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TEST // THE WALKING DEAD - NO SANCTUARY

TEST // THE WALKING DEAD - NO SANCTUARY

„Die letzten Stunden waren unerträglich für die Gemeinschaft. Kein Essen, kein Schlaf, keine Hoffnung. Welcher Wochentag heute ist? Woher soll ich das wissen? Rick pflegte zu sagen, dass wenn wir nicht kämpfen würden, wir alle sterben müssten. Mittlerweile sind etliche Tage vergangen, seitdem ich ihn das letzte Mal sah. Ob es ihm wohl gut geht? Konnte er uns neuen Proviant besorgen? Oder haben ihn doch diese Viecher, Beißer wie wir sie nennen, in die Hände bekommen. Ich weiß nicht, wie lange ich es hier noch aushalte. Meine Familie ist noch da draußen. Bestimmt haben sie einen Unterschlupf gefunden, doch was ist, wenn nicht? Allein der Gedanke lässt mich erschaudern. Daryl wird sie schon finden und zu uns bringen. Was war das für ein Geräusch? Da kommt irgendwas auf uns zu!“

 

infos zum spiel

Hierbei handelt es sich um eine Rezension des Spiels THE WALKING DEAD - NO SANCTUARY, welches von brettspiel-news.de gekauft wurde.

 

Darum geht es in dem Spiel

 

THE WALKING DEAD - NO SANCTUARY ist ein kooperatives Kampfstrategiespiel aus der Feder von Adam Sadler und Brady Sadler. Es ist für ein bis vier Überlebende im Kampf gegen die Apokalypse ausgelegt. Das Spiel ist für Spieler ab 15 Jahren. Eine Partie dauert, laut dem Verlag CRYPTOZOIC, durchschnittlich 45-120 Minuten. Die Spieler schlüpfen in die Rollen der Helden aus der Serie „The Walking Dead“. Als Rick Grimes, Daryl Dixon oder Glenn Rhee versuchen die Spieler, der misslichen Lage Herr zu werden, und kämpfen sich durch die verschiedenen Szenarien. Jedes Szenario wird durch das Bestehen verschiedenster Missionsziele abgeschlossen.

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In THE WALKING DEAD NO SANCTUARY durchlaufen die Spieler in jeder Runde verschiedenste Phasen. So werden Züge geplant, Events ausgelöst, Aktionen und Manöver durchgeführt, Zombies aktiviert und Missionsziele aktualisiert. Nach Ablauf der einzelnen Phasen beginnt die nächste Runde. Die Spieler gewinnen, sollte es ihnen gelingen, alle Missionsziele zu erfüllen. Das Spiel gilt als verloren, wenn ein Abenteurer stirbt, die Moral der Gruppe auf 0 fällt oder keine Eventkarte mehr gezogen werden kann.

 

Sie haben sich mit den Falschen angelegt

 

Zu Beginn des Spiels wählt jeder Mitspieler einen Charakter und nimmt sich das entsprechende Deck. Danach wird ein Szenario ausgesucht und mithilfe der Vorgaben aufgebaut. Die Szenarioübersicht gibt an, welche Missionsziele erfüllt werden müssen. Die Gruppenübersicht dient als Hilfe, um die Moral, die Gefahr, das aktuelle Event und die Ressourcen nachvollziehen zu können. Ein Mitspieler wird zum Anführer der Gruppe gewählt, 3 Handkarten werden gezogen und anschließend kann das Spiel beginnen.

Gestartet wird eine Runde mit der Planungsphase. Hier ziehen alle Spieler eine Handkarte. Der Anführer der Gruppe erhält zusätzlich 2 Eventkarten, von denen er eine als aktives Event auswählt und die andere verwirft. Die verworfene Karte löst direkt einen negativen Effekt für die Gruppe aus.

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Im Anschluss daran gehen die Spieler in die Phase der Überlebenden über. Jeder Abenteurer muss eine Karte aus der Hand ablegen. Sollten in irgendeiner Phase des Spiels keine Karten zum Abwerfen mehr vorhanden sein, ist der Charakter gestorben und das Spiel endet. Sollte die Farbe der abgelegten Karte nicht zu der Farbe des von dem Anführer ausgespielten Events passen, erhält der Anführer der Gruppe einen Stresstoken. Nach Erhalt von 3 Stresstoken muss der Anführer-Marker an einen weiteren Spieler abgegeben werden. Nach dem Ablegen der Karte stehen dem Überlebenden eine Aktion und ein Manöver zur Verfügung.

