liegen sie richtig, erhalten sie im Gegensatz zur Originalversion einen Bonuspunkt, liegen sie aber falsch, verlieren sie einen zusätzlichen Punkt.

Eine weitere Variation verändert das Spiel insofern, dass keine Gemälde in einer kleineren Auslage entdeckt werden müssen. Vielmehr verändert der Dieb nun die große Auslage, indem er Karten durch neue ersetzt oder die Positionierungen der Karten verändert. Die Aufgabe der Spieler ist es damit, herauszufinden, welche Gemälde der Auslage neu hinzugefügt worden sind.

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STOLEN PAINTINGS nutzt bei seinen Variationen aber nicht nur sein eigenes Spielmaterial. Die Regeln schlagen beispielsweise vor, die Karten der Spiele CODENAMES, DIXIT oder SIMILO zu nutzen, um weitere Nutzen aus den Karten zu ziehen und den Wiederspielwert der Spiele zu stärken.

Dadurch, dass es sich bei den Gemälden um real existierende Gemälde handelt, hat STOLEN PAINTINGS zudem noch einen didaktischen Wert. Lehrer können die Karten zum Beispiel im Geschichts- oder Kunstunterricht verwenden, um unterschiedliche Zeitepochen oder Malstile zu besprechen. Die Kombination der vielen Künstler und Gemälde gepaart mit der Möglichkeit, das Spiel auch in den Unterricht als tatsächliches Spiel einzubinden, steigert den Wert des Spiels für den Unterricht sehr. Um die Karten für diesen Einsatz besser nutzen zu können, liegt dem Spiel ein kleines Handbuch bei, mit dem alle Karten anhand ihrer individuellen Nummern gefunden und auf ihre Künstler und Zeitepochen hin überprüft werden können.

 

Was ist in der Box?

 

Die Spielschachtel von STOLEN PAINTINGS enthält insgesamt 200 unterschiedliche Gemälde, 8 Token mit den Zahlen 1-8, eine Sanduhr, einen Wertungsblock und das Regel- und Katalogheft. Die Gemäldekarten sind mit einem linen finish versehen und wirken dadurch sehr hochwertig. Insbesondere die bedruckten Vorder- und Rückseiten spiegeln die Gemälde-Thematik gut wider, da die Rückseiten einen gemäldetypischen Holzrahmen zeigen, während die Vorderseiten die Gemälde in den meisten Fällen so darstellen, als würden sie direkt aus dem Museum stammen.

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Manche Gemälde sind auf kleinere Ausschnitte beschränkt, falls das Originalgemälde zu groß ist, um es sinnvoll auf einer Karte abbilden zu können. Die Regeln erklären das Spiel sehr gut anhand von kleinen Beispielen und prägnanten Regelpassagen, sodass keine langen Regelsitzungen nötig sind und einfach losgespielt werden kann.


STOLEN PAINTINGS ist etwas Besonderes. Im Grunde spielt sich das Spiel wie eine erweiterte Variante von MEMORY, die zunächst den Eindruck vermittelt, dass nur Kunst-Fans mit dem Spiel etwas anfangen könnten. Jedoch hat es einen eigenen Charakter, der sich beim Spielen zeigt. Durch seine leichte Zugänglichkeit ist das Spiel für fast alle Spielergruppen verständlich, wobei es sich mit den enthaltenen oder eigens kreierten Varianten mühelos bis ins Unendliche erweitern und anpassen lässt. Der Katalog, in dem alle wichtigen Informationen über die Gemälde vermittelt werden, erleichtert den Zugang zu kulturellem Wissen, wobei dieses den Spielern nicht aufgezwungen wird, sondern von interessierten Spielern während des Spiels erlangt werden kann.

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Den größten Pluspunkt des Spiels bieten meiner Meinung nach die realen Gemälde. Hätten die Autoren das gleiche Spielsystem mit eigens kreierten Gemälden herausgebracht, hätte es zwar auch funktioniert, aber der Charakter und der Charme des Spiels wären völlig anders. Dieser Pluspunkt führt aber auch zur Schattenseite des Spiels. STOLEN PAINTINGS ist für das Spielerlebnis, das es bietet (ähnlich wie das beim gleichen Verlag erschienene GANGSTARS DILEMMA), sehr teuer. Zwar bietet das Spiel viele Variationen und viele Gemälden, funktioniert aber für solche Spieler nicht, die sich nicht für die enthaltenen Gemälde interessieren und einfach ein Spiel mit großartigen Spielmechaniken suchen.

Kunstaffine Spieler und Spielerinnen, die nach einem charmanten, kurzweiligen und lehrreichen Spiel suchen, machen mit STOLEN PAINTINGS dank seiner Zugänglichkeit und seines Variationsreichtums kaum etwas falsch. Spieler, die jedoch große Spielmechaniken, viel Spielmaterial und bahnbrechende Innovationen von einem Spiel erwarten, werden – auch wegen des hohen Spielpreises – keinen Mehrwert in diesem Spiel sehen.

 

Wertung zum spiel

 

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Tags: Gedächtnis, Kunst, 30 Minuten, Deduktion, 2-8 Spieler

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