TEST // SHERLOCK ("3. Staffel")

TEST // SHERLOCK ("3. Staffel") - Fazit + Wertung + Bilder vom Spiel

Wir haben bereits mit den ersten beiden Auslieferungen der SHERLOCK-Spiele richtig Spaß gehabt und uns schon riesig darauf gefreut, die neuesten Abenteuer spielen zu können. Das System mit dem Zusammensammeln von Hinweisen hat zwar durchaus seine Tücken, aber das Herantasten an die Geschehnisse, das Durchspielen von Theorien und das Entdecken von Kleinigkeiten, die dann einen ganz neuen Weg bei der Auflösung aufzeigen, haben uns einfach überzeugt.

Thematisch sind die drei neuen Fälle gewohnt gut erzählt. Die Stories um einen vermissten Totengräber, einen verstorbenen Butler und den mysteriösen Leblanc können ohne Ausnahme die Spieler mitreißen. Jede Geschichte bietet wie gewohnt neben dem zu lösenden Fall auch einige Nebengeschichten, die das Rateteam vom eigentlichen Pfad ablenken sollen. In der Vergangenheit war dies dann teils auch der Knackpunkt bei einzelnen Fällen, da es nur schwer zu erahnen war, in welche Richtung sich die Ereignisse entwickelt haben und somit am Ende entweder zu viele Karten aufgedeckt waren oder wesentliche Informationen nicht erkannt werden konnten.

Bei den 3 neuen Fällen empfanden wir es so, dass hier zu viele Nebengeräusche waren und es teils nur durch Glück beim Ziehen der Karten wirklich möglich war, tatsächlich alles aufzulösen. Bei GRABESSTILLE bin ich zusätzlich der Meinung, dass hier ein wesentliches Detail hätte erwähnt werden müssen, da die Auflösung nur auf Grund einer vagen Vermutung stattfinden kann. Und je nachdem in welche Richtung das Bauchgefühl tendiert, ist dies dann halt sehr schnell der falsche Weg. Die Karten geben zwar Hinweise, wohin der Hase, oder in diesem Fall der Totengräber laufen könnte, am Ende waren andere Wege aber zumindest genauso schlüssig und löchrig.

Bei DER BUTLER fühlten wir uns teils auch ein wenig alleingelassen. Hier haben wir den Kern des Ganzen zwar durchschauen können, am Ende blieben allerdings offene Fragen, wieso gerade diese Lösung die richtige ist, da nicht alles komplett schlüssig erschien. Am besten zu lösen war für unseren Geschmack noch WER IST VINCENT LEBLANC? Hier haben wir, wie bei den anderen beiden Fällen auch, zwar nur die Stufe eines Watson erreicht, allerdings konnten wir klar nachvollziehen, an welchen Stellen wir nicht aufmerksam genug waren und wieso wir Fragen falsch beantwortet haben.

Wer die SHERLOCK-Fälle schon einmal gespielt hat, wird den beschriebenen Frust beim Lesen der Auflösung sicherlich kennen. Aber wer bereit ist, den Frust oder die Überraschung am Ende in Kauf zu nehmen, wird mit dem gewohnten Ratespaß belohnt. Denn auch wenn die Qualität in der Ausarbeitung der einzelnen Fälle etwas abgenommen hat, macht die Suche nach der Wahrheit noch immer großen Spaß und wir freuen uns jetzt schon darauf, wenn die 4. Staffel in den Handel kommt. Daran kann auch der Auflösungsfrust nichts ändern!

Ein Anmerkung in eigener Sache: Die Wertung der 3. Staffel von SHERLOCK liegt über dem der bisherigen Spiele, obwohl die Qualität der Fälle in meinen Augen ein wenig nachgelassen hat. Grund hierfür ist, dass wir mittlerweile ein freies Punktesystem verwenden, während die Bewertung der Vorgänger nach einem fixen Punktevergabesystem errechnet wurde. Nach dem neuen System würden die vorherigen Spiele eine Wertung um die 80 erreichen und somit höher eingestuft werden, als die hier unter die Lupe genommenen Spiele!

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Tags: Detektiv, 1-8 Spieler, Deduktion, Solospiel

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