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TEST // Detective

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Werung // Detective – Ein Krimi-Brettspiel

Ich bin ehrlich begeistert und meine Mitspieler auch. „Detective – Ein Krimi-Brettspiel“ ist ein großer Wurf, der dem Autoren Trio gelungen ist. Es ist kein Spiel für Jeden, denn es findet viel im eigenen Kopf statt. Es muss die Bereitschaft da sein, sich in diese Art Rollenspiel einlassen zu können. Wer das kann, der wird dann mit einem spannenden Spielerlebnis belohnt. Die Spieler werden in den Gedankenspielen förmlich in das Spiel reingezogen und es gab einen Punkt (in unserer Runde), das verschwand der Gedanke zu spielen und alle arbeiteten fokussiert und debattierten fleißig über den Fall oder Entscheidungen, die es zu treffen galt. Diese können tatsächlich moralischer Natur sein, oder wichtig für den weiteren Verlauf werden.

Es ist ratsam sich an einen Laptop oder PC zu setzten um die Datenbank zu nutzen. Das erhöht das Gefühl zu arbeiten und fördert damit das sich fallen lassen in das Spiel. „Detective“ ist zudem nichts für zwischendurch oder Zeitdruck. Wer es spielen will, sollte sich den zeitlichen Ramen schaffen, es in Ruhe spielen zu können. Außerdem sollten die Arbeitsaufgaben passend verteilt werden. Der eine recherchiert viel und gerne, der nächste macht eine Mindmap um den Überblick zu behalten und der dritte, kann versuchen Zusammenhänge zu entdecken.

Insgesamt gibt es viel im Blick zu halten, denn das Spiel geizt nicht mit Input. Die Geschichte, die dabei gesponnen wird, ist gut geschrieben wenn auch ein wenig vorausschaubar. Trotzdem ist es alles andere als einfach, die Fälle zu lösen. Nur wer sich ehrlich einsetzt und den Überblick behält wird am Ende verdient die Antworten zum Falle gut bis sehr gut beantworten können.

Der Überblick ist tatsächlich für den weiteren Verlauf der nächsten Fälle wichtig. Es wird eine sich zuspitzenden Geschichte erzählt, in der es immer wieder Verknüpfungen gibt. Deswegen ist es auch ratsam, wie bei einem Legacy Spiel, mit einer festen Gruppe zu spielen. Ein Fall kann locker 120 Minuten dauern, oder auch einiges länger. Das hängt ganz von der Gruppe ab.

Das Spielmaterial ist hingegen nicht „Legacy“ und lässt sich erneut spielen. Insgesamt ist hier ein tolle Spiel entstanden, dass aus meiner Sicht ein Alleinstellungsmerkmal hat: Die Verknüpfung mit unserer Realität. Da ist den Autoren etwas grandioses eingefallen und es wurde zudem gut umgesetzt. Außerdem ist es das beste Solo-Spiel, das es bis heute auf meinen Tisch geschafft hat. Auch alleine macht es enorm viel Spaß zu knobeln, zu lesen und zu mutmaßen, wer der Täter sein könnte.

Wer Krimis mag, wer gerne rätselt, wer gerne kooperative Spiele spielt, der muss sich „Detective“ dringend anschauen. Hier ist eines der Besten Spiele dieses Jahrgangs für diese Zielgruppe zu finden.

Bilder zum Spiel

Tags: Kooperativ, 1-5 Spieler, Storytelling, Deduktion, Murder/Mystery