TEST // Underwater Cities

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Wer tauchen gehen will, und sich eine 10 Liter-Flasche auf den Rücken schnallt wird vielleicht 40 Minuten Tauchzeit haben. Für eine Partie „Underwater Cities“ würde das bei weitem nicht reichen. Der Verlag gibt die Spielzeit mit 45 Minuten pro Spieler an, was schon lang, aber nicht realistisch erscheint. Eine Stunde ist wahrscheinlicher und bedeutet bei vier Spielern – ohne zu langes Denken wohlgemerkt, mindestens 4 Stunden Netto Spielzeit, wenn alle Spieler wissen was sie tun. Kommt eine Erklärung dazu werden es schnell 4,5 – 5 Stunden. Das ist schon recht viel Zeit, für ein Spiel, das gemocht werden muss. Wer lange Wartezeiten nicht mag oder zu lange Spiele, der sollte ein Bogen um das Spiel machen, oder es zu zweit spielen.

Zu zweit macht es Spaß und die Zeit verfliegt förmlich, weil es immer etwas gibt, das abgewägt werden will, während der Mitspieler seinen Zug macht. Das liegt vor allem am Spielplan für zwei oder einen Spieler, der das Spiel ausgewogen gestaltet. Die Rückseite ist dann für 3-4 Spieler. In größerer Gruppe sind die Anforderungen, durch mehr blockierte Felder größer.

Angespielt: Underwater Cities – Ein langer Unterwasser Trip

Richtig gut ist die Kombination zwischen Karten und Stadtaufbau. Viele Karten bieten Boni und Extras, die durchaus interessant sind. Auch die Mischung zwischen unterschiedlich starken Karten und Aktionen ist wirklich gut gelungen. Das wird angetrieben von drei umfangreichen Kartendecks, die jeweils nur ein Drittel des Spiels verwendet werden. Der Wiederspielwert ist hier sehr hoch.

Unterm Strich ist Vladimír Suchý heir ein wirklich gutes und vielfältiges Spiel gelungen. Was dem Spiel fehlt ist der letzte Schliff, der das Spiel zu einem außergewöhnlich guten Spiel gemacht hätte. Für mich persönlich ist es die Spielzeit, die reduzierter sein müsste. Ein Redaktion hätte das Spiel sicherlich noch etwas gerafft, was meiner Auffassung nach möglich ist und damit den Spielspaß maximiert.

Zum Abschluss noch etwas zum Spielmaterial: Das gefällt mir durchweg gut, erlaubt sich aber auch schwächen. Die Spielertableaus und die Spielhilfe sind aus sehr dünnem Karton. Hier wäre eine bessere Qualität wünschenswert gewesen. Das übrige Material ist gelungen und hübsch gestaltet. Highlight sind die kleinen Kunststoff-Kuppeln, die die Unterwasserwelt in 3D entstehen lässt.

Bewertung zum Spiel

Wertung // Underwater Cities – Ein langer Unterwasser Trip

Bilder vom Spiel

Tags: Strategie, Kartenspiel, Städtebau, Worker Placement, Handmanagement, 1-4 Spieler, Science Fiction, Modulares Spielfeld, Industrie, Zivilisation, Nautisch, Streckenaufbau

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