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TEST // NAGA RAJA

TEST // NAGA RAJA

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In Indien wurden die verborgenen Zwillingstempel der Götter Ananta („Weltenschlange“ im Hinduismus) und Garuda (ein schlangentötendes Mischwesen, halb Adler, halb Mensch) entdeckt. Wem wird es als Erstes gelingen, die im Tempel verborgenen Reliquien ans Tageslicht zu bringen und in den Besitz ihrer fabelhaften Mächte zu gelangen?
NAGA RAJA, was soviel wie „König der Naga (Schlangenwesen)“ bedeutet, ist ein Abenteuerspiel für zwei Personen, herausgegeben vom Hurrican Verlag. Zwei unerschrockene ArchäologInnen erforschen je einen der zwei Zwillingstempel und versuchen, als Erster die wertvollen Reliquien zu bergen. Das Spiel stammt von Bruno Cathala in Kooperation mit Theo Riviere. Das Design hat Vincent Dutrait übernommen. Herrn Cathala verdanken wir bereits einige andere Spiele-Perlen für zwei Personen, wie zum Beispiel Mr. Jack oder 7 Wonders Duel, die jeweils auch in Kooperation mit anderen Autoren entstanden sind.

Das Spiel wurde uns zum Testen zur Verfügung gestellt, dies hat aber keinen Einfluss auf die nachfolgende Bewertung.

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Die Suche nach Reliquien

 

Zur Spielvorbereitung wird der Kartenstapel gemischt, beide SpielerInnen erhalten fünf Karten auf die Hand und einen der identischen Zwillingstempel. Das Tempeltableau ist aufgeteilt in 3x3 Felder. An dem oberen sowie an den seitlichen Rändern werden verdeckt die begehrten Reliquien angelegt, die es zu erreichen gilt, um Ruhm und Ehre und vor allem Siegpunkte zu erlangen. Die Bodenplättchen werden gemischt, verdeckt gestapelt und das oberste offen ausgelegt.

Der Wettlauf um die Reliquien wird nun über mehrere Runden ausgetragen, wobei jede Runde aus jeweils vier Phasen besteht. Ziel des Spiels ist es, Bodenplättchen zu gewinnen und diese so in seinem Tempel auszulegen, dass möglichst viele Reliquien erreicht werden können. Beginnend mit dem oder der StartspielerIn werden in der ersten Phase eine oder mehrere Handkarten verdeckt ausgelegt und gleichzeitig aufgedeckt. In dieser Phase zählt bei den Handkarten nur der obere Effekt, der angibt, wie viele Schicksalsstäbe zum Würfeln zur Verfügung stehen.

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Dabei befinden sich auf den Seiten dieser Stäbe entweder eine bestimmte Anzahl von Punkten oder ein Schlangensymbol, Naga genannt. Es gibt verschiedenfarbige Schicksalsstäbe in unterschiedlicher Größe, wobei die größeren mehr Punkte ermöglichen, aber weniger oder gar keine Chancen auf Nagas bieten. Generell gilt, wer die meisten Punkte am Ende erreicht, erhält später das Bodenplättchen. In der zweiten Phase können weitere Handkarten ausgespielt werden, indem gewürfelte Nagas abgegeben werden. Hierdurch werden die am unteren Rand dargestellten Funktionen aktiviert. Diese haben durchaus sehr mächtige Auswirkungen auf das Spiel, wie zum Beispiel das

  • Drehen oder Verschieben der gegnerischen oder eigenen Plättchen
  • Erhöhen der gewürfelten Punkte
  • Ziehen zusätzlicher Karten Neuwerfen der Stäbchen des Gegners oder
  • Entfernung der gegnerischen Stäbchen aus der Wertung.

Es können so lange Nagas investiert werden, bis beide SpielerInnen gepasst haben. Nun werden die erreichten Punkte verglichen und der Spieler mit den meisten Schicksalspunkten erhält die begehrte Bodenplatte. Diese Bodenplatte darf in der dritten Phase ausgelegt werden, um den Weg zu den Reliquien zu ermöglichen.

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Wer das Spiel TSURO kennt, wird sich hieran erinnert fühlen. Existiert ein direkter Weg von der unteren Kante des Tempels ausgehend zu einer Reliquie, wird diese aufgedeckt und offenbart ihren Wert in Form von drei bis sechs Siegpunkten. Doch Vorsicht ist geboten. In jedem Tempel befinden sich auch je drei verfluchte Reliquien. Diese bringen zwar die meisten Punkte, aber sollte die dritte aufgedeckt werden, bedeutet das ewige Verdammnis und sofortige Niederlage.

Manche der Bodenplatten enthalten auch Amulette, die weitere Vorteile in Form von zusätzlichen Karten, Siegpunkten oder die Möglichkeit, gegnerische Karten zu neutralisieren, bereithalten. Wer nicht das Bodenplättchen erhalten hat, beginnt die nächste Runde und darf drei Handkarten nachziehen, zwei davon behalten und die verbleibende weitergeben. Eine neue Bodenplatte wird aufgedeckt und eine neue Spielrunde beginnt. Das Spiel endet, wenn einer der Spieler 25 Siegpunkte erreicht oder in seinem Tempel alle neun Felder mit Bodenplatten belegt hat. In letzterem Fall gewinnt der derjenige, der über die meisten Siegpunkte zu diesem Zeitpunkt verfügt. Ein Spiel dauert etwa 30 Minuten.

 

Der Aufbau der Tempel

 

Die Materialien aus stabilem Karton und vor allem die Schicksalsstäbe aus hochwertigem Kunststoff sind vorbildlich. Speziell angepasste Plastikeinsätze zum korrekten Verstauen des Materials inklusive einer Aufräum-Anleitung und eines Hinweises zu den korrekten Maßen für Karten-Schutzhüllen (Protector Sleeves) liegen dem Spiel bei. Die Spielkarten und Tempeltableaus haben ein ansprechendes, zum Thema passendes stimmiges Design. Die Spielanleitung ist anschaulich und verständlich auf sechs Seiten erklärt, was einen schnellen Spieleinstieg ermöglicht. Sie liegt in den Sprachen Deutsch, Niederländisch, Französisch und Russisch bei.

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Tags: Strategie, 2 Spieler, 30 Minuten

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