TEST // TAJUTO

TEST // TAJUTO

Mit dem Beutel und dem Ertasten des richtigen Stockwerks hat TAJUTO eine interessante Spielidee. Das Ertasten ist einfacher als zunächst erwartet und es kommt mehr darauf an, welche Pagodenfarbe man gerade benötigt. Darauf hat man mit dem Tastsinn natürlich keinen Einfluss und somit ist ein gewisser Glücksfaktor im Spiel.

Getragen wird das Spiel vom guten und funktionalen Material, das – während die Pagoden Stockwerk für Stockwerk wachsen – eine schöne Präsenz auf dem Tisch entwickelt. Das Thema spiegelt sich hier schön im Material wider. Der Spielablauf ist dabei recht gut strukturiert, sodass die Spieler gut in den Ablauf reinkommen. Dabei hilft, dass die Regel gut strukturiert geschrieben ist. Allerdings finde ich die Bezeichnung von Meditationspunkten als Währung und Erleuchtungspunkten als Siegpunkte sehr holprig. Hier kamen mehrfach Nachfragen, was mache ich jetzt mit diesen Punkten?

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Der Spielverlauf ist anfangs etwas träge, weil jeder Spieler mit 0 Meditationspunkten startet und diese am Anfang nur langsam hinzukommen. So bestehen die ersten Runden eigentlich aus keiner wirklichen Spielentscheidung. Es gibt gar keine andere Möglichkeit, als erst einmal die unteren Pagodenstockwerke aus dem Beutel zu ziehen. Da aber mit steigender Höhe der Pagoden auch immer mehr Meditationspunkte hinzukommen, nimmt das Spiel nach ein paar Runden Fahrt auf und ist dann flott gespielt.

Mit kleinen Mönchsfiguren aus Holz werden für jeden Spieler die Meditationspunkte auf einer gemeinsamen Leiste auf dem Spielplan angezeigt. Da nicht jeder Spieler am Tisch diesen Teil des Spielplans gut erreichen kann, hat in unseren Spielrunden immer eine Person alle Figuren bewegt. Da diese Punkte ständig hinzukommen und dann auch wieder schnell ausgegeben werden, ist hier ein Spieler eigentlich das ganze Spiel über mit dieser Leiste beschäftigt. Für den Spielablauf fand ich persönlich das nicht weiter schlimm, aber es wäre vielleicht intuitiver gewesen, wenn jeder Spieler vor sich eine eigene Leiste mit den Punkten gehabt hätte.

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An sich nicht tragisch, aber irgendwie doch traurig, finde ich den Werbetext auf der Schachtelrückseite. Da hätte auf jeden Fall noch einmal jemand kurz auf Rechtschreibung und Grammatik bzw. Lesbarkeit prüfen sollen. Was ich auch nirgendwo finden konnte, ist, was TAJUTO denn nun eigentlich heißt oder wofür es steht. Das steht dann doch irgendwie im Kontrast dazu, dass hier mit dem Material, der Illustration und auch den Begrifflichkeiten (Meditation, Erleuchtung) versucht wurde, eine thematische Erfahrung zu schaffen.

Insgesamt ist TAJUTO ein schön gestaltetes, zugängliches und kurzweiliges Spiel, das für Familienspieler geeignet ist, die ein nicht allzu aufregendes, vielleicht sogar meditatives Spiel suchen.

 

Wertung zum spiel

 

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Bilder vom Spiel

Tags: Ressource Management, Action-Selection, 60 Minuten, 1-4 Spieler

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