Test // Manitoba

TEST // MANITOBA - Unser Fazit, die Wertung und mehr Bilder

 

sven meine meinung überschrift

Kriegsbeil oder Friedenspfeife? Meine Meinung…

Auf der Spiel’18 habe ich MANITOBA anspielen können. Damals bekam ich eine Regelerklärung und eine Jahreszeit lang Zeit, um einen ersten Eindruck des Spiels zu gewinnen... Ich empfand es als langweilig!

Die Brettspiel‑News‑Redaktion hat es mir nun als Rezessionsexemplar bereitgestellt und so sollte ich mir doch noch eine aussagekräftigere Meinung bilden.

Das Regel‑Studium bzw. das Auffinden aller Regelteile sowie die erste Kennenlernpartie hat meinen Spielspaß nicht gerade gefördert. Als die erste Partie überstanden war und ich mich zu einer zweiten entschlossen habe, gewann es dann doch noch etwas an Interesse.

Das Element der Aktionsauswahl kann in diesem Spiel durchaus sehr taktisch eingesetzt werden. So können bestimmte Scheiben, die ich ausführen möchte, für den nächsten Spieler sehr weit nach oben gesetzt werden, um diesen wiederrum zu zwingen, sie mindestens als passive Scheibe wählen zu müssen.

Diese Mechanik stellt allerdings auch die ganze Innovation von MANITOBA dar. Alles andere war mir bereits bekannt und ist nicht mehr neu.

Das Spielmaterial finde ich wunderschön. Die kleinen Indianermeeples, der toll aussehende Totempfahl mit dem Adlerkopf an der Spitze, die Spielbretter mit den Landschaftsfeldern und Visionspfaden sowie die Ressourcen sind alle sehr schön illustriert und liebevoll gestaltet.

Allerdings hat diese Schönheit ihre Tücken: Der Adlerkopf, der die Spitze des Totempfahls bildet, wurde in all meinen Partien, nach wenigen Runden nicht mehr benutzt, da er durch die Rotation und Drehungen der Aktionsscheiben einfach jeden störte.

Die Symbolik auf der Rundenübersicht konnte nicht von allen Spielern gelesen werden, da die verwendete Symbolik nicht verstanden wurde. Eine solche Karte ist durch die Einfachheit des Spiels aber auch nicht zwingend nötig.

Als Punkteanzeiger wird eine der Indianer‑Spielfiguren verwendet, die leider etwas zu groß für die Felder der Siegpunkte‑Tafel ist. Vor allem wenn sich mehrere Spieler ein Feld teilen müssen, kann es unübersichtlich werden.

Dass eine neue Jahreszeit erst nach Abhandeln der letzten Karte der aktuellen Jahreszeit ausgelegt wird, halte ich für einen Designfehler, der durch kleine Hausregeln behoben werden sollte. Eine offizielle Variante wäre hier wünschenswert gewesen. Je nach gewünschtem Zufallsgrad können immer zwei oder sogar alle drei Jahreszeiten offen ausliegen.

Das Thema ist aufgesetzt, fühlt sich beim Spielen aber nicht austauschbar an. Die stimmigen Spielmaterialien und verwendeten Mechaniken passen in ein „Jäger und Sammler“-Setting.

Am Ende bleibt das Einsammeln von Ressourcen, um diese gegen Siegpunkte einzutauschen, für mich weiterhin langweilig. MANITOBA verliert damit den Kampf um den begehrten Platz auf dem Spieltisch gegen reizvollere Spiele meines Regals.

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Bilder vom Spielmaterial

Tags: 60-75 Minuten, Worker Placement, 2-4 Spieler, Strategie

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