Manöver:
1. Bewegen: Die Figur wird um 2 Felder verschoben. Für jede Bewegung, die aus einer Gruppe von Zombies führt, muss der Spieler eine Karte pro Zombie abwerfen.
2. Verstecken: Der Gefahr-Marker wird um 1 reduziert, wenn keine Feinde auf demselben Feld stehen, wird ein Stresstoken abgeworfen.
3. Fokussieren: Der Überlebende erhält einen Fokustoken.
4. Ressourcen: Der Spieler kann eine Mahlzeit abwerfen und seinen Charakter um 2 heilen oder eine Munition abwerfen, den Gefahr-Marker um 1 erhöhen und einen Zombie im Sichtfeld vom Spielbrett entfernen oder Material abwerfen, um eine Barrikade zu errichten.

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Aktion:
1. Attackieren: Ein Zombie auf dem Feld, auf dem die Figur des Spielers steht, wird niedergeschlagen.
2. Suchen: Eine Durchsuchungskarte wird aus dem Gebäude, auf dem die Spielfigur steht, aufgenommen.
3. Assistieren: Der Überlebende erhält einen Vertrauenstoken.

Durch Erfolgswürfe können alle Aktionsfähigkeiten verbessert werden.

Anschließend gelangen die Spieler in die Eventphase. Hier werden alle Spezialeffekte des Szenarios ausgelöst. Danach wird überprüft, ob die Eventaktion genutzt wurde. Sollte dies nicht der Fall sein, erhält der Anführer der Gruppe einen weiteren Stresstoken.

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Die Zombiephase schließt sich der Eventphase an. Nun werden alle Zombies aktiviert. Niedergeschlagene Zombies werden wieder aufgestellt und die restlichen bewegen sich auf den nächsten Mitspieler zu. Der Gefahrmarker wird um 1 reduziert und ein neuer Untoter gelangt in das Spiel. Dieser Schritt wird so häufig wiederholt, bis der Gefahr-Marker auf 0 steht. Sollten sich Zombies auf einem Feld mit einer Figur eines Überlebenden befinden, wird dieser Spieler dazu gezwungen, eine Karte abzuwerfen.

Die letzte Phase des Spiels stellt die Zielphase dar. In dieser Phase schreiten die Spieler innerhalb des Szenarios voran oder beenden das Spiel durch das Erfüllen aller Missionsziele.

 

Das Material

 

THE WALKING DEAD - NO SANCTUARY beinhaltet über 50 Miniaturen. Diese werden durch die beiden Erweiterungen annähernd verdoppelt. Die Figuren und das restliche Material sind äußerst schön gestaltet. Ferner sind großflächige Geländeplättchen enthalten, welche, ebenso wie die Token, aus dicker Pappe bestehen. Die Karten hingegen, die im Spiel vorhanden sind, sind qualitativ minderwertig. Sie sind weder stabil noch illustriert.

Dem Spiel ist eine einzige Rundenübersichtskarte beigefügt, wodurch diese an jeden Spieler weitergereicht werden muss. Die Token für das Moral- und Gefahrlevel sind jeweils Stecknadelkopf-groß und müssen dadurch vom gesamten Spielmaterial separiert werden, um nicht Gefahr zu laufen, diese zu verlieren. THE WALKING DEAD NO SANCTUARY besitzt ein Inlay für das gesamte Material, doch bereits nach kurzer Lageänderung des Kartons vermischen sich die einzelnen Komponenten und müssen erneut sortiert werden, bevor die nächste Partie in Angriff genommen werden kann.

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Die Anleitung von THE WALKING DEAD - NO SANCTUARY stellte sich als äußerst unübersichtlich heraus. Das Design der Anleitung, die kleine Schrift, die wenigen Bilder, welche das Spiel besser erklären sollen, und der Mangel an Struktur stellten mich vor eine große Hürde. Immer wieder ertappte ich mich, wie ich zurücksprang, um erneut eine vorangegangene Passage zu lesen. Der Anleitung sind zusätzlich FAQs beigelegt worden. Gut strukturierte und verständliche Anleitungen haben dies in der Regel nicht nötig. Erst nach Durcharbeitung der Erklärungen und 4 Regelvideos auf YouTube, konnte ich mich meiner ersten Partie widmen.

Tags: 45-120 Minuten, Ressoucenmanagement, Kämpfen, Miniaturen, 1-4 Spieler

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