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TEST // MIN-AMUN

TEST // MIN-AMUN

In MIN-AMUN schreiben wir das Jahr X000 vor unserer Zeitrechnung. Der Nil ist wieder über die Ufer getreten und hat fruchtbares Land zurückgelassen. Und so schickt uns der Pharao los, um das Land zu bewirten und blühende Metropolen zu erbauen. In dem Spiel von Cyrille Leroy versuchen wir, möglichst viele Deben mit unserer Metropole zu verdienen, um dem Ruhm unseres Pharaos zu mehren.

Das Spiel wurde uns freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.Dies hat keine Auswirkung auf die Rezension.

 

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Ruhm und Ehre dem Pharao

In dem Spiel sind die SpielerInnen Gouverneure im alten Ägypten. Als solchen steht den SpielerInnen jeweils ein Stück Land in Form eines Metropolentableaus zur Bewirtschaftung und Bebauung zur Verfügung. Die SpielerInnen versuchen, in 9 Zügen möglichst viele Deben zu ergattern. Mittels cleverer Nutzung des Niltals werden Ressourcen generiert. Alabaster, Papyrus, Rinder und Trauben werden zum Bezahlen und Beliefern der Geschäfte benötigt. Weizen besitzt eine Sonderstellung, da dieses am Ende der Runde nicht verfällt und bei der Wertung mehr Deben einbringt, umso mehr Weizen gesammelt wurde, desto besser.

 

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Der eigene Zug besteht dabei aus bis zu 3 Schritten, wovon der 1. verpflichtend und die anderen beiden optional sind.

1. Das Tal muss bestellt werden: Hierzu nehmen die SpielerInnen eines ihrer 3 Talplättchen, die sie zu Beginn des Spiels bekommen haben, und legen es auf den separaten Plan vom Niltal an ein bereits ausliegendes Talplättchen an. Dabei müssen die SpielerInnen darauf achten, dass mindestens eine Ressource mit den bereits ausliegenden Talplättchen übereinstimmt. Anschließend bekommen die SpielerInnen dann Ressourcen für übereinstimmende angrenzende Ressourcen sowie Weizen für angrenzende Weizenfelder. Sollten die SpielerInnen beim Anlegen eine aufgedruckte Ressource überbauen, bekommen sie diese zusätzlich. Des Weiteren bekommen sie eine beliebige Ressource oder können ein Monument bauen, sollten sie es schaffen, ein freies Feld komplett einzuschließen.

2. Der Ausbau der Metropole: Zum Errichten von Bezirken nehmen die SpielerInnen ein Bezirksplättchen aus der Auslage und legen es einfach auf eine freie Stelle auf ihrem Metropolentableau. Die Kosten für Bezirksplättchen belaufen sich auf 0-2 und können in einer beliebigen Kombination aus Ressourcen und Weizen bezahlt werden.

3. Beliefern von Geschäften: Im letzten Schritt können die SpielerInnen nun ihre Geschäfte in ihrer Metropole beliefern. Zu Anfang besitzt jede Metropole schon 4 Geschäfte, jedes Bezirksplättchen 1-3. Die Geschäfte brauchen nun 1-2 verschiedene oder bis zu 3 gleiche Ressourcen, um ihren Effekt zu aktivieren. Denn nur voll belieferte Geschäfte bringen am Ende des Spiels Deben, Götterstatuen und Weizen.

 

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Anschließend nimmt sich der/die SpielerIn ein neues Talplättchen aus den 3 offen ausliegenden, und legt seine/ihre nicht verteilten Ressourcen ab. Dies geht dann reihum solange weiter, bis die Auslage der Talplättchen nicht mehr auf 3 aufgefüllt werden kann. Danach wird die Runde noch zu Ende gespielt, sodass jeder 9-mal am Zug war.

Wer wird des Pharaos neuer Liebling? Nun zählen alle SpielerInnen, wie viele Deben sie erzielt haben. Hier kommt dann alles zusammen. Voll belieferte Geschäfte bringen entweder direkt ein paar Deben, sorgen dafür, dass man pro bestimmter Ressource auf seinem Tableau Deben erhält, oder generieren Götterstatuen, bei denen man abhängig von der Anzahl an verschiedenen Götterstatuen ebenfalls Deben bekommt. Hinzu kommen dann noch Deben für den gesammelten Weizen sowie Bonusdeben für diejenigen mit den meisten und zweitmeisten Monumenten im Niltal.

 

Spielmaterial und Regeln

Das Spiel steckt in der „typischen“ Größe einer Kosmosschachtel. Die Schachtel ist hübsch von Jérémie Fleury designt und passt zu dem Spiel. Nur ist die Schachtel leider wieder größer als sie hätte sein müssen. Die Anleitung ist das Einzige, was die ganze Schachtel einnimmt, und wäre sicher auch in einem anderen Format machbar gewesen. Das Spielmaterial finde ich allerdings durchweg gut. Bei den Tal- und Bezirksplättchen sowie den Monumenten handelt es sich um Pappmarker/-aufsteller; bei den Ressourcen um zwar kleine, aber schön gearbeitete Holzmarker. Für das Spiel ist das passend und vollkommen ausreichend.

 

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Die Regeln sind gut geschrieben und besitzen viele Illustrationen mit Beispielen. Auf der Rückseite des Regelhefts sind noch einmal alle Regeln in Kurzübersicht gut dargestellt. Lediglich eine Schwäche ist uns aufgefallen: Es wird leider weder anhand des Beispiels noch des Texts ganz klar, ob es beim Bau eines Monuments reicht, wenn die orthogonal anliegenden Felder belegt sind, oder ob man ein Feld nur einschließt, wenn alle 8 angrenzenden Felder belegt sind. Und was passiert, wenn 2 Felder nicht mehr bebaubar sind und sich diagonal berühren? Zählen beide Felder als eingeschlossen oder sind es einfach nicht mehr nutzbare Felder? Wir haben es jetzt immer so gespielt, dass alle 8 Felder belegt sein müssen, um ein Feld einzuschließen, und das hat soweit gut gepasst.

Tags: 25-45 Minuten, Wirtschaftsspiel, 2-4 Spieler, Strategie

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