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Angespielt: Tudor die kommende Neuheit bei Corax Games

Geschrieben von Daniel Krause.

Angespielt: Tudor die kommende Neuheit bei Corax Games

Auf dem Presseevent „Corax Tag 2018“ war erneut die nunmehr finale Version von Turdor zum Spielen auf dem Tisch. Wir hatten das Spiel bereits 2017 angeschaut und einen guten Eindruck. Nun haben Benny und ich die neue Version gespielt und waren durchaus begeistert. Warum, das erkläre ich im Fazit. Achtung: Die Bilder sind noch vom finalen Prototypen.

Zusammenfassung des Spiels

In Tudor sind die Spieler Anführer englischer Adelsfamilien am Hof Heinrichs VIII. Ihre wichtigsten Ziele sind es ihre Familienmitglieder in die wichtigsten Ämter am Hof zu bringen, Privilegien anzuhäufen und damit zur wahren Macht hinter dem Thron zu werden. Dafür sind ihnen alle schmutzigen Tricks recht. Jeder Spieler verfügt über Höflinge und einen Lord, um Aktionen zu erhalten. Über einen innovativen Einsatz- und Verdrängungsmechanismus gelangen die Höflinge in die Audienzräume, die verschiedene Aktionen zur Verfügung stellen. Die geschickte Kombination von Aktionen lässt die Spieler im Hofstaat aufsteigen, bis sie schließlich einen der begehrten Ränge erreichen und das damit verbundene Privileg in Form eines Rings. Je mehr Privilegienringe die Spieler sammeln, umso mächtiger werden wiederum ihre Aktionsmöglichkeiten.

Angespielt: Tudor die kommende Neuheit bei Corax Games

Besonderheiten (laut Verlag)

Tudor ist ein Kennerspiel voller strategischer Möglichkeiten mit viel Wiederspielreiz und Spieltiefe in allen Besetzungen. Dies liegt nicht zuletzt auch an den variablen Siegbedingungen, durch die sich jede Partie vollkommen unterschiedlich spielt. Die auffälligen Ringe und die schicken Spielerschirme in Form einer Hand sind dabei nicht nur Zierde, sondern spielen eine wichtige Rolle, denn je nachdem, auf welchen Fingerkombinationen Ringe platziert werden, werden unterschiedliche Aktionen verstärkt. Die verschiedenen Mechanismen sind ausgezeichnet miteinander verzahnt und bieten enorme Spieltiefe.

Angespielt: Tudor die kommende Neuheit bei Corax Games

Fazit zum Spiel

Tudor bietet durch seine verschiedenen modularen Ziele, jeweils ganz andere Möglichkeiten und Herausforderungen. Auch wenn das Spielprinzip gleichbleibt, werden andere Dinge belohnt und das funktioniert richtig gut. Die Downtime ist sehr gering, so dass eine Spielzeit von 20-30 Minuten pro Spieler realistisch ist.

Sehr gut ist auch das Setting umgesetzt worden. Die Höflinge, die um eine Audienz bitten und sich dann nach wieder aus dem Audienzraum drängen macht einen Teil der Interaktion aus. Es ist relevant, was die Mitspieler da treiben und spannend, ob die eigenen Höflinge am Ende tatsächlich zu einer Audienz zugelassen werden. Spannend ist auch abzuwarten, ob überhaupt alle Räume genutzt werden, oder ob in einem Mal keine Audienz stattfindet und die Höflinge vergeblich auf einen Lord warten, der ihnen zuhört und Aktionen ermöglicht.

Angespielt: Tudor die kommende Neuheit bei Corax Games

Diese erste Phase ist dann gut mit der zweiten Phase des Spiels verzahnt. Hier müssen geschickt Plättchen gesammelt werden, und diverse Ziele erreicht werden. Das geht locker von der Hand und kann schnell in ein Wetteifern ausarten.

Ein toller Kniff ist der Spielschirm, auf den verdiente Ringe aufgesteckt werden dürfen. Diese Ringe haben zum einen eine direkte Auswirkung, auf einige Aktionen in den Audienz-Räumen. Andererseits bringen Kombinationen noch einmal Boni und Aufwertungen bei Aktionen.

Was der äußerst sympathische Autor Jan Kirschner hier erschaffen hat ist ein wirklich gutes Workerplacement-Spiel, mit genug eigenen Ideen und Möglichkeiten, um einen Kauf zu rechtfertigen. Auf der Spiel 2018 in Essen wird es dazu die Möglichkeit geben, genau so wie die Option das Spiel selber auszuprobieren.

Bilder zum Spiel

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