Test // Lift Off – Das Rennen um das Weltall

Geschrieben von Daniel Krause.

Test // Lift Off – Das Rennen um das Weltall

Im Herbst 2018 war „Lift Off“ offiziell erschienen, doch es dauerte bis Januar 2019, bis da Spiel endlich abheben konnte. Bei uns ist eine Exemplar gelandet, dass uns der Verlag zur Verfügung gestellt hat und natürlich haben wir uns zügig ans Werk gemacht die Neuheit zu spielen. Wie die Eindrücke sind, erfahrt ihr hier!

Test // Lift Off – Das Rennen um das Weltall

Darum geh es

1950/1960: Das Rennen ins All ist im vollen Gange! Die Techniken zur Versorgung der Raumfahrer und Maschinen, optimierte Startbedingungen, sowie die Konstruktionen der Flugkörper machen große Fortschritte. Dies alles um die schier unendliche Weite des Alls zu erkunden.

Spielaufbau

Der Spielplan wird in die Tischmitte gelegt, Jeder Spieler erhält ein Tableau und das Spielmaterial seiner Farbe. Neben den kleinen Holzraketen gibt es eine auslegbare Papprakete und diverse Erweiterungen, als auch zwei Laborkarten. Jeder nimmt drei Spielendekarten. Der Startspieler erhält die graue Rakete. Drei Raketen werden auf die Leisten auf dem eigenen Tableau und eine auf die Siegpunkteleiste gestellt. Auf das Spielfeld werden die 1er und 2er Missionskarten verdeckt abgeleggt. Die Technikerkarten, als auch die Spezialistenkarten bilden neben dem Spielplan einen Nachziehstapel, genau so wie das übrige Material und das Geld.

Test // Lift Off – Das Rennen um das Weltall

So funktioniert das Spiel

In der ersten Runde gibt es eine Besonderheit: Jeder Spieler erhält 1 0 Geld und drei Spezialisten-Karten vom Nachziehstapel. Diese werden nun gedraftet, bis jeder drei hat, genau so wie die bereits zuvor verteilen Spielendekarten. Das Spiel kann starten.

Regulärer Rundenablauf

Das Spiel geht über acht Runden. Nach der halben Zeit gehen die Spezialistenkarten aus und es wird eine kurze Pause eingelegt, damit die Kosten für die Missionen angepasst werden können und die 3er und 4er Missionen ins Spiel kommen. Zusätzlich dürfen Spielendekarten für 5 Geld verkauft werden. Der sonstige Spielablauf ist immer gleich:

Test // Lift Off – Das Rennen um das Weltall

1. Einkommen und Spezialisten verteilen
Es werden zwei neue Spezialisten genommen. Da die Spieler immer nur zwei pro Runde spielen, ist eine noch von der vorherigen Runde übrig. Von den drei Karten wird eine behalten der Rest wird nach links oder rechts weitergegeben, die Richtung bestimmt der Startspieler.

Jeder Spieler erhält Einkommen entsprechend der eigenen Einkommensleiste.

2. Zwei Spezialisten Spielen
Der Startspieler spielt einen Spezialisten aus und es wird geschaut, ob rechts oben ist eine blaue oder gelbe Schärpe aufgedruckt . Blau wird in der aktuellen Phase aktiv – Gelb in der nächsten. Nun dürfen eine oder zwei Aktionen ausgeführt werden - wenn möglich. Ansonsten kann ein Spieler auf die Aktionen verzichten und sich stattdessen 2 Geld nehmen.

3. Missions-Teil Zuerst muss ein Missionsstapel ausgesucht werden (1,2, später auch 3 oder 4) und genau drei Karten gezogen werden. Eine Mission wird ausgesucht und links unten neben die Rakete gelegt, die zwei anderen auf den Ablagestapel.

Wichtig: Jede Mission nur 1x wählen + maximal 7 Missionen jedes Stapels -> Wenn keine Mission aus diesem Grund spielbar ist weitere Karte ziehen, bis eine Verfügbare da ist.

Test // Lift Off – Das Rennen um das Weltall

4. Mission starten
Die Mission kann ins All geschossen werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

-> Es muss noch ein Start verfügbar sein (Raketensymbol)
->Start muss bezahlt werden können (Kosten entsprechend der Leiste)
-> Genug Kapazität muss vorhanden sein
-> Laborlevel muss mindestens erreicht sein (1-4)
-> Technik muss wie gefordert vorhanden sein (Technikerkarten rechte Spalte Spielertableau)

Gestartete Missionen erbringen entweder Sofortboni oder Siegpunkte an Spielende.

4. Rundenende
Sobald die Missionen – falls möglich gestartet wurden. Endet die Runde. Die verwendeten Spezialisten werden abgeworfen. Der Startspielermarker nach links weitergegeben.

Spielende

Wenn der Spezialistenstapel das zweite Mal leer gespielt wurde, endet das Spiel. Es kommt jetzt zur Schlusswertung und dann steht der Sieger fest.


Test // Lift Off – Das Rennen um das Weltall

Mit „Lift Off“ hat sich der Hans im Glück Verlag mal etwas aus der Komfortzone gewagt. Endlich mal ein Spiel, dass sich optisch deutlich unterscheidet und ein recht unverbrauchtes Setting anschleppt. Mich hat das 50er Jahre Design sofort abgeholt. Schrifttypen, Farbwahl und Zeichnungen passen perfekt zusammen und zaubern eine kleine abstrakte Welt auf den Tisch.

Es ist kaum verwunderlich, dass es Lift Off in die Top 30 des Brettspiel-News Spielepreises 2018 geschafft hat, denn auch spielerisch hat es einiges zu bieten. Das Spiel hat im Prinzip nur ganz einfache Mechaniken. Karten draften, ablegen und deren Aktionen ausführen. Doch trotzdem ist viel Spieltiefe vorhanden. Um eine Mission oder am besten mehrere zu starten, muss alle gut geplant sein und das Optimum aus den eignen Karten gezogen werden. Die Entscheidungen beim Draften sind durchaus relevant.

Der Anspruch des Spiels ist gerade am Anfang etwas höher, wenn die Symbole noch nicht verinnerlicht sind und noch nicht verstanden wurde, wie die einzelnen Elemente ineinandergreifen. Eine Spielübersicht wäre für die ersten Runden hilfreich gewesen, so muss die Anleitung immer wieder bemüht werden. Tückisch sind dabei die vielen kleinen Regeln, die bedacht werden müssen. Das ist zwar alles logisch, trotzdem kann schnell etwas vergessen werden.

Strategisch liefert „Lift Off“ auf jeden Fall etwas Anspruchsvolleres ab. Hier gibt es viele Ziele zu erreichen und einige Wege um an Punkte zu kommen. Wer seine Maschinerie einmal zum laufen bekommt, kann im Vergleich zu vielen anderen Spielen inflationär viele Punkte machen.

Unterm strich bleibt für mich ein gutes Spiel mit fantastischer Optik und einem hohen Reiz es erneut zu spielen.

Wertung // Lift Off – Das Rennen um das Weltall

Bilder zum Spiel